Windows 11: Neuer "SecureBoot"-Ordner nach April-Update ist harmlos

Microsoft hat im Zuge der Auslieferung der üblichen allmonatlichen Updates für Windows 10 und Windows 11 zum Patch-Day Anfang April einen neuen Ordner mit dem Namen "SecureBoot" hinzugefügt, der wohl manche User verunsichert.
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SecureBoot-Ordner Teil des Zertifikat-Austauschs

Wer seinen PC mit Windows 10 oder 11 im Rahmen des Patch-Days Anfang April 2026 aktualisiert hat, stolpert vielleicht über den neuen Ordner "SecureBoot", der im Windows-Verzeichnis aufgetaucht ist. Verschwörungstheorien brauchen deshalb aber nicht aufkommen, denn offenbar ist der Ordner vollkommen harmlos.

In seinen Informationen zum April-Patch-Day hat Microsoft offenbar mit einem Update auf Nachfragen verunsicherter Anwender reagiert. Die dort laut DeskModder vor Kurzem erfolgte Aktualisierung erklärt, was es mit dem SecureBoot-Ordner auf sich hat. Dieser enthält laut Microsoft lediglich eine Ladung Beispielskripte, mit denen IT-Admins in Firmen und anderen Organisationen die Auffrischung der SecureBoot-Zertifikate auf ihren Systemen automatisieren können.


Experte rät zum Ignorieren

Der Ordner belegt bisher nur rund ein halbes Megabyte an Speicherplatz und dürfte in den meisten Fällen bedenkenlos entfernt werden können. Kollege und Experte Dr. Windows rät allerdings dazu, den Ordner als Privatanwender einfach zu ignorieren, um so möglichen Problemen bei der in Zukunft mit einem späteren Update eventuell erfolgenden Entfernung vorzubeugen.

Für normale Anwender ist der Ordner ohnehin nicht relevant. Microsoft nutzt ihn lediglich, um IT-Administratoren ihr Leben ein wenig zu erleichtern, während sie am derzeit laufenden Austausch der SecureBoot-Zertifikate arbeiten. Eigentlich stehen schon seit 2023 aktualisierte Zertifikate bereit, doch mit dem bevorstehenden Auslaufen der seit 2011 gültigen alten Zertifikate in diesem Sommer bekommt das Thema derzeit etwas Dringlichkeit.

Dies hat Microsoft offenbar dazu bewegt, seinen professionellen Kunden etwas unter die Arme zu greifen, indem man die im "SecureBoot"-Ordner enthaltenen Informationen direkt auf Abermillionen Geräte lädt. Mehr Details zum derzeit laufenden Austausch der Zertifikate haben wir hier zusammengefasst.
Zusammenfassung
  • Nach dem April-Update tauchte ein neuer SecureBoot-Ordner auf
  • Er enthält Beispielskripte für IT-Administratoren zum Zertifikataustausch
  • Der Ordner ist harmlos und belegt nur etwa ein halbes Megabyte
  • Alte SecureBoot-Zertifikate aus 2011 laufen diesen Sommer ab
  • Normalen Anwendern wird geraten, den Ordner einfach zu ignorieren
  • Microsoft hat die Skripte auf Millionen von Geräten verteilt

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