Chinesische Schläferzellen in vielen Telekom-Backbones gefunden
Ein wahrscheinlich staatlich unterstützter Angreifer mit Verbindungen nach China hat sich weltweit tief in zentralen Telekommunikations-Infrastrukturen eingenistet. Ziel sei ein langfristiger und unbemerkter Zugang zu kritischen Netzwerken.
Die eingesetzten Werkzeuge deuten jedoch klar auf strategische Spionage hin, auch mit Blick auf Regierungsnetze. Die Angriffe seien so konzipiert, dass sie nicht nur einmalig eindringen, sondern dauerhaft in den betroffenen Systemen verbleiben und dort als eine Art versteckte Infrastruktur fungieren.
Im Zentrum der Operation steht die Schadsoftware BPFdoor. Diese nutzt Funktionen des Berkeley-Packet-Filters, um Netzwerkverkehr direkt im Betriebssystemkern zu überwachen. Die Backdoor bleibt dabei passiv und reagiert ausschließlich auf speziell präparierte Datenpakete. Erst wenn ein bestimmtes Muster erkannt wird, öffnet sich ein versteckter Zugang zum System.
Die Angreifer verschafften sich darüber zunächst Zugang über öffentlich erreichbare Anwendungen oder kompromittierte Benutzerkonten. Dabei wurden unter anderem Systeme von Cisco, Fortinet, VMware und Palo Alto Networks ins Visier genommen. Anschließend installierten sie weitere Werkzeuge zur Ausweitung ihrer Kontrolle, darunter Frameworks zur Fernsteuerung und Programme zum Abgreifen von Zugangsdaten.
Laut Rapid7 zielen die Angriffe nicht primär auf einzelne Server, sondern auf die grundlegenden Systeme, die Telekommunikationsnetze betreiben, darunter physische Server, cloudbasierte Container-Plattformen und Signalisierungsprotokolle. Der Bericht reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein: Bereits 2024 hatten US-Behörden vor Aktivitäten der Gruppe Volt Typhoon gewarnt, die sich langfristig in kritischen Infrastrukturen positioniert hatte.
Siehe auch:
Angreifer unbekannt
Dabei kommen besonders schwer erkennbare Schadprogramme zum Einsatz, die direkt im Kernel von Systemen verankert sind, heißt es in einem aktuellen Bericht des IT-Sicherheitsunternehmens Rapid7. Nach Angaben der Experten handelt es sich um eine bislang keiner bekannten Advanced-Persistent-Threat-Gruppe (APT) eindeutig zugeordnete Kampagne.Die eingesetzten Werkzeuge deuten jedoch klar auf strategische Spionage hin, auch mit Blick auf Regierungsnetze. Die Angriffe seien so konzipiert, dass sie nicht nur einmalig eindringen, sondern dauerhaft in den betroffenen Systemen verbleiben und dort als eine Art versteckte Infrastruktur fungieren.
Im Zentrum der Operation steht die Schadsoftware BPFdoor. Diese nutzt Funktionen des Berkeley-Packet-Filters, um Netzwerkverkehr direkt im Betriebssystemkern zu überwachen. Die Backdoor bleibt dabei passiv und reagiert ausschließlich auf speziell präparierte Datenpakete. Erst wenn ein bestimmtes Muster erkannt wird, öffnet sich ein versteckter Zugang zum System.
Die Angreifer verschafften sich darüber zunächst Zugang über öffentlich erreichbare Anwendungen oder kompromittierte Benutzerkonten. Dabei wurden unter anderem Systeme von Cisco, Fortinet, VMware und Palo Alto Networks ins Visier genommen. Anschließend installierten sie weitere Werkzeuge zur Ausweitung ihrer Kontrolle, darunter Frameworks zur Fernsteuerung und Programme zum Abgreifen von Zugangsdaten.
Raffinierte Backdoor
Besonders auffällig ist die technische Raffinesse neuer Varianten von BPFdoor: Die Aktivierungssignale sind inzwischen in scheinbar normalen HTTPS-Datenverkehr eingebettet und so gestaltet, dass sie präzise an einer bestimmten Stelle im Datenstrom erkannt werden. Zusätzlich kombinieren die Angreifer Verschlüsselung, Tarnmechanismen auf Anwendungsebene und spezielle Kommunikationskanäle, um moderne Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.Laut Rapid7 zielen die Angriffe nicht primär auf einzelne Server, sondern auf die grundlegenden Systeme, die Telekommunikationsnetze betreiben, darunter physische Server, cloudbasierte Container-Plattformen und Signalisierungsprotokolle. Der Bericht reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein: Bereits 2024 hatten US-Behörden vor Aktivitäten der Gruppe Volt Typhoon gewarnt, die sich langfristig in kritischen Infrastrukturen positioniert hatte.
Zusammenfassung
- Chinesische Angreifer nisteten sich in Telekom-Infrastrukturen weltweit ein
- Schadsoftware BPFdoor nutzt den Berkeley-Packet-Filter im Systemkern
- Die Backdoor bleibt passiv und reagiert nur auf präparierte Datenpakete
- Systeme von Cisco, Fortinet, VMware und Palo Alto wurden angegriffen
- Aktivierungssignale werden in normalem HTTPS-Datenverkehr versteckt
- Angriffe zielen auf grundlegende Systeme der Telekommunikationsnetze ab
- Bereits 2024 warnten US-Behörden vor ähnlichen Volt-Typhoon-Aktivitäten
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