Speicherkrise: Sony will PS5 nicht teurer machen - dafür Spiele und Abos
Auch Sony kämpft mit explodierenden Speicherpreisen. Doch statt die PlayStation 5 teurer zu machen, plant der Konzern offenbar, seine Kunden bald über höhere Preise bei Spielen und Services wie PlayStation Plus stärker zur Kasse zu bitten.
So erläuterte Sonys Finanzvorstand Lin Tao im Rahmen der Präsentation der Quartalszahlen für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2025, dass der Konzern die gestiegenen Herstellungskosten für die PlayStation 5 zwar nicht zwingend auf den Konsolenpreis umlegen werde, die Kunden aber dennoch dafür aufkommen müssen. Denn das Unternehmen plant, die Mehrbelastung durch eine konsequente "Monetarisierung der bestehenden Nutzerbasis" zu kompensieren.
Wie Automaton unter Berufung auf das angesprochene Q3-Finanz-Briefing berichtet, betonte Lin Tao, dass man zwar genügend Chips für das kommende Weihnachtsgeschäft gesichert habe, die Profitabilität der Sparte jedoch durch eine Verlagerung des Umsatzfokus gewahrt werden müsse. Tao erklärte explizit, dass man die Auswirkungen der steigenden Speicherkosten minimieren wolle, indem man plane, die Einnahmen aus Software und Netzwerkdiensten signifikant zu steigern. Konkret bedeutet das für Gamer wohl höhere Preise für Spiele und Abos wie PlayStation Plus.
Um die Hürden für Neukunden dennoch niedrig zu halten, experimentiert Sony in Japan bereits mit angepassten Einstiegsmodellen seiner Konsole. Dort wurde Ende 2025 eine neue "Digital Edition" für 55.000 Yen (etwa 300 Euro) eingeführt. Für den globalen Markt und insbesondere für europäische Bestandskunden deutet jedoch vieles darauf hin, dass die Zeiten günstiger Services vorerst vorbei sind und die "KI-Steuer" auf Hardware nun über die Software-Hintertür beim Verbraucher ankommt.
Dass Nutzer nicht jede Preiserhöhung bei digitalen Diensten mitmachen, musste zuletzt jedoch auch die Konkurrenz von Xbox schmerzlich erfahren. Die nähere Zukunft dürfte zeigen, ob Sonys Abo-Dienst das gleiche Schicksal ereilt wie Microsofts Game Pass.
Werdet ihr bei weiteren Preiserhöhungen für PS Plus oder digitale Spiele mitziehen oder ist eure Schmerzgrenze bereits erreicht? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Gaming-Deals bei Media Markt Spiele, Hardware und Konsolen
Siehe auch:
- Speicherkrise und steigende Halbleiterkosten belasten Sonys Konsolenproduktion
- Finanzvorstand Lin Tao setzt auf stärkere Monetarisierung der Nutzerbasis
- Sony plant wohl höhere Preise für Spiele und PlayStation Plus
- Digitale Downloads machen bereits 76 Prozent des Software-Absatzes aus
- PlayStation Network umfasst beeindruckende 132 Millionen aktive Nutzer
- Preiserhöhungen könnten auf Ablehnung stoßen, wie Xbox bereits erfahren hat
Sony plant wohl Preiserhöhungen
Zwar gab es zuletzt spannende neue Einblicke in die Hardware der PlayStation 6, doch wie es scheint, müssen Fans noch eine ganze Weile auf die nächste Konsole von Sony warten. Grund dafür ist die Speicherkrise, die auch der japanische Entertainment-Riese zu spüren bekommt. Die immer weiter steigenden Preise wirken sich allerdings nicht nur auf die zukünftige, sondern auch auf die aktuelle Konsolen-Generation aus und das wohl zum Leidwesen der Kunden.So erläuterte Sonys Finanzvorstand Lin Tao im Rahmen der Präsentation der Quartalszahlen für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2025, dass der Konzern die gestiegenen Herstellungskosten für die PlayStation 5 zwar nicht zwingend auf den Konsolenpreis umlegen werde, die Kunden aber dennoch dafür aufkommen müssen. Denn das Unternehmen plant, die Mehrbelastung durch eine konsequente "Monetarisierung der bestehenden Nutzerbasis" zu kompensieren.
Höhere Spiele- und Abo-Preise
Für Marktbeobachter ist diese Entwicklung die logische Konsequenz der aktuellen Halbleiter-Situation. Der globale Markt für NAND-Flash und DRAM ist seit dem massiven Ausbau von KI-Rechenzentren extrem angespannt. Da Hersteller wie Samsung oder SK Hynix ihre Kapazitäten primär auf teuren HBM-Speicher für KI-Beschleuniger verlagern, verknappt sich das Angebot für klassischen Grafikspeicher und NAND. Da die PlayStation 5 auf eine schnelle, proprietäre SSD-Architektur angewiesen ist, kann Sony aber nicht einfach auf günstigere, langsamere Komponenten ausweichen, ohne die Systemleistung zu gefährden.Wie Automaton unter Berufung auf das angesprochene Q3-Finanz-Briefing berichtet, betonte Lin Tao, dass man zwar genügend Chips für das kommende Weihnachtsgeschäft gesichert habe, die Profitabilität der Sparte jedoch durch eine Verlagerung des Umsatzfokus gewahrt werden müsse. Tao erklärte explizit, dass man die Auswirkungen der steigenden Speicherkosten minimieren wolle, indem man plane, die Einnahmen aus Software und Netzwerkdiensten signifikant zu steigern. Konkret bedeutet das für Gamer wohl höhere Preise für Spiele und Abos wie PlayStation Plus.
Spieler zahlen "KI-Steuer"
Der Anteil digitaler Downloads am gesamten Software-Absatz liegt mittlerweile bei 76 Prozent. Physische Datenträger verlieren hingegen zunehmend an Relevanz, was Sony mehr Kontrolle über die Preisgestaltung im eigenen PlayStation Store gibt. Auch die Zahl der monatlich aktiven Nutzer im PlayStation Network stieg zuletzt auf beachtliche 132 Millionen an, was einen effektiven Hebel für Preisanpassungen bei Abo-Diensten bietet.Um die Hürden für Neukunden dennoch niedrig zu halten, experimentiert Sony in Japan bereits mit angepassten Einstiegsmodellen seiner Konsole. Dort wurde Ende 2025 eine neue "Digital Edition" für 55.000 Yen (etwa 300 Euro) eingeführt. Für den globalen Markt und insbesondere für europäische Bestandskunden deutet jedoch vieles darauf hin, dass die Zeiten günstiger Services vorerst vorbei sind und die "KI-Steuer" auf Hardware nun über die Software-Hintertür beim Verbraucher ankommt.
Dass Nutzer nicht jede Preiserhöhung bei digitalen Diensten mitmachen, musste zuletzt jedoch auch die Konkurrenz von Xbox schmerzlich erfahren. Die nähere Zukunft dürfte zeigen, ob Sonys Abo-Dienst das gleiche Schicksal ereilt wie Microsofts Game Pass.
Werdet ihr bei weiteren Preiserhöhungen für PS Plus oder digitale Spiele mitziehen oder ist eure Schmerzgrenze bereits erreicht? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
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Siehe auch:
- So mächtig wird die PlayStation 6: Insider leakt neue Hardware-Daten
- PlayStation Portal Pro: Gerüchte um OLED-Modell verdichten sich
- PlayStation-2-Magie: So laufen PS2-Spiele hoffentlich bald nativ auf PC
- Sony schmeißt viertgrößten Publisher komplett aus PlayStation-Store
- Boot-ROM-Keys geleakt: Kopierschutz der PlayStation 5 wohl geknackt
Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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