Highlight
Irre Kühler-Mod per Kreissäge:
Bastler senkt GPU-Temperatur um 24 °C
Mit einem umfunktionierten CPU-Kühler entlockt ein Modder einer Geforce GTX 1080 Ti mehr Leistung und senkt die Temperatur massiv. Das Ergebnis des rabiaten Umbaus mit der Kreissäge sprengt jedoch jedes normale PC-Gehäuse.
So montierte der Bastler einen großen Dual-Tower-CPU-Kühler direkt auf die Platine verschiedener Modelle der Geforce-GTX-Serie. Ziel des Experiments war es, die thermischen Grenzen der Pascal-Architektur auszuloten und die Leistung durch eine optimierte Wärmeabfuhr zu steigern.
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Wie Tüftler TrashBench in seinem YouTube-Video dokumentiert, kam für den Umbau teils grobes Werkzeug zum Einsatz. So nutzte der Bastler unter anderem eine Kreissäge, um die originalen Aluminiumlamellen des Kühlers einer Geforce GTX 1070 abzutrennen. Dadurch legte er die Bodenplatte frei. Nach dem Bohren passender Löcher ließ sich ein wuchtiger Dual-Tower-Prozessorkühler samt drei 120-Millimeter-Lüftern direkt mit der Bodenplatte des Grafikkarten-Kühlkörpers verschrauben und das gesamte Konstrukt auf verschiedene GPUs setzen.
Die GTX 1080 Ti profitierte am meisten von der überdimensionierten Kühlung
Die größten thermischen Vorteile zeigten sich jedoch bei der Geforce GTX 1080 Ti. Das Modell weist eine reguläre Verlustleistung von 250 Watt auf. Mit dem aufgeschnallten Dual-Tower-Kühler verbrauchte die Karte 30 Watt weniger bei identischen Taktraten. Zudem fiel die Chiptemperatur um 24 Grad Celsius auf 32 Grad Celsius ab.
Der jetzige Umbau verdeutlicht, wie stark Grafikkarten von überdimensionierter Kühlung profitieren können. Geringere Temperaturen führen zu einem stabileren Boost-Takt und sogar einem geringeren Stromverbrauch. Demgegenüber stehen aber natürlich der vollständige Verlust der Garantie, das Risiko eines Defekts durch den Einsatz von schwerem Werkzeug und die fehlende Praxistauglichkeit für geschlossene Systeme. Wer aber eine alte GTX zu Hause im Schrank liegen hat, die Staub ansetzt, kann mit etwas Geschick noch einiges aus seiner alten Grafikkarte herausholen.
Würdet ihr für niedrigere Temperaturen und mehr Leistung bei eurer aktuellen Grafikkarte zur Säge greifen? Teilt eure Meinung und Erfahrungen zu solchen Extrem-Umbauten unten in den Kommentaren!
Siehe auch:
CPU-Kühler auf Geforce-Grafikkarte
Modder kommen immer wieder auf kreative Ideen, um die Kühlung ihrer Hardware anzupassen. Manchmal geht es dabei um reine Neugier, wie bei der Montage eines über einen Meter hohen aber erstaunlich effektiven Kühlkamins. Dann geht es manchmal auch nur um die Machbarkeit, wie bei einer mithilfe einer Eiswürfelmaschine gekühlten CPU. Und schließlich führen manche Veränderungen auch zu deutlich mehr Leistung, wie bei einem MacBook Neo mit Wasserkühlung. In einem neuen Fall hat ein Hardware-Modder nun eine weitere unkonventionelle Methode demonstriert, um die Betriebstemperaturen seiner Grafikkarten zu senken.So montierte der Bastler einen großen Dual-Tower-CPU-Kühler direkt auf die Platine verschiedener Modelle der Geforce-GTX-Serie. Ziel des Experiments war es, die thermischen Grenzen der Pascal-Architektur auszuloten und die Leistung durch eine optimierte Wärmeabfuhr zu steigern.
Auf YouTube ansehenWie Tüftler TrashBench in seinem YouTube-Video dokumentiert, kam für den Umbau teils grobes Werkzeug zum Einsatz. So nutzte der Bastler unter anderem eine Kreissäge, um die originalen Aluminiumlamellen des Kühlers einer Geforce GTX 1070 abzutrennen. Dadurch legte er die Bodenplatte frei. Nach dem Bohren passender Löcher ließ sich ein wuchtiger Dual-Tower-Prozessorkühler samt drei 120-Millimeter-Lüftern direkt mit der Bodenplatte des Grafikkarten-Kühlkörpers verschrauben und das gesamte Konstrukt auf verschiedene GPUs setzen.
Temperaturabfall und mehr Leistung
Die Messwerte zeigen deutliche Veränderungen. Bei einer Geforce GTX 1070 sank die Temperatur unter Last um 21 Grad Celsius auf 35 Grad Celsius. Gleichzeitig reduzierte sich die Leistungsaufnahme um 15 Watt. Der Takt stieg um knapp 200 MHz an, was zu einer sieben Prozent höheren Bildrate im Spiel Shadow of the Tomb Raider führte.
Die GTX 1080 Ti profitierte am meisten von der überdimensionierten Kühlung
Die größten thermischen Vorteile zeigten sich jedoch bei der Geforce GTX 1080 Ti. Das Modell weist eine reguläre Verlustleistung von 250 Watt auf. Mit dem aufgeschnallten Dual-Tower-Kühler verbrauchte die Karte 30 Watt weniger bei identischen Taktraten. Zudem fiel die Chiptemperatur um 24 Grad Celsius auf 32 Grad Celsius ab.
Hintergrund des Hardware-Bastlers
TrashBench ist für derartige Umbauten bekannt. In der Vergangenheit stattete er bereits eine Geforce GTX 960 mit einem Prozessorkühler aus. Zudem montierte er eine All-in-One-Wasserkühlung aus dem Serverbereich auf eine moderne Geforce RTX 3080.Der jetzige Umbau verdeutlicht, wie stark Grafikkarten von überdimensionierter Kühlung profitieren können. Geringere Temperaturen führen zu einem stabileren Boost-Takt und sogar einem geringeren Stromverbrauch. Demgegenüber stehen aber natürlich der vollständige Verlust der Garantie, das Risiko eines Defekts durch den Einsatz von schwerem Werkzeug und die fehlende Praxistauglichkeit für geschlossene Systeme. Wer aber eine alte GTX zu Hause im Schrank liegen hat, die Staub ansetzt, kann mit etwas Geschick noch einiges aus seiner alten Grafikkarte herausholen.
Würdet ihr für niedrigere Temperaturen und mehr Leistung bei eurer aktuellen Grafikkarte zur Säge greifen? Teilt eure Meinung und Erfahrungen zu solchen Extrem-Umbauten unten in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ein Modder hat einen massiven CPU-Kühler auf GTX-Grafikkarten montiert
- Für den rabiaten Umbau kam unter anderem eine Kreissäge zum Einsatz
- Bei der GTX 1070 sank die Temperatur unter Last um ganze 21 Grad
- Die Leistungsaufnahme der Grafikkarte verringerte sich um 15 Watt
- Bei der GTX 1080 Ti sank die Chiptemperatur sogar um ganze 24 Grad
Siehe auch:
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