Nach tödlichem Angriff: Bahn startet versprochene Bodycams im IC/ICE
Nach einem tödlichen Angriff im Frühjahr rüstet der größte deutsche Verkehrskonzern, die Deutsche Bahn, sein Personal auf. Tausende Angestellte im Fernverkehr erhalten ab sofort kleine Kameras an der Uniform, um Konflikte zu entschärfen und Beweise zu sichern.
Die Geräte wurden bislang nur im Regionalverkehr eingesetzt und zeigten laut internen Auswertungen positive Effekte. Künftig können auch Zugbegleiter, Beschäftigte in der Bordgastronomie sowie Mitarbeiter an Lounge-Empfängen Kameras an der Dienstkleidung tragen. Die Nutzung ist freiwillig, was von Arbeitnehmervertretern begrüßt wird.
Die Kameras sollen durch ihre sichtbare Präsenz deeskalierend wirken und das Sicherheitsgefühl des Personals stärken. Eine flächendeckende Nutzung ist wegen der Freiwilligkeit jedoch nicht gewährleistet. Zudem bieten sie keinen Schutz vor spontanen Gewaltausbrüchen.
Der Angriff auf den Mitarbeiter Serkan Calar wird derzeit vor dem Landgericht Zweibrücken verhandelt. Ein Urteil wird für den 9. Juli erwartet.
Was haltet ihr von Bodycams im Zugverkehr? Fühlt ihr euch als Fahrgast dadurch sicherer oder überwiegen Datenschutzbedenken? Schreibt uns eure Sicht der Dinge in die Kommentare!
Siehe auch:
Reaktion auf tödlichen Angriff
Anfang Februar wurde ein Zugbegleiter bei einem gewaltsamen Übergriff im Regionalverkehr getötet. Als Reaktion stattet der bundeseigene Konzern schrittweise rund 2000 Beschäftigte im Fernverkehr mit Körperkameras aus. Damit setzt die Bahn eine Ankündigung von Konzernchefin Evelyn Palla um, die den Einsatz für Mitarbeiter mit Kundenkontakt zugesagt hatte.Die Geräte wurden bislang nur im Regionalverkehr eingesetzt und zeigten laut internen Auswertungen positive Effekte. Künftig können auch Zugbegleiter, Beschäftigte in der Bordgastronomie sowie Mitarbeiter an Lounge-Empfängen Kameras an der Dienstkleidung tragen. Die Nutzung ist freiwillig, was von Arbeitnehmervertretern begrüßt wird.
Prävention und Beweissicherung
Nach Angaben der Deutschen Bahn werden die Teilnehmer vor dem Einsatz geschult. Vermittelt werden rechtliche Grundlagen, Datenschutzvorgaben und die Bedienung der Technik. Ziel ist es, Gewalttaten zu verhindern und Vorfälle rechtssicher zu dokumentieren. Die Aufnahmen werden verschlüsselt auf internen Servern gespeichert.Die Kameras sollen durch ihre sichtbare Präsenz deeskalierend wirken und das Sicherheitsgefühl des Personals stärken. Eine flächendeckende Nutzung ist wegen der Freiwilligkeit jedoch nicht gewährleistet. Zudem bieten sie keinen Schutz vor spontanen Gewaltausbrüchen.
Aktionsplan und Prozess
Die Einführung ist Teil eines Aktionsplans, den der Konzern gemeinsam mit Bund, Ländern und Gewerkschaften erarbeitet hat. Hintergrund ist eine steigende Zahl von Übergriffen auf Fahrpersonal. Neben den Kameras sind bundesweit 200 zusätzliche Sicherheitskräfte vorgesehen. Zudem wird ein unauffälliger Notrufknopf zur direkten Alarmierung der Leitstelle entwickelt.Der Angriff auf den Mitarbeiter Serkan Calar wird derzeit vor dem Landgericht Zweibrücken verhandelt. Ein Urteil wird für den 9. Juli erwartet.
Was haltet ihr von Bodycams im Zugverkehr? Fühlt ihr euch als Fahrgast dadurch sicherer oder überwiegen Datenschutzbedenken? Schreibt uns eure Sicht der Dinge in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Bahn rüstet Personal im Fernverkehr mit Bodycams gegen Gewalt aus
- Insgesamt zweitausend Kameras für Zugbegleiter und Servicepersonal
- Die freiwillige Nutzung soll deeskalierend wirken und Sicherheit erhöhen
- Geschulte Mitarbeiter nutzen Geräte zur Prävention und Beweissicherung
- Zusätzliche Sicherheitskräfte und Notrufknöpfe ergänzen den Schutzplan
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