Neues Tool von Microsoft-Entwickler zeigt detaillierte GPU-Auslastung
Ein Microsoft-Entwickler hat ein neues Werkzeug veröffentlicht, das detaillierte Einblicke in die Auslastung von Grafikkarten bietet. Das schlanke Programm liefert genauere Daten als Bordmittel und hilft vor allem bei lokalen KI-Anwendungen.
Um detaillierter darzustellen, welche Prozesse den Grafikspeicher exakt beanspruchen, hat Scott Hanselman das neue Hilfsprogramm gputaskman veröffentlicht. Der Entwickler und Vice President bei Microsoft und GitHub bietet ein Werkzeug, das tiefere Einblicke in die Aktivitäten des Grafikprozessors gewährt, als es die Bordmittel tun. Interessierte können die Software kostenlos über die Entwicklerplattform GitHub herunterladen.
Das Interface von gputaskman ist nicht hübsch, dafür umso informativer
Das Programm listet in einer textbasierten Benutzeroberfläche auf, welche Einzelprozesse auf die Grafikkarte zugreifen und wie sich die Last verteilt. Anwender können neben der VRAM-Belegung auch Daten zum Stromverbrauch, den Taktraten sowie der Auslastung von Encodern und Decodern ablesen. Das Terminal-Programm ist für Windows als portable Version für 64-Bit- und ARM64-Systeme verfügbar, sodass keine Installation erforderlich ist.
Überdies macht das Werkzeug sichtbar, wie sich der Speicher auf alltägliche Anwendungen wie den Desktop-Compositor oder den Webbrowser verteilt. Wie aus der Beschreibung hervorgeht, richtet sich das Programm explizit an lokale Arbeitslasten und nicht an Cloud-Dienste. Workloads für maschinelles Sehen, Sprache und Video-Rendering erfasst die Software ebenfalls.
Da das Projekt noch als frühe und experimentelle Software deklariert ist (aktuell ist v0.3.0), können im Betrieb gelegentlich Aussetzer auftreten. Bei einem Test fiel Neowin etwa auf, dass Werte wie die Temperatur der Grafikkarte zeitweise einfrieren können, anstatt sich regelmäßig zu aktualisieren. Dennoch erhalten Nutzer ein präziseres Bild ihrer Hardware-Auslastung.
Habt ihr gputaskman bereits ausprobiert und wie gefällt euch die detaillierte Ansicht der GPU-Auslastung? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Das Gratis-Tool gputaskman analysiert die GPU-Nutzung genauer als Windows
- Entwickler Scott Hanselman stellt das Hilfsprogramm via GitHub bereit
- Eine textbasierte Oberfläche zeigt VRAM, Taktraten und Stromverbrauch
- Für lokale Sprachmodelle schlüsselt das Tool Cache und Gewichte exakt auf
- Die portable Software läuft auf Windows, Linux sowie modernen Mac-Geräten
- Wegen des frühen Entwicklungsstands können Werte derzeit noch einfrieren
Genauer Blick auf den VRAM
Wer unter Windows die Auslastung der Grafikkarte überprüfen möchte, stößt mit dem integrierten Task-Manager schnell an Grenzen. Das Betriebssystem zeigt meist nur grobe Werte zur Gesamtauslastung, dem belegten Speicher oder der Temperatur an. Die genaue Aufschlüsselung, warum beispielsweise 15 Gigabyte VRAM belegt sind, fehlt oft.Um detaillierter darzustellen, welche Prozesse den Grafikspeicher exakt beanspruchen, hat Scott Hanselman das neue Hilfsprogramm gputaskman veröffentlicht. Der Entwickler und Vice President bei Microsoft und GitHub bietet ein Werkzeug, das tiefere Einblicke in die Aktivitäten des Grafikprozessors gewährt, als es die Bordmittel tun. Interessierte können die Software kostenlos über die Entwicklerplattform GitHub herunterladen.
Das Interface von gputaskman ist nicht hübsch, dafür umso informativer
Das Programm listet in einer textbasierten Benutzeroberfläche auf, welche Einzelprozesse auf die Grafikkarte zugreifen und wie sich die Last verteilt. Anwender können neben der VRAM-Belegung auch Daten zum Stromverbrauch, den Taktraten sowie der Auslastung von Encodern und Decodern ablesen. Das Terminal-Programm ist für Windows als portable Version für 64-Bit- und ARM64-Systeme verfügbar, sodass keine Installation erforderlich ist.
Vorteile für lokale KI-Modelle
Besonders nützlich ist das Diagnosewerkzeug für Anwender, die lokale Sprachmodelle auf ihrem Rechner ausführen. Wie Neowin berichtet, erkennt gputaskman laufende LLM-Prozesse automatisch. Es schlüsselt auf, wie viel Speicherplatz für Modellgewichte, den KV-Cache oder andere Berechnungen reserviert ist.Überdies macht das Werkzeug sichtbar, wie sich der Speicher auf alltägliche Anwendungen wie den Desktop-Compositor oder den Webbrowser verteilt. Wie aus der Beschreibung hervorgeht, richtet sich das Programm explizit an lokale Arbeitslasten und nicht an Cloud-Dienste. Workloads für maschinelles Sehen, Sprache und Video-Rendering erfasst die Software ebenfalls.
Plattformübergreifender Einsatz
Das Programm unterstützt verschiedene Betriebssysteme und Hardware-Kombinationen. Auf Windows-Rechnern funktioniert es mit Grafikkarten von AMD und Nvidia, sofern aktuelle WDDM-Treiber installiert sind. Zudem bietet es Unterstützung für native Linux-Umgebungen, das Windows-Subsystem für Linux sowie für MacOS-Systeme mit Apple Silicon. Bei Apple-Systemen teilen sich Hauptprozessor und Grafikchip den Speicher, weshalb dort kein VRAM aufgeteilt wird und Spill- sowie Commit-Zähler entfallen.Da das Projekt noch als frühe und experimentelle Software deklariert ist (aktuell ist v0.3.0), können im Betrieb gelegentlich Aussetzer auftreten. Bei einem Test fiel Neowin etwa auf, dass Werte wie die Temperatur der Grafikkarte zeitweise einfrieren können, anstatt sich regelmäßig zu aktualisieren. Dennoch erhalten Nutzer ein präziseres Bild ihrer Hardware-Auslastung.
Habt ihr gputaskman bereits ausprobiert und wie gefällt euch die detaillierte Ansicht der GPU-Auslastung? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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