Apple steckt weitere 30 Mrd. $ in Produktion von Chips in den USA

Apple investiert 30 Milliarden Dollar in eine Zusammenarbeit mit Broadcom. Mit dem Geld soll sichergestellt werden, dass Chips für verschiedene Produkte in den USA entwickelt und gefertigt werden können.
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    Funk-Chips aus heimischer Fertigung

    Apple will zukünftig mehr Chips aus US-amerikanischer Produktion beziehen. Die Vereinbarung fügt sich entsprechend in die langfristige Strategie des Konzerns ein, die Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern zu verringern und weniger von Produzenten in Asien abhängig zu sein.

    Im Mittelpunkt des Abkommens stehen Funkchips, die für die drahtlose Kommunikation von Geräten benötigt werden. Sie sorgen dafür, dass iPhones, iPads und andere Produkte Verbindungen über WLAN, Mobilfunknetze oder Bluetooth herstellen können. Nach Angaben Apples sollen im Rahmen der Vereinbarung rund 15 Millionen Chips in den USA gefertigt werden.


    Broadcom plant dafür Investitionen von 1,5 Milliarden Dollar in den Ausbau und die Modernisierung seiner Produktionsanlagen in Fort Collins im Bundesstaat Colorado. Die neue Partnerschaft ist Teil von Apples bereits angekündigtem "American Manufacturing Program", mit dem der Konzern insgesamt 600 Milliarden Dollar investieren und weitere Teile seiner Lieferkette sowie fortschrittliche Fertigung in die USA zurückholen will.

    Neben wirtschaftlichen Erwägungen spielen dabei auch geopolitische Faktoren eine wichtige Rolle. Apple ist bei den Prozessoren für iPhones, iPads und Macs bislang in erheblichem Maße auf die Fertigung in Taiwan angewiesen. Eine breitere geografische Aufstellung der Zulieferkette soll das Unternehmen widerstandsfähiger gegen politische Spannungen und mögliche Lieferengpässe machen.

    Preise steigen

    Zudem belasten höhere Zölle die Kosten des Konzerns. Apple zufolge führen sie zu zusätzlichen Ausgaben in Milliardenhöhe pro Quartal. Konzernchef Tim Cook hatte bereits im Juni erklärt, Preiserhöhungen bei Apple-Produkten seien angesichts der deutlich gestiegenen Kosten für Speicher- und Massenspeicherchips kaum noch zu vermeiden. Zwar versuche das Unternehmen, die Mehrbelastungen möglichst nicht an die Kundschaft weiterzugeben, doch die Entwicklung sei auf Dauer nicht tragbar.

    Erst im vergangenen Monat war zudem ein weiteres milliardenschweres Abkommen bekannt geworden: Apple will Chips aus US-Produktion von Intel beziehen. Die jüngste Vereinbarung mit Broadcom unterstreicht damit den Kurs des Unternehmens, seine Lieferketten stärker auf den US-Standort auszurichten und die heimische Chipfertigung auszubauen.

    Zusammenfassung
    • Apple investiert 30 Mrd. Dollar in US-Chipfertigung mit Broadcom
    • Fokus liegt auf Funkchips für WLAN, Mobilfunk und Bluetooth
    • Broadcom investiert 1,5 Mrd. Dollar in Fort Collins, Colorado
    • Apple hat bereits Abkommen mit Intel über US-Chips abgeschlossen
    • Ziel ist Verringerung der starken Abhängigkeit von Taiwan
    • Zölle belasten Apple mit Milliardenkosten pro Quartal

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