Linux 7.3 ist da: Schnelleres Ext4 und Btrfs, Boost für GPUs uvm.

Linux 7.3 steht offiziell bereit. Das Kernel-Update bringt zahlreiche Neuerungen und Leistungsverbesserungen, von denen unter anderem Gamer mit AMD-Grafikkarten und Besitzer aktueller SSDs profitieren. Zudem gibt es Verbesserungen für Dateisysteme.
Betriebssystem, Update, Linux, Open Source, Tux
  • Linus Torvalds hat den neuen Linux-Kernel in Version 7.3 offiziell freigegeben
  • Über 3000 Entwickler steuerten insgesamt 18.765 Commits zum großen Update bei
  • Spieler mit AMD-Grafikkarten profitieren von einer besseren Speicherverwaltung
  • Die beiden Dateisysteme Ext4 und Btrfs arbeiten nach dem Update spürbar schneller
  • Neue Treiber erweitern den Support für Apple-M3-Chips sowie moderne Controller
  • Die finale Freigabe des kommenden Kernels 7.4 ist für Ende Dezember geplant

Startschuss für Linux 7.3

Exakt neun Wochen nach der Veröffentlichung des Linux-Kernel in Version 7.2 hat Linus Torvalds jetzt Linux 7.3 offiziell freigegeben. Das umfangreiche Update liefert Leistungsverbesserungen, optimierte Dateisysteme und eine erweiterte Hardware-Unterstützung.

Torvalds kommentierte die pünktliche Veröffentlichung scherzhaft damit, dass er in dieser Woche glücklicherweise nicht den Überblick über die Wochentage verloren habe. Insgesamt flossen 18.765 Commits von mehr als 3000 Entwicklern in die neue Version ein, wobei 807 Programmierer zum ersten Mal Code zum Open-Source-Kernel beisteuerten.


Besonders Spieler profitieren von der Arbeit der Entwickler. Eine neue Speicherverwaltung hilft ab sofort AMD-Grafikkarten, die über wenig VRAM verfügen. Das System kann bei Speichermangel nun Hintergrunddaten auslagern, um Platz für Spiele zu schaffen. Zudem erhalten ältere AMD-Beschleuniger ab der HD-7000-Serie neue DRM-Formatmodifikatoren. Auch die Hardware-Unterstützung wächst durch neue Treiber für das MSI Claw Gamepad sowie den aktuellen Steam Controller.

Weitere Leistungsverbesserungen

Zudem arbeiten Ext4 und Btrfs nach dem Update schneller. Bei ersterem wurde in Tests bei Lesezugriffen auf einer NVMe-SSD ein Leistungssprung von 1,92 auf 2,19 Millionen Operationen pro Sekunde gemessen. Ein überarbeiteter Cgroup-Scheduler verteilt ab sofort die Prozessorzeit zudem effizienter. Tests zeigten bei acht rechenintensiven Hintergrundprozessen in einem Spiel eine Erhöhung der minimalen Bildrate von 3,8 auf 20,6 fps.

Im Bereich der Prozessoren gibt es noch weitere Anpassungen. So bereitet der Kernel auch die Ankunft neuer AMD-Chips der Zen-6-Architektur vor. Ein behobener Fehler lässt alte Athlon-XP- und einige Pentium-III-CPUs zudem eine spezielle Speicheranweisung nutzen. Apple-Nutzer erhalten frühe Unterstützung für die Prozessoren M3 Pro, M3 Max und M3 Ultra. Ebenso erlaubt der integrierte SMB-Server fortan Backups über Time Machine. Außerdem wird das Apple Studio Display von AMD-Grafikkarten nicht mehr fälschlicherweise als zwei separate Bildschirme erkannt.

Blick auf den nächsten Kernel

Mit der jetzigen Fertigstellung beginnt wie gewohnt die Entwicklungsphase für Linux 7.4. Dessen erste Testversion wird für Anfang November erwartet, während eine finale Freigabe Ende Dezember folgen dürfte. Noch steht nicht fest, ob Version 7.3 oder 7.4 den Status einer Version mit Langzeitunterstützung erhält.

Der Linux-Kernel 7.3 kann direkt unter kernel.org heruntergeladen werden. Wer detaillierte Beschreibungen zu allen Änderungen und Neuerungen sucht, wird bei den Kollegen von Phoronix fündig.

Welche der neuen Updates für den Kernel findet ihr am nützlichsten? Plant ihr, Linux 7.3 zu verwenden? Teilt Erwartungen und Pläne gerne mit uns in den Kommentaren!

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Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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