Hoffen auf Begnadigung: Krypto-Betrüger schleimt sich bei Trump ein
Der inhaftierte frühere Chef der Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, ist plötzlich voll des Lobes gegenüber dem US-Präsidenten Donald Trump. Wahrscheinlich erhofft er sich dadurch Chancen, per Begnadigung vorzeitig aus dem Gefängnis zu kommen.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich der frühere Krypto-Milliardär positiv über den Präsidenten äußert. Bereits zuvor hatte er unter anderem niedrigere Benzinpreise Trumps Wirken zugeschrieben. Weiterhin sei die US-Börsenaufsicht SEC durch personelle Veränderungen "gerettet" worden. Die Neubesetzung der Behörde habe den Druck auf Kryptofirmen reduziert und Konflikte zwischen Aufsichtsbehörden verringert, so seine Darstellung.
In den USA ist es nicht ungewöhnlich, dass Präsidenten auch bei Finanzdelikten Begnadigungen aussprechen. Trump selbst hatte in der Vergangenheit mehrfach von diesem Recht Gebrauch gemacht, auch in prominenten Fällen aus dem Umfeld der Digitalwirtschaft. Beobachter vermuten daher, dass Bankman-Frieds öffentliche Unterstützung entsprechende Motive haben könnte.
Parallel dazu läuft die Abwicklung seines einstigen Firmenimperiums weiter. Der FTX Recovery Trust kündigte in dieser Woche an, rund 2,2 Milliarden Dollar an Gläubiger auszuschütten. Im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens könnten viele Anspruchsgruppen damit einen Großteil ihrer Verluste zurückerhalten.
Währenddessen bleibt Bankman-Fried in Haft und kommuniziert nur indirekt mit der Öffentlichkeit. Seine Anwälte hatten im Februar einen neuen Prozess beantragt, was von der Staatsanwaltschaft abgelehnt wurde. Seine jüngsten Äußerungen deuten jedoch darauf hin, dass er auch außerhalb des Gerichtssaals Einfluss auf sein weiteres Schicksal nehmen will.
Siehe auch:
Tweeten aus dem Knast
Der wegen Betrugs zu 25 Jahren Haft verurteilte Unternehmer äußerte sich in einem aktuellen Beitrag auf der Plattform X unter anderem zustimmend zu Trumps Militärschlägen gegen den Iran. Die Nachricht wurde dabei über einen Vermittler verfasst und erfolgte im Rahmen der erlaubten Gefängniskommunikation, berichtete das US-Magazin Coindesk. Die Angriffe seien notwendig gewesen, um nukleare Risiken einzudämmen, und hätten die militärischen Fähigkeiten des Landes deutlich geschwächt, schrieb Bankman-Fried.Es ist nicht das erste Mal, dass sich der frühere Krypto-Milliardär positiv über den Präsidenten äußert. Bereits zuvor hatte er unter anderem niedrigere Benzinpreise Trumps Wirken zugeschrieben. Weiterhin sei die US-Börsenaufsicht SEC durch personelle Veränderungen "gerettet" worden. Die Neubesetzung der Behörde habe den Druck auf Kryptofirmen reduziert und Konflikte zwischen Aufsichtsbehörden verringert, so seine Darstellung.
In den USA ist es nicht ungewöhnlich, dass Präsidenten auch bei Finanzdelikten Begnadigungen aussprechen. Trump selbst hatte in der Vergangenheit mehrfach von diesem Recht Gebrauch gemacht, auch in prominenten Fällen aus dem Umfeld der Digitalwirtschaft. Beobachter vermuten daher, dass Bankman-Frieds öffentliche Unterstützung entsprechende Motive haben könnte.
Parallel dazu läuft die Abwicklung seines einstigen Firmenimperiums weiter. Der FTX Recovery Trust kündigte in dieser Woche an, rund 2,2 Milliarden Dollar an Gläubiger auszuschütten. Im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens könnten viele Anspruchsgruppen damit einen Großteil ihrer Verluste zurückerhalten.
Folgen noch immer spürbar
Die Folgen des FTX-Zusammenbruchs aus dem Jahr 2022 sind jedoch weiterhin spürbar. Millionen Kunden verloren damals den Zugriff auf ihre Gelder, das Vertrauen in den Kryptomarkt erlitt einen schweren Schlag. Kurse brachen ein, Unternehmen gingen insolvent, und Aufsichtsbehörden verschärften ihre Kontrollen deutlich. Der Fall gilt bis heute als warnendes Beispiel für Risiken in der Branche.Währenddessen bleibt Bankman-Fried in Haft und kommuniziert nur indirekt mit der Öffentlichkeit. Seine Anwälte hatten im Februar einen neuen Prozess beantragt, was von der Staatsanwaltschaft abgelehnt wurde. Seine jüngsten Äußerungen deuten jedoch darauf hin, dass er auch außerhalb des Gerichtssaals Einfluss auf sein weiteres Schicksal nehmen will.
Zusammenfassung
- FTX-Gründer Bankman-Fried lobt Trump, um eine Begnadigung zu erreichen
- Er wurde wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt
- Bankman-Fried unterstützte Trumps Militärschläge gegen den Iran auf X
- Er lobte auch niedrigere Benzinpreise und Reformen der Börsenaufsicht
- Der FTX Recovery Trust schüttet rund 2,2 Milliarden Dollar an Gläubiger aus
- Der FTX-Zusammenbruch im Jahr 2022 erschütterte den gesamten Kryptomarkt
- Seine Anwälte beantragten im Februar erfolglos einen neuen Prozess
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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