Steam-Alarm: Selbstduplizierendes Virus befällt Indie-Hit, löscht Daten

Der Steam-Hit People Playground kämpft mit einem gefährlichen Virus im Workshop. Eine manipulierte Mod löscht Dateien und dupliziert sich von selbst. Die Entwickler reagieren mit einem Notfall-Patch und verraten, wie sich Nutzer schützen können.
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Schadcode in beliebter Sandbox-Simulation

Gelegentlich entpuppen sich Spiele auf Steam als üble Malware-Schleudern oder sogar Krypto-Stealer. Jetzt besteht ein ähnliches Problem beim physikalischen Sandbox-Spiel People Playground. Das genießt unter PC-Spielern eigentlich längst Kultstatus und belegt mit über 220.000 überwiegend positiven Bewertungen laut SteamDB aktuell Platz 3 der bestbewerteten Steam-Spiele aller Zeiten. Doch diese Idylle wird seit Anfang Februar 2026 von einem ernsten Sicherheitsproblem überschattet. Denn eine aggressive Schadsoftware hat ihren Weg in den Steam Workshop des Spiels gefunden und nutzt die Offenheit der Plattform, um Schaden auf den Rechnern der Anwender anzurichten.

Die Malware tarnt sich dabei als harmlose Modifikation, entfaltet jedoch nach der Installation eine destruktive Wirkung. Berichten zufolge zielt der Schadcode spezifisch auf von Nutzern erstellte Spielinhalte ab. Betroffen sind primär die sogenannten "Contraptions" - komplexe mechanische Konstruktionen, in die Spieler oft Dutzende Stunden Arbeit investieren. Das bösartige Skript löscht diese Kreationen unwiderruflich von der Festplatte. Doch das ist nicht die einzige Gefahr. Denn das Virus ist so programmiert, dass es bestehende, saubere Mod-Dateien im lokalen Verzeichnis des Nutzers überschreibt und mit seinem eigenen Code infiziert.


Selbstreplikation alarmiert die Entwickler

Diese Art der Verbreitung stellt die Community und den Betreiber vor große Herausforderungen. Wie die Entwickler in einer Stellungnahme auf der Steam-Seite des Spiels erläutern, assimiliert das Virus gesunde Dateien, um sich zu tarnen und weiterzuverbreiten. Lädt ein unwissender Spieler eine derart manipulierte Modifikation erneut in den Workshop hoch, beginnt der Zyklus von vorn. Als erste Konsequenz sahen sich die Macher daher gezwungen, den gesamten Workshop vorübergehend zu deaktivieren und Uploads zu sperren.

Obwohl aktuelle Analysen darauf hindeuten, dass das Virus das Spielverzeichnis nicht verlässt und somit keine kritischen Systemdateien angreift, ist der Datenverlust für die betroffenen Spieler schmerzhaft. Der Entwickler hat zwar umgehend einen Notfall-Patch bereitgestellt, der das Spiel gegen diese spezifische Injektionsmethode abhärtet, doch eine automatische Bereinigung bereits infizierter Systeme ist technisch nicht vollumfänglich möglich. Um sicherzustellen, dass sich keine Reste des Schadcodes mehr auf dem Datenträger befinden, ist manuelles Eingreifen erforderlich.

Spieler sollten folgende Schritte zur Bereinigung durchführen:

  1. Installation des neuesten Updates von People Playground über Steam
  2. Manuelles Löschen des Workshop-Ordners unter Steam\steamapps\workshop\content\1118200
  3. Löschen des lokalen Ordners "mods" im Hauptverzeichnis des Spiels
  4. Sofortiges Deabonnieren aller Mods, die nach dem 30. Januar installiert oder aktualisiert wurden

Vorfälle im Steam-Ökosystem häufen sich

Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Sicherheitsarchitektur des Steam Workshops. Da Valve auf eine weitgehend automatisierte Prüfung der hochgeladenen Inhalte setzt, gelingt es Angreifern immer wieder, Schadcode einzuschleusen. Insbesondere Spiele, die tiefe Eingriffe durch C#-Skripte erlauben, sind dafür anfällig. In der Vergangenheit waren bereits populäre Titel wie Slay the Spire oder Cities: Skylines von ähnlichen Attacken betroffen.

Die Verantwortung für die Sicherheit der Modifikationen wird oft an die Entwickler der Spiele delegiert, die jedoch bei teils tausenden täglichen Uploads kaum jede Zeile Code manuell prüfen können. Experten raten daher generell zur Vorsicht. Mods sollten idealerweise nur von vertrauenswürdigen Erstellern bezogen werden. Bei frisch hochgeladenen Inhalten ist besondere Skepsis geboten.

Wie bewertet ihr die Sicherheit im Steam Workshop angesichts solcher Vorfälle? Wart ihr vielleicht sogar selbst schon einmal von eingeschleuster Malware betroffen oder habt ihr Tipps zum Schutz vor infizierten Mods? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Malware im Workshop des Steam-Spiels People Playground entdeckt
  • Schadsoftware löscht Spielerdaten und infiziert weitere Mod-Dateien
  • Virus überschreibt bestehende Mods und verbreitet sich über Uploads
  • Entwickler deaktivierten den Workshop und veröffentlichten einen Notfall-Patch
  • Betroffene Spieler müssen Workshop-Ordner und Mods-Verzeichnis manuell löschen
  • Sicherheitsbedenken bei Steam-Workshop durch mangelnde manuelle Prüfung

Siehe auch:


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