Denuvo schießt scharf gegen Hater:
"Toxische, hasserfüllte Umgebung"

Denuvo, bekannt für seine von vielen ungeliebte und sogar verhasste Anti-Piraterie-Software, startet eine PR-Offensive. Produktmanager Andreas Ullmann sprach nun in einem Interview über Toxizität in der Gaming-Community und verteidigte die Wirksamkeit des DRM-Systems.
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Denuvo will Image aufpolieren

Denuvo hat genug von seinem schlechten Ruf. In einer PR-Offensive versucht das Unternehmen nun, die Gaming-Community von den Vorteilen seiner Technologie zu überzeugen. Es ist aber nicht das erste Mal, dass man sich an einer solchen Image-Korrektur versucht, denn diese Argumente gab es bereits Mitte 2023 in ähnlicher Form zu hören.

Andreas Ullmann, Produktmanager bei Denuvo, sieht zwei Hauptgründe für das negative Image, Nach seiner Ansicht funktioniert die Software zu gut und verhindert das Spielen von Raubkopien, zudem ist der Nutzen für ehrliche Spieler nicht direkt ersichtlich.
Ich denke, es ist super schwer für einen Gamer zu sehen, was der unmittelbare Vorteil für mich ist, dass ein bestimmter Spieleentwickler, Spielepublisher, unsere Anti-Piraterie-Dienste nutzt
Andreas Ullmann, Produktmanager bei Denuvo

"Toxisches Umfeld" auf Steam

In einem Interview mit Rock, Paper, Shotgun geht Ullmann noch weiter und bezeichnet die Steam-Foren als "sehr toxisches, sehr feindseliges Umfeld". Er betont: "Wir wollen einfach nicht mehr den Boden für diese Leute überlassen, die all diese Dinge über uns posten." Um den Dialog zu fördern, eröffnete das Unternehmen kürzlich einen Discord-Server - der allerdings aufgrund unangemessener Inhalte schnell wieder geschlossen wurde.


Denuvo wehrt sich vehement gegen den Vorwurf, die Leistung von Spielen zu beeinträchtigen. Laut Ullmann gäbe es nur wenige bestätigte Fälle, in denen Probleme auftraten. Bei Tekken 7 etwa sei versehentlich der falsche Teil des Quellcodes geschützt worden. Denuvo betont gleichzeitig, dass die meisten Vergleiche zwischen geschützten und gecrackten Versionen von fragwürdigen Quellen stammen und technisch nicht korrekt seien.

Unabhängige Tests

Um Vertrauen aufzubauen, zeigt sich Ullmann offen für unabhängige Tests durch anerkannte Experten wie Digital Foundry. Allerdings gibt er zu bedenken, dass die Bereitstellung ungeschützter Spiele-Executables an Dritte problematisch sei. Eine mögliche Lösung wäre, die Tests in Denuvos Büros durchzuführen.

Trotz der Bemühungen bleibt die Skepsis in der Community groß. Viele Spieler sehen in DRM-Systemen primär eine Einschränkung und keinen Mehrwert. Denuvo argumentiert hingegen, dass der Schutz vor Piraterie Entwicklern mehr Einnahmen sichere, was wiederum in bessere Spiele investiert werde. Ob die Spieler dieser Argumentation folgen, ist freilich eine andere Frage.

Zusammenfassung
  • Denuvo startet PR-Offensive zur Imageverbesserung seiner Software
  • Produktmanager sieht zwei Hauptgründe für negatives Image der Firma
  • Steam-Foren werden als 'toxisches, feindseliges Umfeld' bezeichnet
  • Denuvo wehrt sich gegen Vorwürfe der Leistungsbeeinträchtigung
  • Unternehmen zeigt sich offen für unabhängige Tests durch Experten
  • Skepsis in der Community bleibt trotz Bemühungen von Denuvo groß
  • Firma argumentiert, dass DRM-Schutz zu besseren Spielen führt

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