Internet-Explorer-Modus in Edge:
Microsoft mahnt jetzt Admins zur Eile
Microsoft zieht beim Internet Explorer endgültig den Stecker. Der IE-Modus im Browser Edge wird voraussichtlich Ende 2029 komplett eingestellt. IT-Administratoren erhalten nun erste Warnungen, um alte Webanwendungen rechtzeitig zu migrieren.
Obwohl der eigentliche Internet Explorer bereits vor Jahren eingestellt wurde, lebt die zugrundeliegende Technik weiter. Der Kompatibilitätsmodus greift auf die alte Trident-Engine zurück. Das System, auch bekannt als MSHTML, ermöglicht weiterhin die Nutzung von veralteten Technologien wie ActiveX-Steuerelementen. Solche Funktionen sind bei modernen, auf Chromium basierenden Browsern nicht mehr vorhanden.
Die Notwendigkeit des Wechsels zeigt sich auch an vergangenen Vorfällen. Im Jahr 2024 nutzten Angreifer den IE-Modus mindestens zweimal für Attacken aus, unter anderem durch schädliche Werbeeinblendungen. Veraltete Schnittstellen in internen Firmennetzwerken oder bei Behörden stellen somit ein Risiko dar. Das betrifft besonders Regionen, in denen E-Government-Dienste noch stark auf die alten Standards setzen.
Für Unternehmen, die bei der Umstellung auf moderne Windows-Plattformen Hilfe benötigen, bietet Microsoft den Dienst App Assure an. Damit lassen sich Kompatibilitätsprobleme frühzeitig erkennen und beheben. Letztendlich müssen sich alle betroffenen Organisationen darauf einstellen, dass die Ära des Internet Explorers zum Ende des Jahrzehnts endgültig vorbei ist.
Nutzt ihr an eurem Arbeitsplatz noch Anwendungen, die den alten IE-Modus benötigen? Wie geht euer Unternehmen mit der anstehenden Umstellung um? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Der IE-Modus im Microsoft Edge wird voraussichtlich bis Ende 2029 eingestellt
- Microsoft erinnert Administratoren rechtzeitig an die anstehende Umstellung
- Der Kompatibilitätsmodus nutzt weiterhin die alte Trident- bzw. MSHTML-Engine
- Veraltete Standards wie ActiveX bergen zunehmend ernste Sicherheitsrisiken
- Für betroffene Firmen und Behörden kann die Modernisierung Jahre dauern
- Microsoft kündigt vor der finalen Abschaltung ein Jahr Vorwarnzeit an
Frist für IE-Modus endet 2029
Microsoft hat über das Microsoft 365 Message Center eine Erinnerung an IT-Administratoren verschickt. Der sogenannte IE-Modus im Browser Microsoft Edge wird voraussichtlich nur noch bis Ende des Jahres 2029 unterstützt. Die Benachrichtigung mit der Kennung MC1473151 soll Unternehmen weltweit dazu auffordern, rechtzeitig mit der Migration veralteter Webanwendungen zu beginnen.Obwohl der eigentliche Internet Explorer bereits vor Jahren eingestellt wurde, lebt die zugrundeliegende Technik weiter. Der Kompatibilitätsmodus greift auf die alte Trident-Engine zurück. Das System, auch bekannt als MSHTML, ermöglicht weiterhin die Nutzung von veralteten Technologien wie ActiveX-Steuerelementen. Solche Funktionen sind bei modernen, auf Chromium basierenden Browsern nicht mehr vorhanden.
Sicherheitsrisiken durch alte Software
Wie The Register berichtet, warnt der Softwarekonzern davor, die Modernisierung zu verschieben. Die Umstellung komplexer Systeme kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Werden die alten Anwendungen nach dem Support-Ende weiter betrieben, entstehen erhebliche Sicherheitslücken sowie Probleme bei der Einhaltung von Compliance-Richtlinien.Die Notwendigkeit des Wechsels zeigt sich auch an vergangenen Vorfällen. Im Jahr 2024 nutzten Angreifer den IE-Modus mindestens zweimal für Attacken aus, unter anderem durch schädliche Werbeeinblendungen. Veraltete Schnittstellen in internen Firmennetzwerken oder bei Behörden stellen somit ein Risiko dar. Das betrifft besonders Regionen, in denen E-Government-Dienste noch stark auf die alten Standards setzen.
Planung der Umstellung
Um Betriebsausfälle zu vermeiden, gewährt Microsoft eine Vorwarnzeit von mindestens einem Jahr, bevor die Funktion endgültig abgeschaltet wird. IT-Abteilungen sollten die verbleibende Zeit nutzen, um eine Bestandsaufnahme aller zwingend abhängigen Anwendungen zu machen, geschäftskritische Systeme zu priorisieren und gemeinsam mit Entwicklern an der Portierung auf aktuelle Webstandards zu arbeiten.Für Unternehmen, die bei der Umstellung auf moderne Windows-Plattformen Hilfe benötigen, bietet Microsoft den Dienst App Assure an. Damit lassen sich Kompatibilitätsprobleme frühzeitig erkennen und beheben. Letztendlich müssen sich alle betroffenen Organisationen darauf einstellen, dass die Ära des Internet Explorers zum Ende des Jahrzehnts endgültig vorbei ist.
Nutzt ihr an eurem Arbeitsplatz noch Anwendungen, die den alten IE-Modus benötigen? Wie geht euer Unternehmen mit der anstehenden Umstellung um? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Neues zum Ende des Internet Explorers: Admins erhalten mehr Kontrolle
- Patch-Day läutet Ende des Internet Explorers ein: Morgen ist es soweit
- Dieses Jahr aber wirklich: Der Internet Explorer 11 stirbt endgültig
- Neuer Plan: Edge-Update wird Internet Explorer ab Februar löschen
- Internet Explorer wird ab Februar 2023 automatisch deinstalliert
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Neue Downloads zum Thema
Videos zum Thema
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links & Themenseiten
Beliebte Windows 8 FAQ Einträge
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Alle wollen schnelles Internet, aber nicht unbedingt Glasfaser
- Haltefrist und Abgeltungsteuer: Neue Krypto-Steuerregeln geplant
- Telekom oder Vodafone: Zwei günstige 5G-Tarife bei Crash im Vergleich
- Heiztruhe statt Kühltruhe: Hacker greifen Hunderte Supermärkte an
- Rückzieher bei Copilot: Microsoft streicht Outlook-Themes-Funktion
- Freie 'Kopien' von Office & Co per KI-Reverse-Engineering gebaut
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen