Denuvo startet öffentlichen Discord-Server - mit erwartbaren Folgen
Ob das eine gute Idee war? Denuvo, bekannt für seine umstrittene DRM-Technologie, musste seinen neu eröffneten Discord-Server vorübergehend schließen. Eine Flut von Hassnachrichten und unangemessenen Inhalten überwältigte das Moderationsteam.
Ursprünglich hatte Denuvo den Discord-Server als Plattform für Nutzer konzipiert, um Fragen zu stellen und "die Antworten zu erhalten, die sie schon immer verdient haben". Das Konzept sah eine Mischung aus vorbereiteten FAQs und direkten Antworten von Denuvo-Mitarbeitern vor. Doch statt konstruktiver Diskussionen wurde der Server innerhalb kürzester Zeit von fast 2000 Nutzern überschwemmt, von denen viele alles andere als freundliche Absichten hegten.
Wie TechRaptor berichtet, sah sich Denuvo aufgrund der "Menge an unangemessenen Inhalten" gezwungen, die Nachrichtenfunktion auf dem Server zu deaktivieren. Das kleine Moderationsteam war mit der Flut an Nachrichten überfordert, die von ernsthaften Fragen über Memes bis hin zu offenen Hassbekundungen reichten.
So mancher Entwickler steht Denuvo ebenfalls kritisch gegenüber: Immer wieder wurde die Software für technische Probleme und Performance-Einbußen in Spielen verantwortlich gemacht. Trotz der Kontroversen bleibt Denuvo ein wichtiger und vielleicht sogar der wichtigste Akteur im DRM-Segment. Neben dem Anti-Tamper-System bietet das Unternehmen auch Anti-Cheat-Lösungen und einen Emulatorschutz für Nintendo Switch-Spiele an.
Siehe auch:
Shitstorm trifft Denuvo-Discord
Der Versuch des DRM-Anbieters Denuvo, einen offenen Dialog mit der Gaming-Community zu führen, endete in einem digitalen Fiasko. Allerdings zeigt der Vorfall, dass hier wieder einmal gilt: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Denn überraschen wird das Ganze kaum jemanden. Jedenfalls musste das Unternehmen wenige Tage nach der Eröffnung eines offiziellen Discord-Servers diesen Kanal vorübergehend schließen. Grund: Eine Flut von Hassnachrichten und unangemessenen Inhalten hatte das Moderationsteam überfordert.Ursprünglich hatte Denuvo den Discord-Server als Plattform für Nutzer konzipiert, um Fragen zu stellen und "die Antworten zu erhalten, die sie schon immer verdient haben". Das Konzept sah eine Mischung aus vorbereiteten FAQs und direkten Antworten von Denuvo-Mitarbeitern vor. Doch statt konstruktiver Diskussionen wurde der Server innerhalb kürzester Zeit von fast 2000 Nutzern überschwemmt, von denen viele alles andere als freundliche Absichten hegten.
Wie TechRaptor berichtet, sah sich Denuvo aufgrund der "Menge an unangemessenen Inhalten" gezwungen, die Nachrichtenfunktion auf dem Server zu deaktivieren. Das kleine Moderationsteam war mit der Flut an Nachrichten überfordert, die von ernsthaften Fragen über Memes bis hin zu offenen Hassbekundungen reichten.
Denuvo und Kontroversen: Eine laaaaange Geschichte
Die heftige Reaktion der Community überrascht Branchenkenner kaum. Denuvo, 2014 aus einem Management-Buy-out des SecuROM-Entwicklers DigitalWorks entstanden, ist in der Gaming-Szene höchst umstritten und teilweise verhasst. Viele Spieler sehen in der Anti-Tamper-Technologie eine Gängelung ehrlich zahlender Kunden, während Softwarepiraterie weiterhin ein Problem bleibt.So mancher Entwickler steht Denuvo ebenfalls kritisch gegenüber: Immer wieder wurde die Software für technische Probleme und Performance-Einbußen in Spielen verantwortlich gemacht. Trotz der Kontroversen bleibt Denuvo ein wichtiger und vielleicht sogar der wichtigste Akteur im DRM-Segment. Neben dem Anti-Tamper-System bietet das Unternehmen auch Anti-Cheat-Lösungen und einen Emulatorschutz für Nintendo Switch-Spiele an.
Ungewisse Zukunft auf Discord
Denuvo hat angekündigt, in den kommenden Tagen Änderungen am Discord-Server vorzunehmen. Details zu diesen Anpassungen blieben zunächst unklar. Es bleibt abzuwarten, ob und wie das Unternehmen einen konstruktiven Dialog mit der Community etablieren kann.
Zusammenfassung
- Denuvo eröffnet Discord-Server für offenen Dialog mit der Community
- Server wird von fast 2000 Nutzern mit Hassnachrichten überflutet
- Moderationsteam überfordert, Nachrichtenfunktion deaktiviert
- Heftige Reaktion der Community überrascht Branchenkenner nicht
- Denuvo plant Änderungen am Server für konstruktiveren Austausch
- Unternehmen bleibt trotz Kontroversen wichtiger Akteur im DRM-Bereich
- Kritik an Denuvo: Gängelung zahlender Kunden und Performance-Probleme
Siehe auch:
- Star Wars: Battlefront - Denuvo nach fast zehn Jahren gecrackt
- Denuvo startet Unreal-Engine-Schutz, das könnte Modding erschweren
- Kopierschutz Denuvo: Macher wollen nicht als "böse" gesehen werden
- Denuvo blockiert jetzt auch die Nutzung von Switch-Emulatoren
- Neuer Denuvo-Schutz: Jetzt kommt die Keule gegen DLC-Raubkopien
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