Peinlicher Rückruf: Tesla vergisst bei 14.500 Model Y einen Aufkleber

Tesla muss erneut Fahrzeuge in die Werkstatt rufen. Bei über 14.500 Exemplaren des Model Y fehlt womöglich ein wichtiges Detail an der Karosserie. Obwohl es sich um kein gravierendes Sicherheitsproblem handelt, steht der Autobauer erneut in keinem guten Licht da.
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Peinlicher Fehler beim Model Y

Tesla ist nicht unerfahren, wenn es um Rückrufe geht. Neben dem Cybertruck, der zuletzt wegen abfallender Räder in die Werkstatt musste, hatte das Unternehmen über die Jahre mehrere große Aktionen mit einmal 130.000 und dann sogar 362.000 Autos gestartet. Nun ist es erneut so weit.

Wie dem Unternehmen von Elon Musk jetzt aufgefallen ist, verließen zwischen November 2025 und April 2026 14.575 Elektrofahrzeuge der Baureihe Model Y das Werk im kalifornischen Fremont, bei denen möglicherweise ein essenzielles Detail fehlt. Ein Zertifizierungsaufkleber, der Auskunft über das zulässige Gesamtgewicht gibt, wurde während der Produktion offenbar bei etlichen Fahrzeugen nicht angebracht.


Obwohl das Fehlen eines einfachen Etiketts zunächst kein direktes Sicherheitsrisiko darstellt und banal klingt, zwingen die Vorgaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA das Unternehmen zum Handeln. Ohne Angaben zur maximalen Zuladung an der Fahrertür besteht die Gefahr, dass Besitzer das Fahrzeug unwissentlich überladen. Ein zu hohes Gewicht kann das Fahrverhalten verschlechtern, Reifen überlasten oder den Bremsweg gefährlich verlängern.

Kamera-Werkzeug versagte

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sind bislang keine Unfälle auf das Problem zurückzuführen. Die Ursache für den Fehler liegt wohl in der Qualitätskontrolle der Fabrik. Ein automatisiertes Kamera-Werkzeug, das die Anwesenheit der Aufkleber prüfen sollte, arbeitete über Monate hinweg anscheinend unzuverlässig. Erst Mitte April fiel der Defekt bei einer Endkontrolle auf.

Tesla geht davon aus, dass das Label bei etwa 45 Prozent der zurückgerufenen Fahrzeuge tatsächlich fehlt. Inzwischen prüfen Mitarbeiter die betroffenen Stellen am Band wieder manuell. Für den Autobauer ist es ein peinlicher Vorfall. Zudem lässt sich das Problem nicht wie gewohnt über ein Software-Update beheben. Kunden müssen mit ihrem Fahrzeug ein Service-Center aufsuchen.

Nicht das erste Mal

Ein Vorteil für die Besitzer ist, dass der Werkstattbesuch nur wenige Minuten dauert und kostenlos ist. Dennoch bedeutet die Aktion für Teslas Netzwerk einen enormen logistischen Aufwand. Bereits im Jahr 2019 hatte der Hersteller mit einem identischen Problem beim Model 3 zu kämpfen. Damals blieb der Fehler in der Produktion jedoch auf wenige Tage beschränkt und blieb nicht wie jetzt ein halbes Jahr unbemerkt.

Um einen Skandal handelt es sich nicht. Dennoch könnte es einige Tesla-Besitzer beunruhigen, dass Fehler in der Produktion erst nach einem halben Jahr auffallen. Auch wenn die Sicherheit der Model-Y-Besitzer durch den Fehler nicht unmittelbar gefährdet wird, ist es ein Vorfall, der Tesla und seine Qualitätskontrollen erneut nicht im besten Licht dastehen lässt.

Was denkt ihr über diesen kuriosen Rückruf? Ist das Fehlen der Aufkleber nicht der Rede wert oder das Symptom eines größeren Problems bei Tesla? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Tesla ruft 14.575 Model Y zurück - wichtiger Aufkleber fehlt
  • Fehlende Gewichtsangabe kann Überladung und Gefahr verursachen
  • Produktionsfehler blieb ein halbes Jahr unbemerkt in Teslas Werk in Fremont
  • Automatisiertes Kamera-System zur Qualitätskontrolle versagte über Monate
  • Betroffen sind etwa 45 Prozent der zurückgerufenen Model-Y-Fahrzeuge
  • Identisches Problem gab es bereits 2019 beim Model 3 in der Produktion
  • Teslas Qualitätskontrolle versagt - Kundenvertrauen könnte leiden

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