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Flucht von Discord bringt TeamSpeak schnell an Kapazitätsgrenzen
Die Einführung von Alterskontrollen durch Discord sorgt weiter für eine starke Abwanderung von Nutzern zu anderen Plattformen. Der Konkurrent TeamSpeak muss nun einräumen, dass er kaum noch in der Lage ist, den Ansturm in den Griff zu bekommen.
Der Zuspruch kommt nicht von ungefähr. Discord hatte angekündigt, ab März weltweit Gesichtsscans und Ausweiskontrollen zur Altersverifikation einzuführen. Hintergrund sind verschärfte gesetzliche Vorgaben sowie der wachsende politische Druck, Minderjährige besser zu schützen. In Großbritannien verpflichtet etwa der Online Safety Act Plattformen zu entsprechenden Maßnahmen. Premierminister Keir Starmer betonte jüngst, kein soziales Netzwerk dürfe beim Jugendschutz eine Ausnahme bilden.
Datenschutzbedenken treiben jedoch viele Nutzer um. Im vergangenen Jahr geriet Discord in die Kritik, nachdem Berichten zufolge rund 70.000 Fotos aus Altersverifikationsprozessen durch eine Sicherheitslücke öffentlich wurden. Vor diesem Hintergrund erscheint TeamSpeak für manche als weniger invasive Alternative. Bei Tests ließ sich dort problemlos ein Konto erstellen, Gruppen beitreten oder eigene Sprachkanäle eröffnen. Alles ganz ohne Aufforderung zum Gesichts-Scan.
Discord selbst relativiert die neue Praxis und erklärt, nicht alle Nutzer müssten zwingend einen Identitätsnachweis erbringen. Teilweise könne das Alter anhand bereits vorhandener Informationen bestätigt werden. In Großbritannien testet die Plattform darüber hinaus ein Altersverifikationssystem des Anbieters Persona, hinter dem unter anderem der rechtsextremistische Unternehmer Peter Thiel als Investor steht.
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Serverkapazitäten ausgereizt
Nach eigenen Angaben verzeichnet der Sprach- und Chatdienst derzeit einen "unglaublichen Anstieg neuer Nutzer". In einigen Regionen, darunter die USA, sei die Serverkapazität zeitweise sogar komplett ausgeschöpft gewesen. Konkrete Nutzerzahlen blieb das Unternehmen allerdings schuldig, die Informationen stammen bislang ausschließlich aus Beiträgen in sozialen Netzwerken.Der Zuspruch kommt nicht von ungefähr. Discord hatte angekündigt, ab März weltweit Gesichtsscans und Ausweiskontrollen zur Altersverifikation einzuführen. Hintergrund sind verschärfte gesetzliche Vorgaben sowie der wachsende politische Druck, Minderjährige besser zu schützen. In Großbritannien verpflichtet etwa der Online Safety Act Plattformen zu entsprechenden Maßnahmen. Premierminister Keir Starmer betonte jüngst, kein soziales Netzwerk dürfe beim Jugendschutz eine Ausnahme bilden.
Datenschutzbedenken treiben jedoch viele Nutzer um. Im vergangenen Jahr geriet Discord in die Kritik, nachdem Berichten zufolge rund 70.000 Fotos aus Altersverifikationsprozessen durch eine Sicherheitslücke öffentlich wurden. Vor diesem Hintergrund erscheint TeamSpeak für manche als weniger invasive Alternative. Bei Tests ließ sich dort problemlos ein Konto erstellen, Gruppen beitreten oder eigene Sprachkanäle eröffnen. Alles ganz ohne Aufforderung zum Gesichts-Scan.
Zukunft ungewiss
Allerdings ist auch TeamSpeak kein datensparsames Paradies. Wer einen eigenen, geschlossenen Sprachserver betreiben möchte, muss für die Nutzung einiger Features eine, wenn auch geringe, Gebühr entrichten und Zahlungsdaten hinterlegen. Zudem ist unklar, ob der Dienst angesichts internationaler Regulierung langfristig auf Altersprüfungen verzichten kann.Discord selbst relativiert die neue Praxis und erklärt, nicht alle Nutzer müssten zwingend einen Identitätsnachweis erbringen. Teilweise könne das Alter anhand bereits vorhandener Informationen bestätigt werden. In Großbritannien testet die Plattform darüber hinaus ein Altersverifikationssystem des Anbieters Persona, hinter dem unter anderem der rechtsextremistische Unternehmer Peter Thiel als Investor steht.
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Zusammenfassung
- Discords Alterskontrollen führen zu massenhafter Nutzerflucht zu TeamSpeak
- TeamSpeak erreicht teilweise komplette Serverauslastung durch Nutzeransturm
- Ab März will Discord weltweit Gesichtsscans und Ausweiskontrollen einführen
- Datenschutzbedenken verstärkt nach Sicherheitslücke mit 70000 geleakten Fotos
- TeamSpeak verzichtet aktuell auf Altersprüfungen und wirkt dadurch attraktiver
- Zahlungsdaten bei TeamSpeak nötig für eigenen Server mit bis zu zehn Nutzern
- Discord relativiert: Nicht alle Nutzer müssen einen Identitätsnachweis erbringen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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