Elektroauto für 20.000 Euro:
Kias Pläne für den kleinen EV1
Kia plant mit dem EV1 einen Angriff auf die elektrische Kleinwagen-Klasse. Während der EV2 bereits startet, lässt das günstigste Einstiegsmodell wohl bis 2027 auf sich warten. Erste Details zu Technik und Preis verraten jedoch, wohin die Reise geht.
Das Modell, das in der Größe etwa dem bekannten Picanto mit rund 3,60 Metern Länge entsprechen dürfte, wird voraussichtlich erst im Jahr 2027 als seriennahes Konzept debütieren.
Die Strategie hinter dieser Verzögerung liegt in der technischen und wirtschaftlichen Komplexität des A-Segments. Kleinwagen bieten traditionell geringe Gewinnmargen, weshalb Hersteller wie Kia, Volkswagen und Renault hier unter Kostendruck stehen. Um den EV1 profitabel anzubieten, wird Kia voraussichtlich auf eine Version der E-GMP-Plattform oder die neue IMA-Architektur setzen.
Mit dem Kia EV2 hat man bereits einen kompakten Stromer im Angebot
Statt der in den größeren Modellen EV6 und EV9 üblichen 800-Volt-Technik dürfte hier eine kostengünstigere 400-Volt-Architektur zum Einsatz kommen. Als Antrieb ist ein einzelner Elektromotor an der Vorderachse vorgesehen. Um die Kosten zu senken, gelten Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) als wahrscheinlichste Option für den Energiespeicher, die zwar eine geringere Energiedichte als NMC-Zellen aufweisen, aber deutlich robuster und günstiger in der Herstellung sind.
Dass Kia dieses Segment trotz der Herausforderungen nicht aufgibt, bestätigte das Management kürzlich deutlich. Gegenüber der britischen The Independent erklärte Kias Design-Verantwortlicher Jochen Paesen am Rande der Automesse, dass man sich der Bedeutung des Marktes für kleine Elektroautos "sehr bewusst" sei. Paesen betonte dabei, dass der EV1 ein "richtiges Auto" werden müsse, das durch Substanz und nicht nur durch bloße Optik auffalle.
Interessant ist der Blick auf die Konzernschwester Hyundai. Diese hat mit dem Inster bereits einen elektrischen Kleinstwagen im Angebot, der jedoch noch auf einer modifizierten Verbrenner-Plattform basiert. Kia scheint beim EV1 hingegen den aufwendigeren Weg einer reinen Elektro-Plattform zu wählen, um den Innenraum bei minimalen Außenmaßen zu maximieren.
Während andere Hersteller bereits konkrete Starttermine für ihre Kleinststromer nennen, müssen sich Kia-Fans voraussichtlich bis zum nächsten "EV Day" (evtl. Februar) gedulden, um konkretere Details zu erfahren. Bis dahin bleibt der EV2 mit seiner Reichweite von bis zu 448 Kilometern (WLTP) das kompakteste Angebot der Koreaner und dient als Indikator dafür, wie effizient Kia seine kleineren Modelle gestalten kann.
Glaubt ihr, dass 20.000 Euro für einen elektrischen Kleinstwagen im Jahr 2027 noch attraktiv sind oder ist der Zug dann schon abgefahren? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Kleiner Stromer mit Verspätung
Mit der Vorstellung des Kia EV2 auf der Brussels Motor Show Anfang Januar hat der koreanische Hersteller sein E-Auto-Portfolio bereits nach unten erweitert, doch das eigentliche Basismodell lässt weiter auf sich warten. Während der EV2 noch in diesem Jahr zu Preisen um die 30.000 Euro auf den Markt rollen soll, visiert Kia mit dem geplanten EV1 eine noch preisbewusstere Zielgruppe an.Das Modell, das in der Größe etwa dem bekannten Picanto mit rund 3,60 Metern Länge entsprechen dürfte, wird voraussichtlich erst im Jahr 2027 als seriennahes Konzept debütieren.
Die Strategie hinter dieser Verzögerung liegt in der technischen und wirtschaftlichen Komplexität des A-Segments. Kleinwagen bieten traditionell geringe Gewinnmargen, weshalb Hersteller wie Kia, Volkswagen und Renault hier unter Kostendruck stehen. Um den EV1 profitabel anzubieten, wird Kia voraussichtlich auf eine Version der E-GMP-Plattform oder die neue IMA-Architektur setzen.
Mit dem Kia EV2 hat man bereits einen kompakten Stromer im Angebot
Statt der in den größeren Modellen EV6 und EV9 üblichen 800-Volt-Technik dürfte hier eine kostengünstigere 400-Volt-Architektur zum Einsatz kommen. Als Antrieb ist ein einzelner Elektromotor an der Vorderachse vorgesehen. Um die Kosten zu senken, gelten Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) als wahrscheinlichste Option für den Energiespeicher, die zwar eine geringere Energiedichte als NMC-Zellen aufweisen, aber deutlich robuster und günstiger in der Herstellung sind.
Dass Kia dieses Segment trotz der Herausforderungen nicht aufgibt, bestätigte das Management kürzlich deutlich. Gegenüber der britischen The Independent erklärte Kias Design-Verantwortlicher Jochen Paesen am Rande der Automesse, dass man sich der Bedeutung des Marktes für kleine Elektroautos "sehr bewusst" sei. Paesen betonte dabei, dass der EV1 ein "richtiges Auto" werden müsse, das durch Substanz und nicht nur durch bloße Optik auffalle.
Kampf um die 20.000 Euro
Der geplante Einstiegspreis für den EV1 wird von Marktbeobachtern bei etwa 20.000 bis 25.000 Euro verortet. Damit würde Kia direkt gegen den geplanten VW ID.1 sowie Konkurrenten wie den Renault Twingo E-Tech oder Modelle von Citroën antreten. Wie Electrek berichtet, zielt Volkswagen ebenfalls aggressiv auf die 20.000-Euro-Marke ab. Die Preispunkte sind kritisch, da viele Verbraucher zwar eine hohe Affinität für E-Mobilität zeigen, bei Zweitwagen oder City-Flitzern jedoch stark auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achten.Interessant ist der Blick auf die Konzernschwester Hyundai. Diese hat mit dem Inster bereits einen elektrischen Kleinstwagen im Angebot, der jedoch noch auf einer modifizierten Verbrenner-Plattform basiert. Kia scheint beim EV1 hingegen den aufwendigeren Weg einer reinen Elektro-Plattform zu wählen, um den Innenraum bei minimalen Außenmaßen zu maximieren.
Während andere Hersteller bereits konkrete Starttermine für ihre Kleinststromer nennen, müssen sich Kia-Fans voraussichtlich bis zum nächsten "EV Day" (evtl. Februar) gedulden, um konkretere Details zu erfahren. Bis dahin bleibt der EV2 mit seiner Reichweite von bis zu 448 Kilometern (WLTP) das kompakteste Angebot der Koreaner und dient als Indikator dafür, wie effizient Kia seine kleineren Modelle gestalten kann.
Glaubt ihr, dass 20.000 Euro für einen elektrischen Kleinstwagen im Jahr 2027 noch attraktiv sind oder ist der Zug dann schon abgefahren? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Kia plant mit dem EV1 einen günstigen Elektro-Kleinwagen für 2027
- EV1 soll als Einstiegsmodell für 20000-25000 Euro auf den Markt kommen
- Das Fahrzeug wird etwa 3,60 Meter lang sein wie der bekannte Picanto
- Kia setzt wahrscheinlich auf LFP-Akkus und 400-Volt-Architektur
- Designer Jochen Paesen betont, der EV1 soll ein vollwertiges Fahrzeug werden
- Das Modell wird gegen VW ID.1, Renault Twingo E-Tech und Citroën antreten
- Laut Designsprache 'Opposites United' erwartet man großes Raumangebot
Siehe auch:
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Thema:
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