Trump blamiert sich in Livestream mit wirren Aussagen über Krypto

Donald Trump hat sein neuestes Projekt vorgestellt: eine Krypto-Firma. Dass er von der Materie keine Ahnung hat, bewies er während eines Livestreams. Wie gewöhnlich versuchte er seinen Mangel an Expertise aber mit großen Worten und grenzenlosem Selbstlob zu übermalen.
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Trump stellt sein neuestes Unternehmen vor

Donald Trump ist für seine markanten Aussagen bekannt. Nicht selten steckt hinter den provozierenden und reißerischen Sprüchen allerdings wenig Substanz. Oft versucht der ehemalige Präsident, seine fehlende Expertise mit großen und komplizierten Worten zu übermalen. Worte, deren Bedeutung er selbst oft nicht versteht. So macht es zumindest häufig den Eindruck.

Ebenso war es nun auch während eines Interviews, das Trump in einem Livestream auf X gab. Darin ging es unter anderem um das neue Unternehmen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten: Ein Krypto-Geschäft. Ziel des Projekts mit dem Namen "World Liberty Financial" ist der Beschreibung auf dem dazugehörigen X-Profil zufolge die "Masseneinführung von Stablecoin".


Aussagen beweisen völlige Ahnungslosigkeit

Was das allerdings genau bedeuten soll, konnte Trump in beinahe zweieinhalb Stunden nicht wirklich erklären. Vermutlich aus dem Grund, da er es selbst nicht genau weiß. Die von ihm getätigten Aussagen machten zudem auf beinahe satirische Weise offensichtlich, dass er praktisch keine Ahnung von Krypto oder seinem neuen Unternehmen hat. Sätze wie "Nun, es geht um Krypto, KI und einige andere Dinge" machten dies recht deutlich.

Neben Trump selbst sind auch seine Söhne Barron, Eric und Donald Trump Jr. Teil des Unternehmens. Auch von ihnen hat sich bisher noch keiner als Krypto-Experte hervorgetan. Barron sei laut Trump aber ein echter Enthusiast: "Er hat vier Krypto-Wallets oder so. [...] Er kennt sich mit diesem Thema bestens aus." Infografik: Die wichtigsten Kryptobörsen der Welt nach HandelsvolumenDie wichtigsten Kryptobörsen der Welt nach Handelsvolumen

Fragwürdige Mitstreiter

Wie die New York Times berichtet, sind auch die weiteren Mitstreiter eher kuriose Gestalten. Chase Herro, der wohl als eine Art Berater mit im Boot sitzt, ist ebenfalls ein relativ unbeschriebenes Blatt, was Kryptowährungen angeht. Er bezeichnete Stablecoin aber als "die größte Erfindung seit geschnittenem Brot" und sich selbst als den "Drecksack des Internets".

Zachary Folkman, der in der gleichen Funktion wie Herro auftritt, hatte in der Vergangenheit das Unternehmen "Date Hotter Girls" gegründet, bei dem er Männern im Rahmen von Seminaren beibrachte, "Frauen von Schönheit und Qualität anzuziehen, sich mit ihnen zu verabreden und sie zu halten".

Von Bescheidenheit keine Spur

Trotz der rundum mangelnden Expertise hielt man sich nicht dabei zurück, allen Beteiligten in einem zum Projekt gehörigen Whitepaper 'professionell' klingende Titel zu verleihen. So werden Donald Trumps Söhne als "DeFi-Visionär" bzw. "Web3-Botschafter" aufgeführt. (DeFi steht für "Decentralized Finance"). Donald Trump selbst hält hingegen den Titel "Oberster Krypro-Advokat". Man kann es sich nicht ausdenken.

Diese Bezeichnung ist besonders absurd, führt man sich vor Augen, dass Trump noch bis in jüngerer Vergangenheit ein harter Gegner von jeglicher Kryptowährung war, wie ein Post auf X belegt, in dem er davon spricht, dass Bitcoin und Co. keinen Wert hätten.

Trump wird auf X zerrissen

Nach dem Livestream meldeten sich etliche Nutzer wie Journalist Aaron Rupar zu Wort und amüsierten sich über das Projekt und Trumps wirre Aussagen. Vermutlich werden sich trotz der enorm vielen Warnsignale einige Menschen finden, die ihr Geld im Rahmen des Projekts investieren. Bleibt nur zu hoffen, dass sich nicht allzu viele Altersvorsorge und College-Fonds in Luft auflösen.

Zusammenfassung
  • Trump stellt neues Krypto-Unternehmen vor, ohne Fachwissen zu zeigen
  • Livestream offenbart Trumps mangelndes Verständnis für Krypto-Themen
  • Projekt "World Liberty Financial" zielt auf Masseneinführung von Stablecoin
  • Trump und Söhne ohne nachgewiesene Krypto-Kenntnisse im Unternehmen
  • Zweifelhafte Partner wie Chase Herro und Zachary Folkman involviert
  • Trump als "Oberster Krypto-Advokat" in offiziellen Dokumenten aufgeführt
  • Öffentliche Reaktionen spotten über Trumps unklare Aussagen im Livestream

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