Windows 11 Update: Versteckte Funktionen bald "nativ" aktivieren

Microsoft plant eine wichtige Änderung für das Windows Insider Programm. Eine neue Einstellungsseite soll es Testern bald ermöglichen, versteckte Funktionen per Knopfdruck freizuschalten, ohne auf externe Tools zurückgreifen zu müssen.
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Neue Kontrolle für Windows 11

Microsoft führt in kommenden Vorabversionen von Windows 11 eine neue Einstellungsseite namens Feature Flags ein. Teilnehmer des Windows Insider Programms sollen damit experimentelle Funktionen manuell aktivieren oder deaktivieren können.

Entdeckt hat das Phantom of Earth und seine Kenntnisse dazu nun bei X geteilt. Der Konzern reagiert damit auf Kritik aus der Test-Community, die neue Funktionen bislang oft nur verzögert ausprobieren konnte.

Bisher verteilt Microsoft neue Funktionen über das System Controlled Feature Rollout (CFR). Damit lassen sich Updates gestaffelt ausrollen und bei Problemen schnell stoppen. Für die finale Windows-11-Version ist das ein Schutzmechanismus, im Insider-Programm sorgte das gestaffelte Vorgehen jedoch für Unmut. Viele Tester wollen Neuerungen unmittelbar prüfen, statt wochenlang auf die Freischaltung zu warten.

Das Ende von externen Tools?

Um diese Beschränkungen zu umgehen, nutzten technisch versierte Anwender bislang Drittprogramme wie ViVeTool. Wie der phantomofearth berichtet, sind erste Hinweise auf die neue Einstellungsseite in der Insider-Build 26.300.8155 zu sehen. Das Menü unter Windows Update ist noch inaktiv, deutet aber die geplante Richtung an. ViVeTool griff bisher auf tiefere Systemvariablen zu, um versteckte Funktionen freizuschalten.

Die neue Lösung vereinfacht den Zugriff, weil keine kryptischen Befehle in der Kommandozeile mehr nötig sind. Zugleich dürfte Microsoft über die Feature Flags nur Funktionen anbieten, die bereits eine gewisse Stabilität erreicht haben. Sehr frühe Entwicklungsstände könnten weiterhin verborgen bleiben. Für einen Zugriff auf solche versteckten Bereiche wäre externe Software weiterhin erforderlich.


Hintergrund zum Insider Programm

Das Windows-Insider-Programm existiert seit 2014 und wurde ursprünglich für Windows 10 gestartet. Seitdem hat sich die Art, wie Microsoft Rückmeldungen sammelt, mehrfach verändert. A/B-Tests, bei denen nur ein Teil der Nutzer eine Funktion erhält, sind heute gängige Praxis in der Softwareentwicklung, entsprachen aber nicht immer den Erwartungen der freiwilligen Tester.

Ein früherer Ansatz mit einer Seite für experimentelle Funktionen blieb laut internen Kreisen auf geschlossene Testläufe beschränkt. Die aktuelle Umsetzung wirkt reif für die Veröffentlichung und könnte in den kommenden Tagen offiziell vorgestellt werden. Damit erhalten Nutzer wieder mehr Kontrolle darüber, welche neuen Funktionen sie auf ihrem System ausprobieren wollen.

Nutzt ihr das Insider-Programm von Windows 11 und freut euch auf die neuen Schalter? Teilt eure Gedanken zu der Änderung gerne unten in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Microsoft plant eine neue Einstellungsseite namens Feature Flags
  • Insider-Tester können versteckte Funktionen per Knopfdruck freischalten
  • Bisher nutzten versierte Anwender externe Tools wie das ViVeTool
  • Das gestaffelte Ausrollen neuer Funktionen sorgte für Unmut bei Testern
  • Erste Hinweise finden sich bereits in der Insider-Build 263008155
  • Kryptische Befehle in der Kommandozeile werden künftig überflüssig
  • Sehr frühe Entwicklungsstände könnten weiterhin verborgen bleiben

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