Gestrandete F-35B hebt nach 39 unfreiwilligen Tagen in Indien ab

Ein britischer topmoderner F-35B-Kampfjet war 39 Tage lang am Flughafen von Thiruvananthapuram in Indien gestrandet, nachdem er bei schlechtem Wetter notlanden musste. Nach Reparaturen ist das 110-Millionen-Dollar-Flugzeug endlich wieder abgehoben.

Gestrandeter Kampfjet hebt nach 39 Tagen ab

Ein britischer F-35B Lightning II Kampfjet der Royal Navy ist nach 39 Tagen am Flughafen Thiruvananthapuram in Kerala, Indien, endlich wieder in die Luft aufgestiegen. Das über 110 Millionen US-Dollar teure Flugzeug hatte am 14. Juni eine Notlandung eingelegt, nachdem es bei schlechtem Wetter nicht auf dem Flugzeugträger HMS Prince of Wales landen konnte.

Das Flugzeug ist nun auf dem Weg nach Darwin in Australien, wo es sich voraussichtlich wieder seinem Trägerverband anschließen wird. Die HMS Prince of Wales nimmt derzeit an der achtmonatigen Operation Highmast teil und führt gemeinsam mit Verbündeten Übungen im Mittelmeer, Nahen Osten und Indo-Pazifik durch.
F-35Den lokalen Tourismus freute die Aufmerksamkeit
Wie die BBC berichtete, entwickelte sich der gestrandete Jet während seiner unfreiwilligen Pause zu einer lokalen Berühmtheit und zum Gegenstand zahlreicher Memes in den sozialen Medien. Ursprünglich war das Flugzeug wegen ungünstiger Wetterbedingungen und Treibstoffmangel zur Notlandung gezwungen, entwickelte dann aber zusätzlich ein Hydraulikproblem.

Zunächst versuchte ein Team der Royal Navy vom Träger aus, das Problem zu beheben, scheiterte jedoch. Daraufhin wurde ein 14-köpfiges Spezialistenteam aus Großbritannien eingeflogen, das am 7. Juli in Indien eintraf. Die komplexe Reparatur dauerte dabei deutlich länger als ursprünglich erwartet.

Die F-35B Lightning II gehört zu den modernsten Kampfjets der Welt und ist für ihre Stealth-Fähigkeiten sowie die Möglichkeit zu kurzen Starts und vertikalen Landungen (STOVL) bekannt. Das Flugzeug ist eine von drei Varianten der F-35-Familie und wurde speziell für den Einsatz auf Flugzeugträgern und kurzen Landebahnen entwickelt. Die Kosten für eine F-35B liegen bei etwa 115,5 Millionen Dollar.

Von Memes und Parkgebühren

Während der langen Reparaturzeit wurde das Flugzeug zum Gegenstand von Witzen, nachdem Bilder der "einsamen F-35B" im Monsunregen viral gingen. Ein satirischer Post schlug vor, das Flugzeug verdiene die indische Staatsbürgerschaft, da es lange genug im Land gewesen sei. Die Tourismusbehörde von Kerala schaltete sich mit dem Slogan "Kerala, das Reiseziel, das Sie nie verlassen wollen" in den Spaß ein.

Weniger amüsant dürften die Parkgebühren sein: Die Airports Authority of India berechnete täglich zwischen 15.000 und 20.000 Rupien (etwa 180 bis 240 Euro) sowie zusätzliche Landegebühren zwischen 100.000 und 200.000 Rupien (etwa 1200 bis 2400 Euro). Bei einem 39-tägigen Aufenthalt summieren sich diese Kosten auf einen beträchtlichen Betrag.

Technische Herausforderungen der F-35B

Das Hydrauliksystem der F-35 gilt als Weiterentwicklung gegenüber älteren Flugzeugtypen und setzt auf neue Technologien wie elektrohydrostatische Aktuatoren für bessere Überlebensfähigkeit und Wartbarkeit. Dennoch benötigen einige Systeme wie die Rollsteuerungsdüsen im STOVL-Modus weiterhin traditionelle Hydrauliksysteme. Das genaue Problem am gestrandeten Jet ist allerdings nicht öffentlich bekannt gegeben worden.

Was haltet ihr von solchen technischen Pannen bei modernsten Kampfjets? Teilt eure Meinung zu den Herausforderungen moderner Militärtechnik in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Britischer F-35B-Kampfjet nach 39 Tagen Zwangsaufenthalt in Indien gestartet
  • Notlandung am 14. Juni in Thiruvananthapuram wegen schlechtem Wetter
  • 110-Millionen-Dollar-Jet entwickelte nach Landung ein Hydraulikproblem
  • 14-köpfiges Spezialistenteam aus Großbritannien führte komplexe Reparaturen durch
  • Gestrandeter Jet wurde in sozialen Medien zur lokalen Berühmtheit
  • Tägliche Park- und Landegebühren von bis zu 2640 Euro fielen während Standzeit an
  • Flugzeug setzt Reise nach Darwin fort, um sich einem Trägerverband anzuschließen

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