Neustartpflicht: Microsoft ändert den Windows-Hotpatch-Rhythmus
Das neue Windows-Hotpatching macht Pause: Microsoft warnt IT-Teams jetzt, denn im September und Oktober müssen auch Hotpatch-PCs neu starten. Erst ab November läuft der gewohnte, neustartfreie Rhythmus wieder.
Der Oktober ist ohnehin ein sogenannter "Baseline"-Monat im Quartalsrhythmus des Hotpatchings. In diesen Monaten wird ein kumulatives Basis-Update ausgeliefert, das traditionell einen Neustart erfordert. Damit reiht sich der Oktober nahtlos an den September an - zwei aufeinanderfolgende Monate mit Restart-Pflicht.
Wie plant Ihr die beiden Neustart-Monate in Eurer Umgebung - verschiebt Ihr Wartungsfenster, kommuniziert Ihr früher an die Nutzer oder setzt Ihr auf gestaffelte Rollouts? Schreibt gern Eure Erfahrungen und Tipps in die Kommentare.
Siehe auch:
- Das Windows-Sicherheitsupdate im September erzwingt einen Neustart
- Grund dafür sind wichtige Sicherheitsverbesserungen an Komponenten
- Auch der Oktober erfordert wegen eines Baseline-Updates einen Reboot
- Betroffen sind alle Windows-Geräte, die am Hotpatch-Programm teilnehmen
- Administratoren sollten Nutzer informieren und Wartungsfenster prüfen
Warum ausgerechnet jetzt?
Hintergrund ist eine technische Ausnahme: Das September-Update enthält Sicherheitsverbesserungen an Systemkomponenten, die sich nur mit einem Neustart aktivieren lassen. Microsoft bestätigt das im Message Center unter der Referenz MC1462918 und rät Administratoren, Nutzer frühzeitig zu informieren, Wartungsfenster zu prüfen und die Ausrollung aktiv zu begleiten.Der Oktober ist ohnehin ein sogenannter "Baseline"-Monat im Quartalsrhythmus des Hotpatchings. In diesen Monaten wird ein kumulatives Basis-Update ausgeliefert, das traditionell einen Neustart erfordert. Damit reiht sich der Oktober nahtlos an den September an - zwei aufeinanderfolgende Monate mit Restart-Pflicht.
Was bedeutet das für Hotpatch-PCs?
Betroffen sind alle Enterprise-Geräte, die über Windows Autopatch, Windows 11 Hotpatch oder Windows Server Hotpatch angemeldet sind. Nach dem erzwungenen Neustart im September bleiben sie weiterhin im Hotpatch-Programm; es gibt keine Änderungen an der Konfiguration oder der Berechtigung.Was und warum: Das Windows-Sicherheitsupdate vom September 2026 wird als Standardupdate und nicht als Hotpatch-Update veröffentlicht. Einige der Sicherheitsverbesserungen in diesem Update betreffen Komponenten, die nur nach einem Neustart aktualisiert werden können. Daher müssen Geräte, für die Hotpatching aktiviert ist, neu gestartet werden, um die Installation abzuschließen.Geräte außerhalb des Programms merken keinen Unterschied, da sie ohnehin bei Sicherheitsupdates regelmäßig neu starten müssen.
So reagieren Administratoren am besten
Microsoft empfiehlt drei konkrete Schritte:- Nutzer proaktiv über die beiden Neustart-Monate informieren, um Überraschungen im Arbeitsalltag zu vermeiden.
- Wartungsfenster überprüfen und gegebenenfalls anpassen, besonders in Umgebungen mit strengen Verfügbarkeitsanforderungen.
- Die Bereitstellung des September-Updates aktiv überwachen, um Probleme früh zu erkennen und bei Bedarf nachzusteuern.
Wie Hotpatch normalerweise funktioniert
Im Normalfall erlaubt Hotpatch, dass monatliche Sicherheitsupdates auf laufenden Systemen installiert werden, ohne dass sofort ein Neustart nötig ist. Das reduziert Unterbrechungen in Unternehmen spürbar. Der offizielle Rhythmus sieht pro Quartal einen Baseline-Monat mit Neustart vor, gefolgt von zwei Hotpatch-Monaten ohne Neustart. Microsoft behält sich aber vor, bei Bedarf zusätzliche Baseline-Updates auszuliefern - genau das passiert jetzt im September.Wie plant Ihr die beiden Neustart-Monate in Eurer Umgebung - verschiebt Ihr Wartungsfenster, kommuniziert Ihr früher an die Nutzer oder setzt Ihr auf gestaffelte Rollouts? Schreibt gern Eure Erfahrungen und Tipps in die Kommentare.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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