Stealth oder Schrott? F-35 muss nach iranischem Beschuss notlanden

Die F-35A der US-Luftwaffe gilt für Radarsysteme als fast unsichtbar. Doch moderne Infrarotsensoren des Iran konnten den Tarnkappenjet nun erfassen und bei einem Einsatz beschädigen. Dem Piloten gelang gerade noch eine sichere Notlandung.
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U.S. Air Force Photo

F-35A nach Einsatz beschädigt

Ein Kampfflugzeug vom Typ F-35A der US-Luftwaffe musste gestern nach einer Kampfmission über dem Iran eine Notlandung auf einem regionalen US-Stützpunkt durchführen. Nach aktuellen Informationen wurde der Tarnkappenjet durch iranisches Bodenfeuer beschädigt, konnte jedoch sicher zur Basis zurückkehren. Der Pilot überstand den Vorfall unverletzt.

Militärsprecher des US Central Command bestätigten den Zwischenfall und kündigten eine Untersuchung an, um den Hergang zu klären. Das zeigt die technischen Herausforderungen der modernen Luftkriegsführung. Denn die F-35A bleibt zwar für klassische Radarsysteme nahezu unsichtbar, moderne Luftabwehrsysteme nutzen aber oft passive Infrarotsensoren.

Gefahr durch Passivsensoren

Diese wärmesuchenden Systeme emittieren keine eigene Strahlung. Dadurch schlagen die Radarwarnsysteme im Cockpit oft erst sehr spät an. Der Pilot erhält somit keine rechtzeitige Vorwarnung vor dem Anflug des Projektils. Ganz klar ist der Hergang des Vorfalls noch nicht, der US-Sender CNN berichtet aber, dass interne Militärkreise fest von einem feindlichen Treffer ausgehen.


Es ist der erste bestätigte direkte Beschuss eines US-Flugzeugs durch iranische Kräfte seit Beginn der Kampfhandlungen Ende Februar. Das Modell gilt als technisches Rückgrat der US- und auch anderer westlicher Luftstreitkräfte. Der Stückpreis liegt bei über 100 Millionen US-Dollar.

Ingenieure von Lockheed Martin entwarfen die Maschine ursprünglich im Rahmen des Joint-Strike-Fighter-Programms als vielseitiges Waffensystem. Die Entwicklung begann bereits in den frühen Neunzigerjahren, heute nutzen zahlreiche NATO-Staaten das Flugzeug. Die aktuelle Version verfügt über komplexe Sensorik, die Daten aus verschiedenen Quellen für den Piloten fusioniert.

Mobile Luftabwehr im Fokus

Die Luftverteidigung im Iran operiert trotz der massiven US-Luftschläge weiterhin mit mobilen Einheiten. Diese stellen für Piloten ein hohes Risiko dar, da sie auch nach der Zerstörung stationärer Radarstationen voll operativ bleiben. Die Untersuchung soll nun klären, welches spezifische Waffensystem zum Einsatz kam und ob taktische Anpassungen notwendig sind.

Bisherige Flugzeugverluste der USA in dem Konflikt waren primär auf andere Ursachen zurückzuführen. So gingen vor wenigen Tagen drei Kampfflugzeuge vom Typ F-15 durch Eigenbeschuss einer verbündeten Einheit aus Kuwait verloren. Zudem stürzte ein Tankflugzeug vom Typ KC-135 im Irak ab.

Glaubt ihr, dass die Gefahr durch passive Sensoren für Kampfflugzeuge weiter zunimmt? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Eine F-35A der US-Luftwaffe musste nach iranischem Beschuss notlanden
  • Der Tarnkappenjet wurde durch iranisches Bodenfeuer beschädigt
  • Passive Infrarotsensoren können Stealth-Jets trotz Tarnung erfassen
  • Radarwarnsysteme im Cockpit schlagen bei solchen Angriffen zu spät an
  • Es ist der erste bestätigte Beschuss eines US-Jets durch den Iran
  • Irans mobile Luftabwehreinheiten bleiben trotz Luftschlägen operativ
  • Drei F-15-Kampfjets gingen zuvor durch Eigenbeschuss aus Kuwait verloren

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