Intel: Nach all dem Kampf folgt jetzt harte Ernüchterung
Der erhoffte Befreiungsschlag bleibt für Intel aus. Der US-Chiphersteller rutscht wieder tiefer in die Krise und vermeldete für das letzte Jahresviertel 2025 einen hohen Verlust. Und auch die Einnahmen des Konzerns gingen wieder deutlich nach unten.
Auch auf Jahressicht fällt die Bilanz ernüchternd aus. Für das gesamte Geschäftsjahr weist Intel einen Nettoverlust von 300 Millionen Dollar aus. Der Jahresumsatz lag bei 52,9 Milliarden Dollar und damit auf dem Niveau des Vorjahres, was angesichts der ambitionierten Umbaupläne kaum als Erfolg gewertet werden kann.
Konzernchef Lip-Bu Tan zeigte sich dennoch kämpferisch. Er betonte die wachsende Bedeutung klassischer Prozessoren im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz und sprach von einem soliden Jahresabschluss. Besonders hob Tan die Einführung der ersten Produkte auf Basis der neuen Fertigungstechnologie Intel 18A hervor, die als modernster in den USA entwickelter und produzierter Prozess gilt.
Intel arbeite intensiv daran, die Produktionskapazitäten auszuweiten, um der Nachfrage der Kunden gerecht zu werden, führte er weiter aus. Die strategischen Schwerpunkte seien klar: bessere operative Umsetzung, stärkere Ingenieurskultur und eine konsequente Nutzung der Chancen rund um KI in allen Geschäftsbereichen.
Stabiler entwickelte sich das Geschäft mit Rechenzentren und KI-Anwendungen. Hier legte der Quartalsumsatz um neun Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar zu, im Gesamtjahr stiegen die Erlöse um fünf Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar. Auch die Foundry-Sparte, die Intel wie ein eigenständiges Geschäft ausweist, konnte zulegen: 4,5 Milliarden Dollar Umsatz im Quartal und 17,8 Milliarden Dollar im Jahr bedeuten moderate Zuwächse gegenüber dem Vorjahr.
Für zusätzliche Verunsicherung sorgt jedoch der Ausblick. Intel warnte, dass das laufende Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben dürfte. In Kombination mit den schwachen Zahlen führte dies zu einem Kursrutsch von rund zehn Prozent an der Börse - ein weiteres Zeichen dafür, dass der Konzern noch einen langen Weg vor sich hat.
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Mehr Verlust, weniger Umsatz
Wie das Unternehmen mitteilte, schloss es das letzte Quartal mit einem deutlichen Nettoverlust von 600 Millionen Dollar ab. Der Umsatz belief sich in diesem Zeitraum auf 13,7 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor hatte Intel ein Minus von 100 Millionen Dollar bei Einnahmen von 14,3 Milliarden Dollar ausgewiesen. Damit hat sich der Verlust im Jahresvergleich versechsfacht, während der Umsatz um rund vier Prozent zurückging.Auch auf Jahressicht fällt die Bilanz ernüchternd aus. Für das gesamte Geschäftsjahr weist Intel einen Nettoverlust von 300 Millionen Dollar aus. Der Jahresumsatz lag bei 52,9 Milliarden Dollar und damit auf dem Niveau des Vorjahres, was angesichts der ambitionierten Umbaupläne kaum als Erfolg gewertet werden kann.
Konzernchef Lip-Bu Tan zeigte sich dennoch kämpferisch. Er betonte die wachsende Bedeutung klassischer Prozessoren im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz und sprach von einem soliden Jahresabschluss. Besonders hob Tan die Einführung der ersten Produkte auf Basis der neuen Fertigungstechnologie Intel 18A hervor, die als modernster in den USA entwickelter und produzierter Prozess gilt.
Intel arbeite intensiv daran, die Produktionskapazitäten auszuweiten, um der Nachfrage der Kunden gerecht zu werden, führte er weiter aus. Die strategischen Schwerpunkte seien klar: bessere operative Umsetzung, stärkere Ingenieurskultur und eine konsequente Nutzung der Chancen rund um KI in allen Geschäftsbereichen.
PC-Sparte im Minus
Ein Blick auf die einzelnen Sparten zeigt jedoch ein gemischtes Bild. Die Client Computing Group, zuständig für PC-Prozessoren, verzeichnete im Quartal einen Umsatz von 8,2 Milliarden Dollar, das ist ein Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf Jahressicht sanken die Erlöse dieses Segments um drei Prozent auf 32,2 Milliarden Dollar.Stabiler entwickelte sich das Geschäft mit Rechenzentren und KI-Anwendungen. Hier legte der Quartalsumsatz um neun Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar zu, im Gesamtjahr stiegen die Erlöse um fünf Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar. Auch die Foundry-Sparte, die Intel wie ein eigenständiges Geschäft ausweist, konnte zulegen: 4,5 Milliarden Dollar Umsatz im Quartal und 17,8 Milliarden Dollar im Jahr bedeuten moderate Zuwächse gegenüber dem Vorjahr.
Für zusätzliche Verunsicherung sorgt jedoch der Ausblick. Intel warnte, dass das laufende Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben dürfte. In Kombination mit den schwachen Zahlen führte dies zu einem Kursrutsch von rund zehn Prozent an der Börse - ein weiteres Zeichen dafür, dass der Konzern noch einen langen Weg vor sich hat.
Zusammenfassung
- Intel verzeichnet sechsfach höheren Quartalsverlust von 600 Millionen Dollar
- Jahresbilanz 2025 mit 300 Millionen Dollar Nettoverlust bei stagnierendem Umsatz
- PC-Prozessoren-Geschäft sinkt um sieben Prozent im letzten Quartal 2025
- Rechenzentren und KI-Anwendungen wachsen hingegen um neun Prozent
- CEO Lip-Bu Tan betont Fortschritte bei der neuen Intel 18A Fertigungstechnologie
- Börse reagiert mit Kursrutsch von zehn Prozent auf pessimistischen Ausblick
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