Nvidia will mehr Einfluss auf US-Politik, startet eigene Lobbygruppe

Damit der Aufbau gigantischer KI-Kapazitäten in den USA als höchst einträgliches Geschäft für Nvidia bestehen bleibt, gründet der Chiphersteller jetzt eine eigene Lobbyorganisation. Diese soll mit Geld der Mitarbeiter die Politik beeinflussen.
Logo, Nvidia, Jensen Huang, Schriftzug, Lederjacke

    Nvidia-Mitarbeiter sollen an Politiker spenden

    Sogenannte Political Action Committees, die sogenannten PACs, sind in den USA seit vielen Jahren keine Seltenheit mehr. Firmen und Einzelpersonen können über diese Organisationen Spenden an Parteien oder einzelne Politiker verteilen, um auf diesem Weg Kandidaten zu unterstützen, deren Politik ihren Interessen entspricht.

    Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters will Nvidia nun eine eigene PAC gründen, die sogenannte NVPAC. Mit der eigenen PAC, in der verschiedene Mitarbeiter des Chipentwicklers Gelder zusammenbringen können, geht Nvidia einen weiteren Schritt rund um politische Einflussnahme. Allein ist man damit längst nicht mehr, haben Firmen wie Microsoft, Meta und Google doch schon vor Jahren eigene Political Action Committees gegründet.


    Nvidia-Manager spendeten zuletzt groß an Republikaner

    Bisher ist unklar, welche Ziele Nvidia und seine Mitarbeiter mit der Gründung einer eigenen politischen Lobbyorganisation verfolgen. Allerdings gilt es als äußerst wahrscheinlich, dass man sich damit die Unterstützung verschiedener politischer Entscheidungsträger sichern will, während die Kritik an dem mit gigantischem Aufwand verfolgten Bau von zahllosen KI-Rechenzentren in vielen Regionen der USA immer lauter wird.

    Nvidia-Manager spenden regelmäßig durchaus üppige Summen zugunsten von US-Parteien. Zuletzt hatten die Manager Gavin Sherry und Sundeep Madra insgesamt 443.000 US-Dollar (etwa 411.000 Euro) an das Republican National Committee (RNC) gespendet, das den Wahlkampf diverser Vertreter der Republikanischen Partei finanziert, zu der auch US-Präsident Trump gehört.

    Nach Angaben von Bloomberg Government wird die Nvidia-eigene SuperPAC von Mitarbeitern finanziert, die jeweils bis zu 5000 Dollar (etwa 4600 Euro) in einen gemeinsamen Topf werfen wollen. Nvidia-Chef Jensen Huang pflegt enge Beziehungen zur aktuelle US-Regierung unter Trump, vor allem weil diese durch die Begünstigung des KI-Booms entscheidend dazu beiträgt, dass Nvidia zuletzt immer wieder Umsatzrekorde vermelden konnte.

    Zusammenfassung
    • Nvidia gründet laut Berichten ein eigenes Political Action Committee
    • Das NVPAC soll der politischen Einflussnahme des Unternehmens dienen
    • Angestellte können bis zu 5000 US-Dollar in den gemeinsamen Topf spenden
    • Andere Tech-Riesen wie Microsoft und Google nutzen schon länger PACs
    • Kritik an neuen KI-Rechenzentren dürfte ein Motiv für die Lobbyarbeit sein
    • Nvidia-Manager spendeten zuletzt hohe Summen an die US-Republikaner

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