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Displaysparte verärgert: Samsung-Smartphones bald mit China-Panels

Die hohen Speicherpreise sorgen bei den Herstellern von Smart­phones und anderer Hardware für schrumpfende Margen. Samsung ergreift zur Kostensenkung nun eine drastische Maßnahme und kauft Millionen Displays für seine Geräte in China ein - und nicht bei der eigenen Displaysparte.
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Samsung

Samsung will um jeden Preis im Einkauf sparen

Samsung will offenbar im großen Stil Bildschirme für seine Mittelklasse-Smartphones von einem externen Hersteller aus China einkaufen, statt wie bisher auf die Unterstützung seiner konzerneigenen Sparte für die Fertigung von derartigen Displays zu setzen. Hintergrund ist der Wunsch, damit die Kosten für den Bau der fertigen Smartphones zu senken, um so eine höhere Gewinnmarge zu erzielen.

Laut eines Berichts des südkoreanischen Magazins The Elec will die MX-Sparte von Samsung (Mobile Experience) rund 15 Millionen OLED-Panels des chinesischen Herstellers China Star Optoelectronics Technology (CSOT) einkaufen, die in Geräten aus der Samsung Galaxy-A-Serie und angeblich sogar dem Galaxy S26 FE (Fan Edition) zum Einsatz kommen sollen.


CSOT ist der Display-Ableger des Samsung-Konkurrenten TCL und produziert in großem Stil LCD- und OLED-Panels für die Verwendung in Smartphones und anderen Geräten. Samsung bezieht die Displays für seine Mobilgeräte traditionell fast ausschließlich von der eigenen Konzernsparte Samsung Display, weshalb der Wechsel zu CSOT nun intern für einige Verstimmung gesorgt haben soll.

Angeblich will Samsung zunächst auf eine gemischte Lieferkette setzen, bei der ein Teil der in Geräten wie dem in Kürze erwarteten Galaxy A57 und der FE-Variante des S26 von CSOT stammen soll, während ein Teil auch aus Samsungs eigener Fertigung kommt. Die Mobilgerätesparte soll sich für diese Taktik entschieden haben, weil CSOT seine Panels günstiger anbieten kann als Samsung Display.

Konkret sollen die Kosten für die chinesischen Panels rund 20 Prozent niedriger ausfallen. Für Samsung Display ist der Schritt offenbar ein Schlag ins Gesicht, weshalb das Management bis zuletzt versucht haben soll, den Einkauf der Panels der TCL-Tochter zu verhindern. Ein Faktor bei der ganzen Sache ist aber auch, dass Samsungs Konzernsparten weitestgehend unabhängig agieren, schließlich werden viele Komponenten auch für externe Abnehmer gefertigt, darunter im Fall der Displaysparte bekanntermaßen auch Apple und diverse andere Smartphone-Hersteller.

Zusammenfassung
  • Samsung kauft rund 15 Millionen OLED-Panels vom chinesischen Hersteller CSOT
  • Chinesische Displays sind etwa 20 Prozent günstiger als eigene Panels
  • Die Panels sollen in Galaxy-A-Geräten und dem Galaxy S26 FE verbaut werden
  • CSOT ist der Display-Ableger des Samsung-Konkurrenten TCL aus China
  • Samsungs eigene Displaysparte ist über den externen Einkauf verärgert
  • Hohe Speicherpreise sorgen bei Smartphone-Herstellern für sinkende Margen
  • Samsung setzt zunächst auf eine gemischte Lieferkette beider Zulieferer

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