Quantensensor für GPS-freie Navigation soll Erdmagnetfeld messen
Ein neuer Quantensensor im Format einer Milchpackung könnte bald die Art verändern, wie wir navigieren. Ein kanadisches Startup schickt seine Technik mit SpaceX ins All, um das Erdmagnetfeld neu zu vermessen und uns unabhängiger von GPS-Signalen zu machen.
Das World Magnetic Model ist eine räumliche Darstellung des Erdmagnetfelds. Da sich das Feld ständig verschiebt, sind regelmäßige Aktualisierungen unerlässlich. Bislang verließ man sich auf große Satelliten, deren Technik langsam veraltet. Um Abhilfe zu schaffen, rief die National Geospatial-Intelligence Agency die MagQuest-Challenge ins Leben. Gesucht werden Technologien, die ab 2030 die Erhebung der Daten sichern.
Wie Interesting Engineering berichtet, wurde der milchpackungsgroße Sensor am Goddard Space Flight Center der NASA getestet. Ingenieure der Raumfahrtbehörde prüften die Hardware ausgiebig. Im Vergleich zu bisherigen Methoden, die oft massive Infrastruktur erfordern, verspricht der Ansatz von SBQuantum eine kontinuierliche Überwachung der Feldlinien mit hoher Präzision. Spire Global stellt die Satellitenplattform und die Bodenstationen bereit.
Das World Magnetic Model existiert seit vielen Jahrzehnten und wird gemeinsam von den Vereinigten Staaten und Großbritannien gepflegt. Es ist für Smartphone-Kompass-Apps ebenso wichtig wie für die Flugroutenplanung. Da die magnetischen Pole der Erde aktuell mit etwa 40 bis 50 Kilometern pro Jahr Richtung Sibirien wandern, müssen Ingenieure das Modell alle fünf Jahre anpassen.
SBQuantum ist eines von drei Teams in der finalen Phase des MagQuest-Wettbewerbs. Die Behörde stellte jedem Finalisten 1,55 Millionen Dollar (etwa 1,34 Millionen Euro) zur Verfügung. Die Ergebnisse der Testphase sollen im Herbst vorliegen und die künftige Strategie der Datenerhebung beeinflussen. Das Startup kooperiert zudem mit der Europäischen Weltraumorganisation und erforscht den Einsatz der Sensoren in unbemannten Fahrzeugen.
Seht ihr in der magnetischen Navigation eine Alternative zum etablierten GPS? Welche Vorteile erwartet ihr im Alltag durch die Quantentechnologie? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
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Quanten-Navigation startet ins All
Am kommenden Sonntag, den 29. März 2026, wird eine Falcon-9-Rakete von SpaceX bei der Transporter-16-Mission eine neue und durchaus besondere Nutzlast in den Orbit befördern. Das kanadische Unternehmen SBQuantum bringt zusammen mit Spire Global ein Quanten-Diamant-Magnetometer in eine niedrige Erdumlaufbahn. Ziel der Mission ist es, präzise Daten für das World Magnetic Model zu sammeln, das als Rückgrat für Navigationssysteme weltweit dient.Das World Magnetic Model ist eine räumliche Darstellung des Erdmagnetfelds. Da sich das Feld ständig verschiebt, sind regelmäßige Aktualisierungen unerlässlich. Bislang verließ man sich auf große Satelliten, deren Technik langsam veraltet. Um Abhilfe zu schaffen, rief die National Geospatial-Intelligence Agency die MagQuest-Challenge ins Leben. Gesucht werden Technologien, die ab 2030 die Erhebung der Daten sichern.
Wie Interesting Engineering berichtet, wurde der milchpackungsgroße Sensor am Goddard Space Flight Center der NASA getestet. Ingenieure der Raumfahrtbehörde prüften die Hardware ausgiebig. Im Vergleich zu bisherigen Methoden, die oft massive Infrastruktur erfordern, verspricht der Ansatz von SBQuantum eine kontinuierliche Überwachung der Feldlinien mit hoher Präzision. Spire Global stellt die Satellitenplattform und die Bodenstationen bereit.
Sicherheit ohne GPS-Signale
Ein entscheidender Vorteil der magnetischen Navigation liegt in ihrer Ausfallsicherheit. Während klassische GPS-Signale gestört werden können - ein Szenario, das in der elektronischen Kriegsführung zunimmt -, bietet das Erdmagnetfeld eine schwer manipulierbare Referenz. Das ist für militärische Zwecke relevant, aber auch für die zivile Luftfahrt und autonome Systeme, die ohne Satelliten sicher navigieren müssen.Das World Magnetic Model existiert seit vielen Jahrzehnten und wird gemeinsam von den Vereinigten Staaten und Großbritannien gepflegt. Es ist für Smartphone-Kompass-Apps ebenso wichtig wie für die Flugroutenplanung. Da die magnetischen Pole der Erde aktuell mit etwa 40 bis 50 Kilometern pro Jahr Richtung Sibirien wandern, müssen Ingenieure das Modell alle fünf Jahre anpassen.
SBQuantum ist eines von drei Teams in der finalen Phase des MagQuest-Wettbewerbs. Die Behörde stellte jedem Finalisten 1,55 Millionen Dollar (etwa 1,34 Millionen Euro) zur Verfügung. Die Ergebnisse der Testphase sollen im Herbst vorliegen und die künftige Strategie der Datenerhebung beeinflussen. Das Startup kooperiert zudem mit der Europäischen Weltraumorganisation und erforscht den Einsatz der Sensoren in unbemannten Fahrzeugen.
Seht ihr in der magnetischen Navigation eine Alternative zum etablierten GPS? Welche Vorteile erwartet ihr im Alltag durch die Quantentechnologie? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Kanadisches Startup SBQuantum entwickelt einen neuen Quantensensor
- Der Sensor hat die Größe einer Milchpackung und misst Magnetfelder
- Start mit SpaceX-Falcon-9-Rakete ist für den 29. März 2026 geplant
- Ziel ist die Aktualisierung des World Magnetic Model für Navigation
- Magnetische Navigation bietet Ausfallsicherheit gegenüber GPS-Störungen
- Die magnetischen Pole wandern jährlich bis zu 50 Kilometer nach Sibirien
- SBQuantum ist Finalist des MagQuest-Wettbewerbs mit 1,55 Millionen Dollar
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