ARD und ZDF: Drei weitere Fernsehsender werden Ende 2026 eingestellt
ARD und ZDF setzen den Rotstift an und schalten Ende 2026 drei bekannte Fernsehsender ab. Die Reform zielt auf eine Bündelung der Kräfte und den Ausbau digitaler Inhalte. Wir fassen zusammen, wie das neue Angebot ab nächstem Jahr aussieht.
So werden drei lineare Sender aus dem Angebot von ARD und ZDF komplett eingestellt. Betroffen von der Maßnahme sind die Kanäle One, der Nachrichtensender tagesschau24 sowie der Bildungskanal ARD alpha. Hintergrund ist der Reformstaatsvertrag, der die Anstalten zur Reduzierung ihrer Ausspielwege und zu mehr Kooperation verpflichtet.
Wie ARD und ZDF in einer gemeinsamen Erklärung bekannt gaben, sollen die nutzungsstärksten Angebote in den Bereichen Information, Bildung und junge Erwachsene jedoch erhalten bleiben. Ziel ist es laut den Intendanten, spezifische Zielgruppen wirksam zu erreichen, ohne den publizistischen Wettbewerb einzuschränken. Dabei liegt die Federführung für die neuen Formate neo und info beim ZDF, während die ARD die Leitung für phoenix übernimmt.
Haltet ihr die Bündelung der Sender für einen sinnvollen Schritt zur Kostensenkung oder geht damit Programmvielfalt verloren? Wir sind gespannt auf eure Perspektiven. Schreibt es uns in die Kommentare!
Siehe auch:
Aus für drei Spartensender
Nachdem die Rundfunkeinnahmen von ARD und ZDF zuletzt auf über zehn Milliarden Euro gestiegen waren, fällt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab 2027 überraschend gering aus. Gleichzeitig treibt man die Umstrukturierung bei den Öffentlich-Rechtlichen voran. Nach der Einstellung mehrerer Radiosender wird zum Jahresende auch die deutsche Fernsehlandschaft übersichtlicher.So werden drei lineare Sender aus dem Angebot von ARD und ZDF komplett eingestellt. Betroffen von der Maßnahme sind die Kanäle One, der Nachrichtensender tagesschau24 sowie der Bildungskanal ARD alpha. Hintergrund ist der Reformstaatsvertrag, der die Anstalten zur Reduzierung ihrer Ausspielwege und zu mehr Kooperation verpflichtet.
Umbenennung weiterer Sender
Anstatt parallel konkurrierende Programme zu betreiben, setzen die Sendeanstalten in Zukunft zudem auf gemeinsame Schwerpunktangebote. Die Strategie sieht vor, bestehende Stärken zusammenzuführen und Doppelstrukturen abzubauen. So werden zusätzlich die bisherigen Marken ZDFneo und ZDFinfo in neue Kooperationsmodelle überführt. Sie firmieren ab Januar 2027 unter den neuen Namen "neo" sowie "info" von ARD und ZDF. Auch der Ereigniskanal phoenix wird inhaltlich und organisatorisch neu aufgestellt.Wie ARD und ZDF in einer gemeinsamen Erklärung bekannt gaben, sollen die nutzungsstärksten Angebote in den Bereichen Information, Bildung und junge Erwachsene jedoch erhalten bleiben. Ziel ist es laut den Intendanten, spezifische Zielgruppen wirksam zu erreichen, ohne den publizistischen Wettbewerb einzuschränken. Dabei liegt die Federführung für die neuen Formate neo und info beim ZDF, während die ARD die Leitung für phoenix übernimmt.
Aufgebot für 2027
Ein Detail der Umstrukturierung ist die Verteilung der Lasten im Rahmen des Reformstaatsvertrags. Während mit One, tagesschau24 und ARD alpha drei Sender entfallen, die ursprünglich aus dem ARD-Kosmos stammen, bleiben die Pendants des ZDF als Basis für die neuen Gemeinschaftsangebote bestehen. Parallel dazu wird die Reduzierung der ARD-Hörfunkwellen von aktuell 70 auf 53 vorangetrieben. Das Gesamtportfolio der gemeinsam veranstalteten Angebote setzt sich ab 2027 wie folgt zusammen:- phoenix: Information, Politik und Ereignisberichterstattung
- neo: Unterhaltung für junge Erwachsene
- info: Dokumentation und Wissen
- 3sat, arte, funk und KiKA: Kultur, Jugend und Kinder
Streaming statt linearer Ausstrahlung
Der Begriff "Sender" wird in der Kommunikation zudem zunehmend vom Wort "Angebot" verdrängt. Das deutet auf die Strategie hin, Inhalte zukünftig primär über Mediatheken und via Streaming zu verbreiten. Auch beim Kinderkanal KiKA steht perspektivisch eine rein digitale Zukunft im Raum, wenngleich eine Einstellung der linearen Verbreitung wohl erst für den Zeitraum bis 2033 angedacht ist.Haltet ihr die Bündelung der Sender für einen sinnvollen Schritt zur Kostensenkung oder geht damit Programmvielfalt verloren? Wir sind gespannt auf eure Perspektiven. Schreibt es uns in die Kommentare!
Zusammenfassung
- ARD und ZDF stellen Ende 2026 drei lineare Fernsehsender ein
- Betroffen sind die drei Kanäle One, tagesschau24 und ARD alpha
- Der Reformstaatsvertrag verpflichtet zur Reduzierung der Ausspielwege
- ZDFneo und ZDFinfo werden ab Januar 2027 zu neo und info umbenannt
- Die ARD-Hörfunkwellen werden von aktuell 70 auf 53 Programme reduziert
- Inhalte sollen künftig verstärkt über Mediatheken und Streaming laufen
- Beim Kinderkanal KiKA steht perspektivisch eine rein digitale Zukunft an
Siehe auch:
- ARD und ZDF: Rundfunkeinnahmen steigen auf über 10 Milliarden Euro
- Nur noch HD-Empfang: Vodafone schaltet ZDF-Sender in SD-Qualität ab
- ÖR-Reform: Massive Einschnitte für ARD und ZDF ab Dezember 2025
- Neu und modern: ZDF startet komplett überarbeitetes Streaming-Portal
- Rundfunkbeitrag 2025: ARD und ZDF ziehen vors Verfassungsgericht
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