Britischer F-35-Konkurrent erstmals gezeigt, soll 2027 abheben

Großbritannien hat erstmals das Design seines Combat Air Flying Demonstrators enthüllt. Dazu teilte man mit, dass das Testflugzeug wichtige Technologien für den künftigen Kampfjet des Global Combat Air Programme erproben und bereits 2027 abheben soll.
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BAE Systems

Erstes Bild des britischen Kampfjet-Demonstrators

BAE Systems hat in Zusammenarbeit mit dem britischen Verteidigungsministerium das erste Bild des UK Combat Air Flying Demonstrator veröffentlicht. Der zweistrahlige Überschalljäger mit markanter Delta-Flügelkonfiguration soll innerhalb der nächsten drei Jahre seinen Erstflug absolvieren und damit das erste britische Kampfflugzeug dieser Art seit vier Jahrzehnten werden. Das Testflugzeug spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des künftigen Kampfjets im Rahmen des Global Combat Air Programme (GCAP).

Das enthüllte Design zeigt ein Flugzeug mit breitem Rumpf, das für interne Waffenschächte konzipiert wurde, sowie zwei vertikale Leitwerke. Die Nase des Demonstrators ähnelt frühen Konzeptmodellen des Tempest-Kampfjets. Besonders auffällig sind die kleinen Lufteinlässe, die vor internen geschwungenen Luftkanälen angeordnet sind - ein Designmerkmal, das die Radarsignatur des Flugzeugs reduzieren soll. Die gesamte Formgebung mit fließenden Übergängen zwischen Rumpf und Tragflächen unterstreicht den Fokus auf Tarnkappeneigenschaften.

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Wie die Royal Air Force mitteilte, befindet sich das Projekt bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Zwei Drittel des strukturellen Gewichts sind bereits in der Fertigung, wobei die Hauptstruktur, Flügel und Leitwerke in den BAE-Werken in Lancashire Gestalt annehmen. Richard Berthon, Direktor für Future Combat Air im britischen Verteidigungsministerium, zeigte sich "erfreut" über den Fortschritt: "Zum ersten Mal können die Menschen sehen, wie dieses hochmoderne Demonstrationsflugzeug aussehen wird, wenn es in die Lüfte steigt."

"Revolution" der Flugzeugentwicklung

Bei der Fertigung kommen modernste Technologien zum Einsatz. BAE Systems nutzt 3D-Druck, kollaborative Robotik, digitale Zwillinge und modellbasierte Systemtechnik, um die Entwicklungszeit und -kosten signifikant zu reduzieren. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die Größe und Komplexität der Bauteile dar. Paul Wilde, Leiter der Plattformlieferung bei BAE, erklärte: "Die Größe einiger Paneele ist wirklich beachtlich", und verwies speziell auf die oberen und unteren Flügelsektionen sowie eine von BAE gefertigte Rumpfhaut, die die größte einzelne Kohlefaserkomponente darstellt.

Ein weiterer technologischer Durchbruch ist der Einsatz eines isostatischen Heißpressverfahrens, mit dem komplexe Formen aus Titanpulver hergestellt werden können. Diese Methode erzielt laut Tony Godbold, dem Leiter der Future Combat Air Systems bei BAE, "eine Größenordnung an Einsparungen" gegenüber traditionellen Fertigungsmethoden. Allerdings bringt die innovative Herangehensweise auch Risiken mit sich, da viele der verwendeten Technologien bislang nicht in der Serienproduktion von Kampfflugzeugen erprobt wurden.

Obwohl das Flugzeug bisher nicht fertig ist, haben Testpiloten von BAE Systems, Rolls-Royce und der Royal Air Force bereits über 300 Flugstunden in einem speziell entwickelten Simulator absolviert. Diese virtuellen Testflüge ermöglichen es, das Flugsteuerungssystem bei komplexen Flugmanövern zu bewerten und wichtige Daten über das Handling und die Leistung des Jets zu sammeln - Jahre vor dem ersten tatsächlichen Flug.

Für den Antrieb werden zwei Eurojet-EJ200-Triebwerke sorgen, die aus dem Eurofighter Typhoon stammen und bereits von Rolls-Royce getestet wurden. Am Projekt sind neben BAE Systems und Rolls-Royce auch der Lenkwaffenspezialist MBDA sowie mehr als 100 weitere britische Unternehmen beteiligt.

Wegbereiter für das GCAP

Obwohl der Demonstrator kein Prototyp des künftigen GCAP-Kampfflugzeugs ist, das gemeinsam von Großbritannien, Italien und Japan entwickelt wird, spielt er eine wichtige Rolle bei der Risikominimierung für Technologien, die später in der operativen Plattform - dem Tempest - zum Einsatz kommen sollen. Der Demonstrator soll "bis Ende 2027 für den Erstflug bereit sein", wobei das genaue Datum später festgelegt wird, um den Lerneffekt und den Nutzen für das GCAP zu optimieren. Das GCAP-Programm zielt darauf ab, bis 2035 einen einsatzfähigen Kampfjet der sechsten Generation zu liefern.

Was haltet ihr vom Design des neuen britischen Kampfjet-Demonstrators? Glaubt ihr, dass Großbritannien mit diesem Projekt wieder an die Spitze der Luftfahrttechnologie vorstoßen kann? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Großbritannien enthüllt Design des Combat Air Flying Demonstrators
  • Testflugzeug soll bis Ende 2027 erstmals abheben und Tempest-Technologie testen
  • Tarnkappenfähiger Überschalljäger mit Delta-Flügeln und internen Waffenschächten
  • Innovative Fertigungsmethoden wie 3D-Druck und Heißpressverfahren im Einsatz
  • Zwei Eurojet-EJ200-Triebwerke aus dem Eurofighter sorgen für den Antrieb
  • Bereits 300 Simulatorstunden für Bewertung des Flugsteuerungssystems absolviert
  • Entwicklung im Rahmen des trinationalen Global Combat Air Programmes mit Japan und Italien

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