Akkutausch bisher unmöglich:
EU zwingt Apple zu neuem Pencil

Eine neue Verordnung der Europäischen Union zwingt Apple beim Apple Pencil zu einem Umdenken. Ab dem Jahr 2027 müssen die Stifte mit einem austauschbaren Akku ausgestattet sein. Damit endet die Ära der verklebten und irreparablen Bauteile.
Apple, Ipad, Stylus, USB-C, Stift, USB Type-C, Apple Pencil, Pencil, Apple Pen
Apple

    EU-Gesetz erzwingt neues Design

    Im Frühjahr 2027 plant Apple die Einführung neuer iPad-Pro-Modelle und wird im Zuge dessen vermutlich auch sein Zubehör-Lineup überarbeiten. Der Fokus liegt dabei auf dem Apple Pencil, auch wenn das Ganze nicht ganz freiwillig passiert: Grund für die umfassenden Anpassungen ist eine Verordnung der Europäischen Union, die den Austausch von Batterien in Unterhaltungselektronik durch den Endverbraucher zwingend vorschreibt.

    Konkret handelt es sich um Artikel 11 der EU-Batterieverordnung, die im Februar 2027 endgültig in Kraft tritt. Bis dahin muss der kalifornische Konzern sicherstellen, dass die verbauten Akkus ohne großen Aufwand gewechselt werden können. Aktuelle Stifte des Unternehmens gelten aufgrund der starken Verklebung der internen Komponenten als irreparabel. Reparaturexperten bewerten die Geräte daher negativ, da sie bei einem Defekt der Batterie komplett entsorgt werden müssen.


    Zwei neue Modelle in Entwicklung

    Wie der Power-On-Newsletter von Bloomberg meldet, sollen sich derzeit zwei Varianten in der Entwicklung befinden. Das Modell mit dem internen Codenamen B582 stellt ein Update des günstigeren Apple Pencil mit USB-C-Anschluss dar. Die zweite Version, intern als B632 bezeichnet, löst den Apple Pencil Pro ab.

    Für die Ingenieure stellt die Vorgabe eine erhebliche Herausforderung dar. Bisher besteht das Gehäuse der Stifte aus einem nahtlosen Kunststoffzylinder ohne Schrauben oder offensichtliche Trennlinien. Um den Zugang zum Energiespeicher zu gewährleisten, müssen sie auf Klebstoffe verzichten und neue mechanische Verschlüsse integrieren. Eine mögliche Lösung könnte ein Zugang über die austauschbare Spitze des Stiftes sein.

    Vorteile für Nutzer und Umwelt

    Für Konsumenten bringt die Umstellung handfeste Vorteile mit sich. Anstatt bei einem nachlassenden Akku ein komplett neues Eingabegerät kaufen zu müssen, reicht künftig ein simpler Wechsel der Energiezelle. Das schont langfristig den Geldbeutel der Anwender und reduziert gleichzeitig den anfallenden Elektroschrott. Ein Nachteil könnte jedoch sein, dass mechanische Verschlüsse das bisher sehr kompakte Design verändern.

    Die Umsetzung des EU-Gesetzes betrifft jedoch nicht nur Eingabestifte. Das Unternehmen muss das Design zahlreicher weiterer Zubehörteile grundlegend überdenken, darunter kabellose In-Ear-Kopfhörer, Computermäuse und Tastaturen sowie Wearables und Smartwatches.

    Ob die neuen Stifte neben der verbesserten Reparierbarkeit weitere Funktionen erhalten, bleibt abzuwarten. Es ist durchaus möglich, dass der Fokus der kommenden Generation rein auf der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben liegt und technische Neuerungen in den Hintergrund rücken.

    Begrüßt ihr die strengeren EU-Vorgaben zum Akkutausch oder befürchtet ihr Nachteile beim Design der Geräte? Teilt eure Gedanken zu dem Thema gerne mit uns in den Kommentaren.

    Zusammenfassung
    • Eine neue EU-Verordnung verlangt ab Februar 2027 leicht wechselbare Akkus
    • Apple muss deshalb das Design der aktuellen Apple-Pencil-Modelle anpassen
    • Bisher sind die Gehäuse verklebt und die Stifte dadurch irreparabel
    • Laut Bloomberg-Bericht sind zwei neue, wartungsfreundliche Stifte geplant
    • Der Akkuwechsel soll ohne Klebeverbindungen mechanisch ermöglicht werden
    • Das schont künftig den Geldbeutel der Nutzer und reduziert Elektromüll
    • Weitere Geräte wie die AirPods oder Mäuse müssen ebenfalls angepasst werden

    Siehe auch:
    Jetzt einen Kommentar schreiben


    Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
    Tipp einsenden
    ❤ WinFuture unterstützen
    Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!