YouTube bekommt Ärger wegen der Sperrung von Nutzerkonten

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) steht kurz davor, eine Untersuchung gegen YouTube abzuschließen. Die Videoplattform soll mit der Sperrung von Nutzerkonten gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen.
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    Unklare Regeln?

    Die Untersuchung läuft bereits seit dem vergangenen Jahr und befasst sich mit dem Umgang von YouTube mit Inhalten und Nutzerkonten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Plattform ihre eigenen Regeln konsequent eingehalten hat und ob Nutzer durch die veröffentlichten Richtlinien möglicherweise in die Irre geführt wurden.

    Konkret geht es unter anderem um Fälle, in denen Inhalte entfernt, in ihrer Reichweite eingeschränkt oder Nutzerkonten gesperrt wurden. Die FTC untersucht dabei offenbar, ob sich Nutzer aufgrund der veröffentlichten YouTube-Regeln für den Dienst entschieden haben, weil sie davon ausgingen, bestimmte Inhalte veröffentlichen zu dürfen. Wurden diese Beiträge später entfernt oder die zugehörigen Konten gesperrt, könnte dies aus Sicht der Behörde einen Verstoß gegen den Verbraucherschutz darstellen.


    Welche Nutzerkonten oder konkreten Fälle Gegenstand der Untersuchung sind, ist bislang nicht bekannt. Ebenso steht nicht fest, ob die FTC tatsächlich rechtliche Schritte einleiten wird. Untersuchungen der Behörde können auch ohne eine Klage oder andere Maßnahmen beendet werden. YouTube wurde bislang offiziell kein Fehlverhalten vorgeworfen.

    Die Ermittlungen werden laut Bloomberg von Juristen des Verbraucherschutzbüros der FTC geführt. Innerhalb der Behörde soll es allerdings auch Mitarbeiter geben, die eine Klage kritisch sehen und sich intern gegen ein entsprechendes Vorgehen ausgesprochen haben.

    FTC prüft Plattformen stärker

    Die Untersuchung fällt in eine Phase, in der FTC-Chef Andrew Ferguson die Kontrolle großer Online-Plattformen über Inhalte und deren Durchsetzung stärker in den Blick nimmt. Besonders die Frage, wie Unternehmen ihre Regeln zur Moderation und Meinungsäußerung anwenden, steht dabei im Fokus.

    Weder YouTube noch die FTC haben sich bisher offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Ein FTC-Sprecher erklärte gegenüber Bloomberg lediglich, dass Medienberichte oder durchgestochene Informationen laufende Ermittlungen und mögliche Gerichtsverfahren der Behörde nicht aufhalten würden. Sollte es tatsächlich zu einer Klage kommen, könnte der Fall damit grundsätzliche Fragen zum Verhältnis zwischen Plattformregeln und Verbraucherschutz in den USA aufwerfen.

    Zusammenfassung
    • Untersucht wird von der FTC die Sperrung von YouTube-Nutzerkonten
    • Es geht um mögliche Verstöße gegen geltende Verbraucherschutzgesetze
    • Die Plattform könnte Nutzer mit ihren Richtlinien irregeführt haben
    • Konkret geht es um gelöschte Inhalte und eingeschränkte Reichweiten
    • Innerhalb der US-Behörde gibt es jedoch auch Zweifel an einer Klage
    • Beide Parteien haben sich bislang nicht offiziell zum Fall geäußert

    Siehe auch:


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