Völlig unerwartet: Sony schließt hochgelobtes PlayStation-Studio

Sony schließt völlig überraschend das Studio hinter dem Remake von Demon's Souls und entlässt die rund 70 Entwickler. Zuletzt hatte man wohl kein Vertrauen mehr in die Arbeit und die Ideen der Kreativen, die auch an God of War: Ragnarök beteiligt waren.
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Sony schließt überraschend God-of-War-Studio

Sony muss momentan viele seiner ursprünglichen Pläne für die PlayStation überarbeiten. So kommt die PS6 wohl erst 2029 und die Speicherkrise zwingt das Unternehmen nach eigener Ansicht dazu, Spiele teurer zu machen, um die Einnahmen stabil zu halten. Finanzielle Gründe sind wohl auch der Hintergrund der jüngsten Entscheidung von Sony Interactive Entertainment eines seiner profiliertesten internen Studios zu schließen.

So muss das in Austin, Texas angesiedelte Bluepoint Games, das unter anderem für die allgemein als hervorragend angesehenen Remakes von Demon's Souls und Shadow of the Colossus verantwortlich ist, im März seine Pforten schließen. Die Entscheidung kommt für Branchenbeobachter und Fans gleichermaßen unerwartet, da der Standort lange als technologische Speerspitze innerhalb des Konzerns galt. Rund 70 Entwickler verlieren durch diesen Schritt ihren Arbeitsplatz. Das Management informierte die Belegschaft bereits über das endgültige Aus und die damit verbundenen Kündigungen.


Gescheiterte Pitches und fehlendes Vertrauen

Der Auslöser für die drastische Maßnahme liegt in der jüngeren Vergangenheit. Das Team arbeitete zuletzt über fünf Jahre lang an einem ambitionierten Mehrspieler-Titel, der im Universum von God of War angesiedelt war. Sony hatte das als Live-Service-Spiel konzipierte Projekt jedoch bereits im Januar 2025 eingestellt. Seitdem befand sich das Studio in einer Art Schwebezustand und suchte vergeblich nach einer neuen Identität innerhalb der PlayStation-Hierarchie.

Die Studioleitung kämpfte bis zuletzt um den Erhalt des Standorts. Im vergangenen Jahr wurden mehrere Pitches für neue Einzelspieler-Titel und Kooperationsprojekte eingereicht. Die Konzernführung bei Sony lehnte diese Vorschläge jedoch ab. Laut Bloomberg fehlte den Japanern nach einer kürzlich erfolgten Geschäftsanalyse das Vertrauen in die kommerzielle Tragfähigkeit der neuen Ideen im aktuellen Marktumfeld.

Bluepoint als Opfer der Konsolidierung?

Die Schließung markiert das Ende einer Ära für das Team, das in der Vergangenheit oft im Hintergrund agierte, aber essenziell für die Qualität der First-Party-Titel von PlayStation war. Unter anderem als Spezialisten für Grafik-Engines und Netzwerkcode unterstützte das Team von Bluepoint diverse Produktionen. Zu den bekanntesten Projekten gehören Titel wie Titanfall und God of War: Ragnarök.

Einige Branchenexperten sehen in der Schließung von Bluepoint Games eine weitere negative Konsequenz der Konsolidierung des Videospielmarktes. Auch im Jahr 2026 scheinen die großen Publisher bestrebt zu sein, Kosten rigoros zu senken. Für die Mitarbeiter von Bluepoint Games bleibt nun nur die Hoffnung, bei anderen Studios in der Region unterzukommen.

Was haltet ihr von Sonys Entscheidung, das Studio trotz seiner erfolgreichen Vergangenheit zu schließen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.

Zusammenfassung
  • Sony schließt überraschend das Studio Bluepoint Games in Austin, Texas
  • Rund 70 Entwickler verlieren durch die Studioschließung ihren Arbeitsplatz
  • Bluepoint war bekannt für Remakes von Demon's Souls und Shadow of the Colossus
  • Ein geplantes God-of-War-Live-Service-Spiel wurde im Januar 2025 eingestellt
  • Mehrere Pitches für neue Einzelspieler-Titel wurden von Sony abgelehnt
  • Sony fehlte das Vertrauen in die kommerzielle Tragfähigkeit der neuen Ideen
  • Die Schließung gilt als weitere Folge der Konsolidierung im Spielemarkt

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