Google Aluminium OS: Leak zeigt den Android-Desktop der Zukunft
Google will Android und ChromeOS unter dem Codenamen Aluminium OS verschmelzen. Ein Bug-Report enthüllte das System auf einem HP-Laptop mit Intel-CPU. Das Ziel ist eine optimierte Umgebung für Maus und Tastatur samt vollwertigem Browser.
Die im Zuge dessen versehentlich veröffentlichten Bildschirmaufnahmen zeigen eine fortgeschrittene Desktop-Umgebung, die auf einem HP Elite Dragonfly Chromebook läuft. Als technische Basis dient ein Intel Core-Prozessor der zwölften Generation (Alder Lake-U). Das ist ein entscheidendes Detail, denn es bestätigt, dass Google die neue Software bereits intensiv auf existierender x86-Hardware validiert, anstatt sich nur auf ARM-Chips zu konzentrieren.
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Das System setzt auf Android 16 auf, bricht jedoch radikal mit bisherigen Mobil-Konventionen. Der im Leak sichtbare Build-String ZL1A.260119.001.A1 deutet auf eine sehr aktuelle Version hin. Die Aufnahmen zeigen eine Benutzeroberfläche, die explizit für die Bedienung mit Maus und Tastatur optimiert wurde. Fenster verfügen über klassische Steuerelemente wie Minimieren, Vollbild und Schließen, die in der oberen rechten Ecke positioniert sind.
Das erinnert stark an die Designsprache von ChromeOS und sicherlich auch Windows, unterscheidet sich aber technisch grundlegend von der bisherigen Methode, bei der ChromeOS lediglich einen Android-Container (ARCVM) ausführte. Hier läuft Android direkt auf dem "Bare Metal", also der entsprechenden Hardware.
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Ein wesentliches Detail betrifft den Browser: Die gezeigte Version von Chrome verfügt über einen dedizierten Button für Erweiterungen in der Toolbar. Das unterscheidet die Anwendung maßgeblich von der mobilen Android-Version und verspricht endlich volle Kompatibilität mit Desktop-Plug-ins auf einer Android-Basis.
Das dürfte das Resultat des internen Projekts "Ferrochrome" sein, mit dem Google seit einiger Zeit die Desktop-Version von Chrome auf Android portiert. Die Videos demonstrieren zudem funktionierendes Split-Screen-Multitasking, bei dem zwei Browser-Fenster nebeneinander ausgeführt werden, sowie den parallelen Betrieb des Google Play Store.
Neben den offensichtlichen Änderungen an der Oberfläche offenbaren die Clips Anpassungen bei der Eingabe. Der Mauszeiger wurde leicht modifiziert und verfügt nun über einen kleinen Schweif, um die Sichtbarkeit auf großen, hochauflösenden Bildschirmen zu verbessern. Die Taskleiste am unteren Rand ähnelt stark dem Desktop-Modus von Android, wobei der Start-Button zentrierter platziert ist, als man es von klassischen Windows-Layouts oder älteren ChromeOS-Versionen kennt.
Ein technisches Detail am Rande betrifft das Update-Management. Eine Sequenz zeigt, wie der Chrome-Browser über den Play Store aktualisiert wird. Anstatt die Anwendung abrupt zu schließen, zeigt das System einen "Updating"-Bildschirm an. Das lässt auf eine verbesserte Prozessverwaltung im Hintergrund schließen, die Unterbrechungen im Workflow minimieren soll. Mit Aluminium OS scheint Google einen zweiten Anlauf zu wagen, nachdem das ähnliche Projekt "Andromeda" im Jahr 2016 eingestellt wurde.
Was haltet ihr von Googles Ansatz, Android und ChromeOS zu verschmelzen? Seht ihr darin eine echte Konkurrenz zu Windows oder MacOS? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Aluminium OS: Androids Desktop-Zukunft
Google treibt die Verschmelzung von Android und ChromeOS voran und zielt damit direkt auf den Markt für klassische Desktop-Betriebssysteme. Ein öffentlich einsehbarer Bug-Report im Chromium Issue Tracker lieferte am Dienstag den bisher konkretesten Beweis für das intern unter dem Codenamen Aluminium OS (ALOS) entwickelte System.Die im Zuge dessen versehentlich veröffentlichten Bildschirmaufnahmen zeigen eine fortgeschrittene Desktop-Umgebung, die auf einem HP Elite Dragonfly Chromebook läuft. Als technische Basis dient ein Intel Core-Prozessor der zwölften Generation (Alder Lake-U). Das ist ein entscheidendes Detail, denn es bestätigt, dass Google die neue Software bereits intensiv auf existierender x86-Hardware validiert, anstatt sich nur auf ARM-Chips zu konzentrieren.
Auf YouTube ansehenDas System setzt auf Android 16 auf, bricht jedoch radikal mit bisherigen Mobil-Konventionen. Der im Leak sichtbare Build-String ZL1A.260119.001.A1 deutet auf eine sehr aktuelle Version hin. Die Aufnahmen zeigen eine Benutzeroberfläche, die explizit für die Bedienung mit Maus und Tastatur optimiert wurde. Fenster verfügen über klassische Steuerelemente wie Minimieren, Vollbild und Schließen, die in der oberen rechten Ecke positioniert sind.
Das erinnert stark an die Designsprache von ChromeOS und sicherlich auch Windows, unterscheidet sich aber technisch grundlegend von der bisherigen Methode, bei der ChromeOS lediglich einen Android-Container (ARCVM) ausführte. Hier läuft Android direkt auf dem "Bare Metal", also der entsprechenden Hardware.
Statusleiste und Chrome-Integration
Wie 9to5Google und Android Authority schreiben, konnte man die Videos sichern, bevor Google den Zugriff auf den Eintrag beschränkte. Besonders auffällig ist die neu gestaltete Statusleiste am oberen Bildschirmrand. Sie fällt höher aus als bei ChromeOS und bietet Platz für Datum, Uhrzeit inklusive einer Sekundenanzeige - ein Feature, das Power-User oft verlangen - sowie typische Android-Systemsymbole für WLAN und Batterie. Ein Icon für die Google-KI Gemini ist ebenfalls prominent platziert, was - wenig überraschend - auf eine tiefe Integration der KI als zentralen Bestandteil des Betriebssystems hindeutet.
Auf YouTube ansehenEin wesentliches Detail betrifft den Browser: Die gezeigte Version von Chrome verfügt über einen dedizierten Button für Erweiterungen in der Toolbar. Das unterscheidet die Anwendung maßgeblich von der mobilen Android-Version und verspricht endlich volle Kompatibilität mit Desktop-Plug-ins auf einer Android-Basis.
Das dürfte das Resultat des internen Projekts "Ferrochrome" sein, mit dem Google seit einiger Zeit die Desktop-Version von Chrome auf Android portiert. Die Videos demonstrieren zudem funktionierendes Split-Screen-Multitasking, bei dem zwei Browser-Fenster nebeneinander ausgeführt werden, sowie den parallelen Betrieb des Google Play Store.
Neben den offensichtlichen Änderungen an der Oberfläche offenbaren die Clips Anpassungen bei der Eingabe. Der Mauszeiger wurde leicht modifiziert und verfügt nun über einen kleinen Schweif, um die Sichtbarkeit auf großen, hochauflösenden Bildschirmen zu verbessern. Die Taskleiste am unteren Rand ähnelt stark dem Desktop-Modus von Android, wobei der Start-Button zentrierter platziert ist, als man es von klassischen Windows-Layouts oder älteren ChromeOS-Versionen kennt.
Ein technisches Detail am Rande betrifft das Update-Management. Eine Sequenz zeigt, wie der Chrome-Browser über den Play Store aktualisiert wird. Anstatt die Anwendung abrupt zu schließen, zeigt das System einen "Updating"-Bildschirm an. Das lässt auf eine verbesserte Prozessverwaltung im Hintergrund schließen, die Unterbrechungen im Workflow minimieren soll. Mit Aluminium OS scheint Google einen zweiten Anlauf zu wagen, nachdem das ähnliche Projekt "Andromeda" im Jahr 2016 eingestellt wurde.
Was haltet ihr von Googles Ansatz, Android und ChromeOS zu verschmelzen? Seht ihr darin eine echte Konkurrenz zu Windows oder MacOS? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Google arbeitet an Verschmelzung von Android und ChromeOS als Aluminium OS
- Bug-Report enthüllt versehentlich fortgeschrittenes Desktop-System auf HP-Laptop
- Entwicklung und Tests laufen bereits auf Intel-Hardware der zwölften Generation
- Desktop-Version von Chrome mit Erweiterungs-Button wird auf Android portiert
- System zeigt Split-Screen-Multitasking und verbesserte Mauszeiger-Sichtbarkeit
- Play Store läuft parallel und Chrome-Updates erfolgen mit minimaler Arbeitsunterbrechung
- Projekt ähnelt dem 2016 eingestellten Andromeda-Projekt von Google
Siehe auch:
- Android 17: Google bringt mehr Unschärfe in das Interface
- 3-in-1-Smartphone: NexPhone kommt mit Android, Windows und Linux
- Schluss mit einfach: Google erschwert Sideloading von Android-Apps
- Neue Android-16-Beta: Google mit lang ersehnten Fixes für Pixel-Handys
- Android 17: Neues Design bringt ein lange gewünschtes Feature
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