Discord erklärt Altersprüfung:
Für die meisten Nutzer ändert sich nichts
Discord versucht, die aufgrund der umstrittenen Einführung einer Altersverifikation erhitzten Gemüter der Nutzer zu beruhigen und präzisiert das Vorgehen. Demnach soll sich nur für die allerwenigsten Anwender überhaupt etwas verändern.
Wie Discord auf X in einer Stellungnahme betonte, wird die "große Mehrheit" der Nutzer die Plattform weiter wie bisher verwenden können, ohne jemals nach einem Ausweis gefragt zu werden. Denn laut der Plattform greifen die meisten Benutzer nicht auf Bereiche und Einstellungen zu, die nur für Erwachsene zugänglich sind, und müssen daher ihr Alter auch in Zukunft nicht bestätigen. Selbst bei der geringen Anzahl an Nutzern, die entsprechende Inhalte konsumiert, soll dank der genutzten KI-Altersvorhersagemethode von Discord das Hochladen des Ausweises oder Durchführen eines Gesichtsscans ebenfalls nicht notwendig sein.
Das Unternehmen reagierte mit dieser Klarstellung direkt auf Gerüchte, dass eine flächendeckende Identifizierungspflicht bevorstehe. Discord versichert zudem, dass bei einer im Ausnahmefall notwendigen Gesichtserkennung die Daten das Endgerät nicht verlassen und keine biometrischen Informationen auf externen Servern gespeichert werden. Bei der Vorlage von Ausweisdokumenten sollen diese nach der Altersfeststellung unverzüglich gelöscht werden, ohne die Identität dauerhaft mit dem Account zu verknüpfen.
Technisch betrachtet handelt es sich bei dem KI-basierten "Age Inference Model" um einen komplexen Algorithmus für maschinelles Lernen. Der analysiert diverse Metadaten und Verhaltensmuster des Accounts, um das Alter des Nutzers mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorherzusagen. Dazu gehören unter anderem das Alter des Accounts, die Art der gespielten Spiele, Beitrittsdaten zu Servern sowie Nutzungszeiten. Wird ein Anwender durch dieses Profiling vom System mit hoher Wahrscheinlichkeit als erwachsen eingestuft, entfällt die aktive Verifikation. Nur wenn das Modell unsicher ist oder ein als minderjährig eingestufter Account auf explizit altersbeschränkte Inhalte zugreifen möchte, greifen die härteren Maßnahmen.
Die implizite Analyse der eigenen Metadaten lässt sich jedoch kaum umgehen. Auch wenn Discord beteuert, für Ausweis- und Gesichtsscans sicherere Partner zu nutzen, bleibt das Risiko von Datenlecks, die es bei der Plattform bereits in der Vergangenheit öfter gegeben hatte.
Plant ihr, Discord weiterhin wie gewohnt zu nutzen oder überlegt ihr aufgrund der neuen Richtlinien zu einer Alternative zu wechseln? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
KI-Modell statt genereller Ausweispflicht
Nach massiver Kritik aus der Community und von Datenschützern hat Discord weitere Details zur geplanten globalen Einführung der neuen Altersverifikation präzisiert. Die Sorge vieler Nutzer, künftig zwingend einen Ausweis oder einen Gesichtsscan hochladen zu müssen, versucht das Unternehmen zu zerstreuen.Wie Discord auf X in einer Stellungnahme betonte, wird die "große Mehrheit" der Nutzer die Plattform weiter wie bisher verwenden können, ohne jemals nach einem Ausweis gefragt zu werden. Denn laut der Plattform greifen die meisten Benutzer nicht auf Bereiche und Einstellungen zu, die nur für Erwachsene zugänglich sind, und müssen daher ihr Alter auch in Zukunft nicht bestätigen. Selbst bei der geringen Anzahl an Nutzern, die entsprechende Inhalte konsumiert, soll dank der genutzten KI-Altersvorhersagemethode von Discord das Hochladen des Ausweises oder Durchführen eines Gesichtsscans ebenfalls nicht notwendig sein.
Das Unternehmen reagierte mit dieser Klarstellung direkt auf Gerüchte, dass eine flächendeckende Identifizierungspflicht bevorstehe. Discord versichert zudem, dass bei einer im Ausnahmefall notwendigen Gesichtserkennung die Daten das Endgerät nicht verlassen und keine biometrischen Informationen auf externen Servern gespeichert werden. Bei der Vorlage von Ausweisdokumenten sollen diese nach der Altersfeststellung unverzüglich gelöscht werden, ohne die Identität dauerhaft mit dem Account zu verknüpfen.
Der gläserne Nutzer
Sicherheitsexperten sehen in dieser "Entwarnung" jedoch lediglich eine Verschiebung der Problematik. Denn der Verzicht auf den Ausweis-Upload bedeutet im Umkehrschluss eine umfassende Überwachung des Nutzerverhaltens durch das KI-Modell. Anwender stehen somit vor der Wahl zwischen der Preisgabe ihrer Identität oder einem ständigen "Silent Profiling" ihrer Aktivitäten. Kritiker befürchten, dass diese detaillierten Verhaltensdaten auch für das Werbenetzwerk der Plattform relevant sein könnten, um personalisierte Anzeigen noch gezielter auszuspielen.Technisch betrachtet handelt es sich bei dem KI-basierten "Age Inference Model" um einen komplexen Algorithmus für maschinelles Lernen. Der analysiert diverse Metadaten und Verhaltensmuster des Accounts, um das Alter des Nutzers mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorherzusagen. Dazu gehören unter anderem das Alter des Accounts, die Art der gespielten Spiele, Beitrittsdaten zu Servern sowie Nutzungszeiten. Wird ein Anwender durch dieses Profiling vom System mit hoher Wahrscheinlichkeit als erwachsen eingestuft, entfällt die aktive Verifikation. Nur wenn das Modell unsicher ist oder ein als minderjährig eingestufter Account auf explizit altersbeschränkte Inhalte zugreifen möchte, greifen die härteren Maßnahmen.
Die implizite Analyse der eigenen Metadaten lässt sich jedoch kaum umgehen. Auch wenn Discord beteuert, für Ausweis- und Gesichtsscans sicherere Partner zu nutzen, bleibt das Risiko von Datenlecks, die es bei der Plattform bereits in der Vergangenheit öfter gegeben hatte.
Plant ihr, Discord weiterhin wie gewohnt zu nutzen oder überlegt ihr aufgrund der neuen Richtlinien zu einer Alternative zu wechseln? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Discord präzisiert Altersprüfung nach Kritik von Nutzern und Datenschützern
- Laut Discord soll nur eine kleine Minderheit von der Verifikation betroffen sein
- Altersvorhersagemethode soll Notwendigkeit eines Ausweisscans reduzieren
- Plattform verspricht Datenschutz bei Gesichtserkennung und Ausweisüberprüfung
- Kritiker sehen Problem in der umfassenden Überwachung des Nutzerverhaltens
- KI-System analysiert Metadaten wie Accountalter und Spielverhalten
Siehe auch:
- Discord bekommt Altersprüfung: Alle Nutzer sind erst mal nur Teenager
- Community in Sorge: Opfert Discord seine Gamer-Seele für die Börse?
- RAM-Hunger auf Windows: Discord testet automatischen Neustart
- Angriff auf Discord: Mega-Hack oder Bluff der Millionen-Erpresser?
- Discord Orbs: Neue virtuelle Währung belohnt Interaktion mit Werbung
Thema:
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