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LCD vs. OLED: Ausfallrate bei einer der Technologien deutlich höher

Ein umfangreicher Langzeittest liefert interessante Ergebnisse zur Haltbarkeit moderner Fernseher. Sowohl LCD- als auch OLED-Geräte haben ihren ganz eigenen Schwachstellen. Eine Technologie fällt jedoch deutlich häufiger aus als die andere.
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WinFuture/KI-generiert

Langzeittest liefert klares Ergebnis

Die Anschaffung eines neuen Fernsehers ist für gewöhnlich eine Investition für viele Jahre. Käufer stehen dabei meist vor der grundlegenden Entscheidung zwischen den zwei dominierenden Panel-Technologien: den selbstleuchtenden organischen Leuchtdioden (OLED) und den klassischen Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Ein aktueller Langzeittest, der über drei Jahre unter Laborbedingungen durchgeführt wurde, beleuchtet jetzt die tatsächliche Zuverlässigkeit dieser Geräte. Ziel der Untersuchung war es, jenseits von Marketingversprechen herauszufinden, welche Technik im Dauerbetrieb anfälliger für irreversible Schäden ist.

Besonders im Fokus stand dabei unter anderem die Frage, ob moderne Schutzmechanismen das gefürchtete Einbrennen bei OLEDs effektiv verhindern können und wie sich die komplexe Beleuchtungstechnik von LCD-Fernsehern unter dauerhafter thermischer Belastung verhält. Während OLED-Panels für ihren perfekten Schwarzwert und hohen Kontrast bekannt sind, gelten LCD-Modelle traditionell als robuster. Doch diese Grenzen verschwimmen immer weiter, da beide Technologien immer komplexer werden und die Bauteile extremer Hitzeentwicklung ausgesetzt sind.

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Der Faktor Zeit im Härtetest

Um valide Daten zu erhalten, haben die Experten von Rtings einen großangelegten Versuch gestartet. Über einen Zeitraum von 18.000 Stunden, was laut den Testern in etwa einer Nutzung von zehn Jahren entspricht, wurden mehr als 100 Fernsehgeräte verschiedener Hersteller einem beschleunigten Alterungsprozess unterzogen. Dabei liefen die Geräte bis zu 20 Stunden täglich. Die Resultate zeigen die Tester jetzt in einem YouTube-Video.

Bei den OLED-Modellen bestätigte sich das Risiko des sogenannten Burn-in-Effekts, insbesondere bei dauerhafter Anzeige statischer Elemente bei maximaler Helligkeit. Das ist in der Natur der organischen Materialien begründet, die sich mit der Zeit abnutzen. Besonders die roten Subpixel zeigten in vielen Fällen eine schnelleren Verfall als ihre blauen oder grünen Pendants, was zu Farbverschiebungen führt. Algorithmen zur Pixelverschiebung und Wartungszyklen im Standby-Modus konnten diesen Prozess zwar verlangsamen, aber bei extremen Nutzungsmustern nicht gänzlich verhindern.

LCDs fallen häufiger aus

Indes offenbarten LCD-Fernseher Schwächen, die oft weniger diskutiert werden. Hier war nicht das Panel selbst das Hauptproblem, sondern die Hintergrundbeleuchtung. In mehreren Fällen fielen einzelne LEDs aus oder verloren an Leuchtkraft, was zu dunklen Flecken im Bild oder zu dessen komplettem Ausfall führte. Noch gravierender waren physische Schäden durch Hitze. So kam es bei einigen Edge-Lit-Modellen, bei denen die LEDs am Rand sitzen, zu Rissen in den Lichtleiterplatten oder zu geschmolzenen Reflektoren.

Dieser Effekt beeinträchtigt die Bildhomogenität massiv. Die Ursache liegt dabei in der Bauweise. Denn LCDs blockieren Licht, um Schwarz darzustellen, was jedoch bedeutet, dass die Hintergrundbeleuchtung permanent gegen die Flüssigkristalle "anleuchtet". Die dabei entstehende Abwärme kann, wenn sie nicht effizient abgeführt wird, die Kunststoffkomponenten im Inneren des Gehäuses spröde machen oder verformen. Insgesamt fielen LCD-Fernseher aufgrund der Probleme mit ihrer Hintergrundbeleuchtung deutlich häufiger aus als OLEDs.
Rtings: LCD vs. OLED - Fernseher im LangzeittestBei LCD-Fernsehern kommt es häufiger... Rtings: LCD vs. OLED - Fernseher im Langzeittest...zu Ausfällen als bei OLED-Exemplaren

Technische Hintergründe im Detail

Technisch gesehen ist die organische Leuchtdiode ein Verschleißteil. Die Leuchtkraft nimmt mit jeder Betriebsstunde ab. Moderne OLED-Geräte versuchen das zu kompensieren, indem sie die Spannung für abgenutzte Pixel erhöhen, was jedoch wiederum die Wärmeentwicklung steigert. LCDs hingegen leiden unter der Komplexität ihrer Backlight-Lösung. Mini-LED-Fernseher mit tausenden kleinen Leuchtdioden erhöhen zwar den Kontrast, aber auch die Anzahl potenzieller Fehlerquellen auf der Platine.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass keine Technik perfekt ist. Wer überwiegend Filme und Serien schaut, erhält mit OLED die bessere Bildqualität bei geringerem Ausfallrisiko. Für Nutzer, die den Fernseher als PC-Monitor verwenden oder lange Zeit statische Bilder anzeigen lassen, bleibt LCD trotz der potenziellen Probleme mit der Hintergrundbeleuchtung die sicherere Wahl gegen permanentes Einbrennen. Über die Zeit robuster sind dem Test zufolge jedoch OLEDs. Rting stellt auf seiner Webseite weitere detaillierte Informationen zu den während des Tests beobachteten Ausfällen und zum Verlauf des Tests bereit.

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Haltbarkeit eurer Fernseher gemacht? Musstet ihr schon einmal ein Gerät wegen Einbrennen oder dunklen Flecken austauschen? Wir freuen uns auf eure Berichte in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Umfangreicher Langzeittest untersucht Haltbarkeit von OLED und LCD
  • Über 100 Geräte für mehr als 18.000 Stunden im Betrieb getestet
  • LCD-Fernseher fielen durch Probleme mit der Hintergrundbeleuchtung häufiger aus
  • OLED-Panels zeigten Einbrenneffekte besonders bei statischen Bildelementen
  • Moderne Schutzmechanismen können Einbrennen bei OLEDs nur verlangsamen
  • Bei LCDs führte Hitzeentwicklung zu Rissen und geschmolzenen Reflektoren

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