Steam Machine: AMD-CEO Lisa Su verrät neue Details zum Start-Termin

AMDs CEO Lisa Su hat bestätigt, dass die neue Steam Machine schon bald erhältlich sein wird. Trotz Speicherkrise soll der Marktstart früh in diesem Jahr erfolgen. Der Preis könnte dabei letztlich zum Knackpunkt werden.
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UPDATE 05. Februar: Mittlerweile hat sich Valve selbst zu Wort gemeldet und die Veröffentlichung der Steam Machine nach hinten verschoben. Auch beim Preis soll sich aufgrund der aktuellen Speicherkrise wohl noch einmal einiges ändern.

Release-Bestätigung im Earnings Call

Mitte November 2025 kündigte Steam seine neue Steam Machine an. Das Gerät wird vermutlich jedoch weniger eine Konsole als ein kleiner PC und soll laut Hersteller auch entsprechend kosten. Ein Preis-Leak, der Beträge von teils über 1000 Euro nannte, sorgte bei einigen Gamern bereits für einen kleinen Schock. Noch unklar war bisher allerdings, wann genau Valve den Launch plant. Jetzt gibt es jedoch konkrete Äußerungen einiger Beteiligter.

So hat AMD-Chefin Lisa Su im Rahmen der Bekanntgabe der aktuellen Geschäftszahlen ihres Unternehmens bestätigt, dass Valves Rückkehr ins Wohnzimmer unmittelbar bevorsteht. Die neue Steam Machine liegt laut Su im Zeitplan und soll noch "früh in diesem Jahr" ausgeliefert werden. Damit verdichten sich die Hinweise auf einen Marktstart im ersten Quartal 2026, womöglich bereits im März. Wie bereits erwähnt, positioniert sich das System wohl als Bindeglied zwischen klassischem Desktop-Gaming und der Bequemlichkeit einer Konsole, angetrieben von AMD-Technologie.

Steam Machine und Co.: Valve stellt seine Hardware in einem Video vor

Verbaute Hardware

Technisch setzt Valve auf eine bewährte, wenn auch nicht mehr taufrische Architektur. Denn im Inneren arbeitet ein Semi-Custom-Chip, der eine Zen-4-CPU mit sechs Kernen und einer RDNA-3-Grafikeinheit kombiniert. Die Entscheidung für Zen 4 statt der bereits im Desktop-Markt verfügbaren Zen-5-Architektur dürfte den langen Entwicklungszyklen von Custom-Chips geschuldet sein.

Mit 28 Compute Units und acht Gigabyte GDDR6-VRAM zielt das System laut Herstellerangaben auf 4K-Gaming bei 60 Bildern pro Sekunde ab. Käufern dürfte jedoch klar sein, dass dieses Ziel primär durch den Einsatz von Upscaling-Technologien wie AMDs FidelityFX Super Resolution (FSR) erreicht wird. Die native Rohleistung wird eher im Bereich einer Radeon RX 7600 verortet, was solide 1080p-Performance verspricht, bei höheren Auflösungen jedoch Kompromisse erfordert.

Start in schwierigem Umfeld

Der Zeitpunkt für den Launch ist aus wirtschaftlicher Sicht herausfordernd. Denn der Markt für Arbeitsspeicher und NAND-Flash leidet aktuell unter einer Preiskrise. Getrieben durch die immense Nachfrage im KI-Server-Sektor sind Speichermodule deutlich teurer geworden, was die Kalkulation für Hardware-Hersteller derzeit erheblich erschwert. Zudem könnten sich die Preise im ersten Quartal noch einmal verdoppeln.

Im Gegensatz zu Sony oder Microsoft, die ihre Konsolen oft subventionieren, um Einnahmen über Software zu generieren, verfolgt Valve voraussichtlich einen klassischen PC-Ansatz ohne Quersubventionierung. Für Endanwender bedeutet das, dass die Steam Machine preislich eher mit Mittelklasse-Gaming-PCs konkurriert als mit der PlayStation 5 oder Xbox Series X, was die Zielgruppe potenziell einschränkt.

Das Beste von Konsole und PC

Abseits der reinen Leistungswerte versucht Valve, durch Integration und Formfaktor zu punkten. Das Gerät soll extrem leise arbeiten und Funktionen bieten, die im PC-Selbstbau oft vernachlässigt werden oder schwer umzusetzen sind. Dazu gehören etwa eine nahtlose HDMI-CEC-Steuerung und optimierte Bluetooth-Konnektivität für mehrere Controller. Das Betriebssystem SteamOS bildet dabei das Rückgrat. Das auf Linux basierende System hat seit dem Steam Deck massive Fortschritte gemacht und soll eine Out-of-the-Box-Erfahrung bieten, die man sonst nur von geschlossenen Konsolen-Ökosystemen kennt. Durch die Proton-Kompatibilitätsschicht laufen mittlerweile tausende Windows-Spiele reibungslos, was den Spielekatalog zum Start riesig macht.

Der Blick auf die Roadmap von AMD verrät zudem, dass die nächste Generation der klassischen Konsolen noch auf sich warten lässt. Su erwähnte, dass die nächste Xbox voraussichtlich erst 2027 erscheinen wird. Bis dahin muss sich die Steam Machine mit ihrer Zen-4-Architektur am Markt behaupten, während im Desktop-Segment bereits Zen 5 etabliert ist und Zen 6 am Horizont auftaucht. Ob die Kombination aus kompaktem Design und dem optimierten SteamOS den hohen Preispunkt rechtfertigen kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Valves Preispolitik könnte über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, besonders im Vergleich zu den subventionierten Konsolen der Konkurrenz. Findet ihr den Preis für die gebotene Hardware angemessen oder baut ihr euch für das Geld lieber selbst einen PC? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
  • AMD bestätigt baldigen Launch der Steam Machine für Anfang 2026
  • Gerät positioniert sich zwischen Desktop-PC und Konsole zu höherem Preis
  • Technisch verbaut: Zen-4-CPU mit sechs Kernen und RDNA-3-Grafikeinheit
  • Leistung vergleichbar mit Radeon RX 7600, 4K-Gaming nur mit Upscaling
  • Herausforderung durch aktuelle Speicherpreiskrise bei Markteinführung
  • SteamOS als Betriebssystem mit Proton-Kompatibilität für Windows-Spiele
  • Preispolitik ohne Subventionierung könnte über Erfolg entscheiden

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