Tesla Full Self-Driving: Fahrer umgehen Überwachung mit Puppenköpfen

Ein strengeres Software-Update sollte die Überwachung im Tesla eigentlich sicherer machen. Doch findige Fahrer hebeln den Autopiloten nun mit billigen Kunststoffköpfen aus. Die sturen Figuren gaukeln der Innenraumkamera falsche Aufmerksamkeit vor.
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Gefährlicher Trick im Tesla

Chinesische Besitzer von Tesla-Fahrzeugen hebeln derzeit die Sicherheitsvorkehrungen des Fahrassistenzsystems Autopilot aus. Mit kleinen Kunststoff- bzw. Puppenköpfen, die am Rückspiegel befestigt werden, täuschen sie der Innenraumkamera eine aufmerksame Person vor. Das System wertet die Attrappen als echte Personen am Steuer, die fokussiert nach vorne blickt, wodurch die Fahrenden den Blick von der Straße abwenden können.

Die Methode gewann in China an Beliebtheit, nachdem der Automobilhersteller im vergangenen Jahr per Software-Update strengere Überwachungsrichtlinien einführte. Zuvor nutzten viele Fahrer Lenkradgewichte, um den Drehmomentsensor zu betrügen. Nun analysiert die Kamera detailliert die Augenbewegungen und die Kopfhaltung. Sie lässt sich jedoch durch die starr nach vorne gerichteten Figuren überlisten. Dadurch nutzen Fahrzeuginsassen die Zeit für Smartphones oder Mahlzeiten.

Von Puppen bis zu Displays

Wie das Magazin Wired berichtet, ist um die Täuschungsobjekte ein lukrativer Nischenmarkt entstanden. Auf E-Commerce-Plattformen werden die Figuren für umgerechnet etwa neun bis 34 Euro verkauft. Häufig handelt es sich um Miniatur-Nachbildungen von Prominenten, darunter dem Schauspieler Dwayne Johnson alias The Rock. Verkäufer bewerben das Zubehör teils als fehlerfrei funktionierende Lösung für Modelle wie den Cybertruck oder das Model 3.

Neben einfachen Puppenköpfen kommen auch Wackelbilder oder kleine Bildschirme zum Einsatz. Die Displays spielen Videos in Dauerschleife ab, die blinzelnde Augen und natürliche Kopfbewegungen simulieren. Ein anonymer Nutzer erklärte, er sei mit einer solchen Figur rund 30 Minuten gefahren, ohne eine einzige Warnung des Systems zu erhalten. Währenddessen habe er Sonnenblumenkerne gegessen und sich dabei gefilmt.

Fahrassistenzsysteme wie Full Self-Driving, kurz FSD, erfordern jederzeit die volle Aufmerksamkeit der Person am Steuer. Die Software agiert nicht autonom und kann in komplexen Verkehrssituationen folgenschwere Fehler machen. Experten warnen, dass das Umgehen der Überwachung zu einer gefährlichen Selbstüberschätzung führt. Das Vorgehen birgt erhebliche Risiken für alle Verkehrsteilnehmer.

Was meint ihr zu dem riskanten Trend? Sollten Hersteller die Überwachung verschärfen oder liegt die Verantwortung beim Fahrer? Teilt eure Gedanken mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Tesla-Fahrer in China überlisten die Innenraumkamera mit kleinen Puppenköpfen
  • Ein Software-Update analysiert nun Augenbewegungen statt nur das Lenkrad
  • Auf Online-Plattformen werden spezielle Attrappen von Prominenten verkauft
  • Kleine Displays simulieren blinzelnde Augen für eine warnungsfreie Fahrt
  • Experten warnen vor Lebensgefahr durch Selbstüberschätzung der Technologie
  • Durch die Täuschung nutzen Insassen ihre Zeit für Smartphones oder Mahlzeiten

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