BMW: Junge Leute sind Schuld am Wegfall physischer Knöpfe im Auto
In neuen Autos gibt es einen anhaltenden Trend, immer die Bedienung immer stärker auf Touchscreens zu verlagern und klassische Knöpfe zu ersetzen. Laut BMW sind daran letztlich die jüngeren Kunden Schuld.
Besonders deutlich zeigt sich die neue Bedienphilosophie beim BMW iX3 auf Basis der "Neue Klasse". Im Innenraum gibt es nur noch wenige physische Tasten. Die Klimaanlage wird ebenso über den zentralen Bildschirm gesteuert wie zahlreiche weitere Fahrzeugfunktionen. Einige Bedienelemente befinden sich weiterhin in der Mittelkonsole, während die Fensterheber wie gewohnt an den Türen angeordnet sind.
BMW folgt damit einem Trend, der in der Automobilbranche bereits seit Jahren zu beobachten ist. Tesla setzt traditionell stark auf die zentrale Anzeige, über die zahlreiche Funktionen gesteuert werden. Auch jüngere Hersteller wie Rivian verfolgen ein ähnliches Konzept. Gleichzeitig verlagern etablierte Autobauer wie Mazda und Mercedes-Benz zunehmend Bedienfunktionen auf Touchscreens.
Pawah sieht darin keine primär wirtschaftlich motivierte Entscheidung, etwa um durch weniger mechanische Schalter Produktionskosten zu sparen. Vielmehr müsse sich die Bedienung an den Gewohnheiten der Kunden orientieren. Sprachsteuerung und Touchbedienung würden zunehmend selbstverständlich, insbesondere für jüngere Käufer. Diese seien es aus ihrem Alltag mit Smartphones und anderen digitalen Geräten gewohnt, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen und schnell auf Informationen oder Funktionen zuzugreifen.
BMW betrachtet die Entwicklung dennoch als Teil eines umfassenderen gesellschaftlichen Wandels. Ein Auto sei kein isoliertes Produkt, sondern stehe im Zusammenhang mit den technischen und sozialen Veränderungen seiner Umgebung, erklärte Pawah. Die zunehmende Digitalisierung des Fahrzeuginnenraums dürfte daher auch bei kommenden BMW-Modellen eine zentrale Rolle spielen.
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Veränderte Gewohnheiten
Das Unternehmen begründet den zunehmenden Verzicht auf klassische Bedienelemente in seinen Fahrzeugen mit veränderten Gewohnheiten jüngerer Kunden. Nutzer unter etwa 45 Jahren seien stärker an Sprachsteuerung und Touchscreens gewöhnt und erwarteten, Funktionen schnell und parallel zu anderen Aufgaben bedienen zu können, erklärte Vikram Pawah, Chef von BMW Australien, im Gespräch mit dem australischen Fachmagazin CarExpert.Besonders deutlich zeigt sich die neue Bedienphilosophie beim BMW iX3 auf Basis der "Neue Klasse". Im Innenraum gibt es nur noch wenige physische Tasten. Die Klimaanlage wird ebenso über den zentralen Bildschirm gesteuert wie zahlreiche weitere Fahrzeugfunktionen. Einige Bedienelemente befinden sich weiterhin in der Mittelkonsole, während die Fensterheber wie gewohnt an den Türen angeordnet sind.
BMW folgt damit einem Trend, der in der Automobilbranche bereits seit Jahren zu beobachten ist. Tesla setzt traditionell stark auf die zentrale Anzeige, über die zahlreiche Funktionen gesteuert werden. Auch jüngere Hersteller wie Rivian verfolgen ein ähnliches Konzept. Gleichzeitig verlagern etablierte Autobauer wie Mazda und Mercedes-Benz zunehmend Bedienfunktionen auf Touchscreens.
Pawah sieht darin keine primär wirtschaftlich motivierte Entscheidung, etwa um durch weniger mechanische Schalter Produktionskosten zu sparen. Vielmehr müsse sich die Bedienung an den Gewohnheiten der Kunden orientieren. Sprachsteuerung und Touchbedienung würden zunehmend selbstverständlich, insbesondere für jüngere Käufer. Diese seien es aus ihrem Alltag mit Smartphones und anderen digitalen Geräten gewohnt, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen und schnell auf Informationen oder Funktionen zuzugreifen.
Problem für die Sicherheit
Gerade der Hinweis auf Multitasking wirft allerdings Fragen zur Sicherheit auf. Während ein Smartphone typischerweise nur in Situationen genutzt werden sollte, in denen keine Aufmerksamkeit für den Verkehr erforderlich ist, muss ein Fahrer während der Fahrt seine Aufmerksamkeit auf die Straße richten. Umfangreiche Touchscreen-Menüs können deshalb problematischer sein als eindeutig erfühlbare Tasten und Drehregler.BMW betrachtet die Entwicklung dennoch als Teil eines umfassenderen gesellschaftlichen Wandels. Ein Auto sei kein isoliertes Produkt, sondern stehe im Zusammenhang mit den technischen und sozialen Veränderungen seiner Umgebung, erklärte Pawah. Die zunehmende Digitalisierung des Fahrzeuginnenraums dürfte daher auch bei kommenden BMW-Modellen eine zentrale Rolle spielen.
Zusammenfassung
- BMW begründet den Wegfall von Knöpfen mit den Wünschen junger Kunden
- Kunden unter 45 Jahren bevorzugen Touchscreens und Sprachsteuerung
- Laut BMW-Australien-Chef Pawah spart dies keine Produktionskosten
- Beim neuen BMW iX3 wird die Klimaanlage über den Bildschirm bedient
- Auch andere Hersteller wie Tesla oder Mercedes setzen auf Touchscreens
- Die Bedienung per Touchscreen wirft jedoch Fragen zur Sicherheit auf
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