Krypto-Chaos: FTX-Nachlassverwalter fordern Milliarden von Binance
Die Abwicklung der Kryptobörse FTX bringt immer neue Vorgänge ans Tageslicht: Die Nachlassverwalter des zusammengebrochenen Unternehmens haben jetzt Klage gegen die Kryptobörse Binance und deren ehemaligen Chef Changpeng Zhao eingereicht.
Wie in der Klageschrift geschildert wird, verkaufte Binance zusammen mit Zhao und weiteren Beteiligten seine 20-Prozent-Beteiligung an FTX sowie 18,4 Prozent von West Realm Shires, dem US-Geschäft der Kryptobörse, zurück an FTX. Die Nachlassverwaltung behauptet nun, der Aktienrückkauf sei durch FTX Tochterfirma Alameda Research finanziert worden - und zwar mit einem Mix aus den hauseigenen Token der beiden Börsen sowie dem Dollar-gebundenen Stablecoin von Binance.
Laut der Klageschrift sei Alameda zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits insolvent gewesen und hätte sich den Rückkauf eigentlich nicht leisten können. Die Nachlassverwaltung bezeichnet das Geschäft daher als "konstruktive betrügerische Transaktion", die zwischen FTX-Mitbegründer Sam Bankman-Fried und Binance vereinbart worden sei. Bankman-Fried, der nach dem Kollaps der Börse und Veruntreuung von Kundengeldern in einem parallelen Verfahren bereits zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde, habe mit diesem Deal eine finanzielle Schieflage verschleiert.
FTX, das früher einen Wert von 32 Milliarden Dollar hatte, brach 2022 zusammen, nachdem es massive Kundenabzüge nicht mehr bewältigen konnte, was einen Markteinbruch in der Kryptobranche auslöste.
Die FTX-Nachlassverwaltung wirft Zhao außerdem eine Beteiligung am Zusammenbruch des Konkurrenzangebotes vor. Dieser soll über eine Reihe von "falschen und irreführenden Tweets" einen Ansturm auf FTX ausgelöst zu haben, der letztlich zum Untergang der Börse führte. Am 6. November 2022 hatte Zhao auf X, vormals Twitter, die Liquidation des FTX-Tokens FTT angekündigt und dies als "Risikomanagement nach dem Ausstieg" bezeichnet.
Siehe auch:
"Betrügerischer Deal"
Im Rahmen dessen fordern sie mindestens 1,76 Milliarden Dollar zurück, wie der US-Sender CNBC berichtet. Laut FTX geht es bei der Sache um ein Aktienrückkaufgeschäft, das man aus heutiger Perspektive als einen "betrügerischen Deal" bewertet. Die fragliche Transaktion fand demnach im Jahr 2021 statt.Wie in der Klageschrift geschildert wird, verkaufte Binance zusammen mit Zhao und weiteren Beteiligten seine 20-Prozent-Beteiligung an FTX sowie 18,4 Prozent von West Realm Shires, dem US-Geschäft der Kryptobörse, zurück an FTX. Die Nachlassverwaltung behauptet nun, der Aktienrückkauf sei durch FTX Tochterfirma Alameda Research finanziert worden - und zwar mit einem Mix aus den hauseigenen Token der beiden Börsen sowie dem Dollar-gebundenen Stablecoin von Binance.
Laut der Klageschrift sei Alameda zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits insolvent gewesen und hätte sich den Rückkauf eigentlich nicht leisten können. Die Nachlassverwaltung bezeichnet das Geschäft daher als "konstruktive betrügerische Transaktion", die zwischen FTX-Mitbegründer Sam Bankman-Fried und Binance vereinbart worden sei. Bankman-Fried, der nach dem Kollaps der Börse und Veruntreuung von Kundengeldern in einem parallelen Verfahren bereits zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde, habe mit diesem Deal eine finanzielle Schieflage verschleiert.
Ist Zhao schuld?
Binance wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, die Klage sei "unbegründet" und man werde sich entschieden dagegen wehren. Die Auseinandersetzung ist das jüngste Kapitel in einer Reihe von Konflikten zwischen den einst größten Namen der Krypto-Branche, die seit dem Zusammenbruch von FTX und dem damit verbundenen Vertrauensverlust in der Branche öffentlich ausgetragen werden.FTX, das früher einen Wert von 32 Milliarden Dollar hatte, brach 2022 zusammen, nachdem es massive Kundenabzüge nicht mehr bewältigen konnte, was einen Markteinbruch in der Kryptobranche auslöste.
Die FTX-Nachlassverwaltung wirft Zhao außerdem eine Beteiligung am Zusammenbruch des Konkurrenzangebotes vor. Dieser soll über eine Reihe von "falschen und irreführenden Tweets" einen Ansturm auf FTX ausgelöst zu haben, der letztlich zum Untergang der Börse führte. Am 6. November 2022 hatte Zhao auf X, vormals Twitter, die Liquidation des FTX-Tokens FTT angekündigt und dies als "Risikomanagement nach dem Ausstieg" bezeichnet.
Zusammenfassung
- FTX-Nachlassverwalter verklagen Binance und Ex-Chef Changpeng Zhao
- Forderung von mindestens 1,76 Milliarden Dollar für 'betrügerischen Deal'
- Streitpunkt: Aktienrückkaufgeschäft zwischen Binance und FTX im Jahr 2021
- Vorwurf: Alameda Research finanzierte Rückkauf trotz Insolvenz
- Binance weist Anschuldigungen zurück und will sich gegen Klage wehren
- FTX brach 2022 nach massiven Kundenabzügen zusammen
- Zhao soll durch irreführende Tweets Ansturm auf FTX ausgelöst haben
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