Russland versucht erneut Telegram zu blockieren, Videos kaum nutzbar
Der ursprünglich aus Russland stammende Messenger Telegram wird dort derzeit von der staatlichen Kommunikations- und Zensurbehörde Roskomnadsor stark eingeschränkt. Natürlich geht es um regimekritische Inhalte, wobei Telegram zusätzlich neue Strafen drohen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters war es örtlichen Mitarbeitern zuletzt durchaus noch möglich, Telegram für den Versand von Nachrichten zu nutzen. Der Download von Videos sei aber stark verlangsamt, hieß es. Ob und welche weiteren Maßnahmen folgen sollen, ist bisher offen.
Telegram drohen nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti Strafen in Höhe von insgesamt bis zu 64 Millionen Rubel wegen der Weigerung, bestimmte Inhalte auch nach entsprechenden Aufforderungen staatlicher Stellen zu entfernen. Umgerechnet entspricht dies etwa 780.000 Euro. Derzeit laufen gleich mehrere derartige Strafverfahren gegen die Betreiber des Diensts.
Der Messenger Telegram wird in Russland und der Ukraine gleichermaßen von zig Millionen Nutzern verwendet. Auch staatliche russische Stellen und die Regierung von Präsident Putin nutzen Telegram, um innerhalb von Sekunden eine Vielzahl von Usern zu erreichen.
Telegram wurde ursprünglich von dem aus Russland stammenden Entwickler Pawel Durow gegründet, der mittlerweile aber außerhalb des Landes lebt und sich auch international mit strafrechtlich relevanten Vorwürfen auseinandersetzen muss. Bereits seit dem letzten Sommer sind Telefon- und Videoanrufe über Telegram und WhatsApp in Russland oft nicht mehr möglich.
Im Dezember sperrten die russischen Behörden zudem Apples Video-Telefonie-App FaceTime, wobei die Einschränkungen bis heute erhalten geblieben sind. Als Grund für die Einschränkungen werden immer wieder Verstöße gegen russisches Recht genannt, darunter etwa die Verbreitung illegaler Inhalte oder die Nutzung zur Planung von terroristischen Aktivitäten.
Roskomnadsor und andere Behörden versuchen stattdessen, vor allem die in Russland entwickelte und praktisch staatlich geförderte Messenger-Lösung MAX als Alternative zu präsentieren. Kritiker gehen davon aus, dass die über MAX erfolgende Kommunikation leicht von staatlicher Seite überwacht und gegen die Nutzer verwendet werden könnte.
Siehe auch:
Neue Sperren gegen Telegram
Laut Berichten von Medien wie dem Portal RBC hat die staatliche russische Telekommunikationsaufsicht Roskomnadsor heute einmal mehr begonnen, den Betrieb von Telegram zu behindern. Es sei geplant, den Zugriff ab heute einzuschränken, so die russischen Quellen. Maßnahmen, mit denen die Übertragung von Daten bei der Nutzung von Telegram stark ausgebremst wird, hätten bereits begonnen.Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters war es örtlichen Mitarbeitern zuletzt durchaus noch möglich, Telegram für den Versand von Nachrichten zu nutzen. Der Download von Videos sei aber stark verlangsamt, hieß es. Ob und welche weiteren Maßnahmen folgen sollen, ist bisher offen.
Telegram drohen nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti Strafen in Höhe von insgesamt bis zu 64 Millionen Rubel wegen der Weigerung, bestimmte Inhalte auch nach entsprechenden Aufforderungen staatlicher Stellen zu entfernen. Umgerechnet entspricht dies etwa 780.000 Euro. Derzeit laufen gleich mehrere derartige Strafverfahren gegen die Betreiber des Diensts.
Der Messenger Telegram wird in Russland und der Ukraine gleichermaßen von zig Millionen Nutzern verwendet. Auch staatliche russische Stellen und die Regierung von Präsident Putin nutzen Telegram, um innerhalb von Sekunden eine Vielzahl von Usern zu erreichen.
Telegram wurde ursprünglich von dem aus Russland stammenden Entwickler Pawel Durow gegründet, der mittlerweile aber außerhalb des Landes lebt und sich auch international mit strafrechtlich relevanten Vorwürfen auseinandersetzen muss. Bereits seit dem letzten Sommer sind Telefon- und Videoanrufe über Telegram und WhatsApp in Russland oft nicht mehr möglich.
Im Dezember sperrten die russischen Behörden zudem Apples Video-Telefonie-App FaceTime, wobei die Einschränkungen bis heute erhalten geblieben sind. Als Grund für die Einschränkungen werden immer wieder Verstöße gegen russisches Recht genannt, darunter etwa die Verbreitung illegaler Inhalte oder die Nutzung zur Planung von terroristischen Aktivitäten.
Roskomnadsor und andere Behörden versuchen stattdessen, vor allem die in Russland entwickelte und praktisch staatlich geförderte Messenger-Lösung MAX als Alternative zu präsentieren. Kritiker gehen davon aus, dass die über MAX erfolgende Kommunikation leicht von staatlicher Seite überwacht und gegen die Nutzer verwendet werden könnte.
Zusammenfassung
- Russische Behörde Roskomnadsor schränkt Telegram-Nutzung stark ein
- Übertragung von Daten beim Messaging-Dienst wird gezielt ausgebremst
- Bis zu 64 Millionen Rubel Strafe wegen Nichtentfernung bestimmter Inhalte
- Trotz Einschränkungen nutzen auch staatliche russische Stellen den Dienst
- Russland fördert eigene Messenger-Alternative namens MAX
- Pawel Durow, Telegram-Gründer, lebt mittlerweile außerhalb Russlands
- Seit letztem Sommer sind Telefon- und Videoanrufe oft nicht möglich
Siehe auch:
- Neue Android-Malware klaut Inhalte aus Signal, WhatsApp und Telegram
- Russland schränkt Betrieb von WhatsApp und Telegram teilweise ein
- Telegram Messenger bekommt Integration von Musks KI-Chatbot Grok
- Telegram schließt Schwarzmärkte mit Milliarden-Dollar-Umsätzen
- Terrorgram: Viele Deutsche in rechtsterroristischen Telegram-Gruppen
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