LG reagiert auf Kritik, nimmt Copilot-Zwangsbeglückung auf TVs zurück
Die Kritik an der ungefragten "Installation" von Microsoft Copilot auf LG-TVs zeigt Wirkung. Der Hersteller kündigte an, eine Löschfunktion für das ungeliebte Icon nachzureichen. Zuvor hatten Tausende Nutzer ihrem Ärger über die Zwangsbeglückung Luft gemacht.
Wie bereits berichtet, wurde vor einigen Tagen bekannt, dass ein aktuelles Update für LG-Fernseher Microsofts KI-Assistenten Copilot ungefragt auf den Bildschirm brachte - ohne eine Option, das Icon dauerhaft zu entfernen. Nach massiver Kritik von Anwendern lenkt der südkoreanische Hersteller nun ein. Das Unternehmen bestätigte, dass Besitzer der betroffenen Smart-TVs in Zukunft die Möglichkeit erhalten sollen, die Verknüpfung vollständig vom Homescreen zu löschen.
Der Unmut entzündete sich primär an der Tatsache, dass das Icon nach der Aktualisierung des Betriebssystems webOS prominent platziert wurde. Es ließ sich zwar ausblenden, aber nicht deinstallieren. Besonders auf Plattformen wie Reddit machten Tausende ihrem Ärger Luft. Ein einziger Thread im Subreddit Mildly Infuriating sammelte innerhalb kurzer Zeit über 36.000 Upvotes. Viele Anwender empfanden das Vorgehen als Zwangsbeglückung für Geräte, für die sie oft hohe Summen bezahlt hatten. Einige Nutzer gaben sogar an, ihre Fernseher aus Protest komplett vom Internet getrennt zu haben, um weitere ungewollte Änderungen zu unterbinden.
Dabei legte LG Wert auf eine technische Unterscheidung, die auch gegenüber The Verge kommuniziert wurde. Bei der Integration handelt es sich laut Herstellerangaben nicht um eine native, im Fernseher eingebettete Applikation. Vielmehr fungiert das Icon als reine Webverknüpfung, die eine Browser-Session startet, um auf die KI zuzugreifen. Das erklärt, warum LG die Funktion so schnell und breitflächig auf verschiedene Modellreihen ausrollen konnte, ohne tiefgreifende Firmware-Änderungen vornehmen zu müssen.
Das Thema Datenschutz war ein weiterer Treiber der Protestwelle. Nutzer befürchteten, Copilot könne ungefragt auf die im Fernseher verbauten Mikrofone zugreifen, um Gespräche im Wohnzimmer zu analysieren. LG versichert jedoch, dass Funktionen wie die Spracheingabe nur nach expliziter Zustimmung des Kunden aktiviert werden.
Obwohl die Ankündigung zur Besserung steht, müssen sich Besitzer betroffener Smart-TVs noch gedulden. Einen konkreten Zeitplan für das Update, welches die Löschfunktion nachreicht, nannte LG bislang nicht.
Haltet ihr die Reaktion von LG für ausreichend oder kommt die Einsicht zu spät? Wir sind gespannt auf eure Perspektiven zur zunehmenden Integration von Werbe- und Partner-Inhalten auf Smart TVs. Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
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Siehe auch:
Der Unmut entzündete sich primär an der Tatsache, dass das Icon nach der Aktualisierung des Betriebssystems webOS prominent platziert wurde. Es ließ sich zwar ausblenden, aber nicht deinstallieren. Besonders auf Plattformen wie Reddit machten Tausende ihrem Ärger Luft. Ein einziger Thread im Subreddit Mildly Infuriating sammelte innerhalb kurzer Zeit über 36.000 Upvotes. Viele Anwender empfanden das Vorgehen als Zwangsbeglückung für Geräte, für die sie oft hohe Summen bezahlt hatten. Einige Nutzer gaben sogar an, ihre Fernseher aus Protest komplett vom Internet getrennt zu haben, um weitere ungewollte Änderungen zu unterbinden.
LG reagiert auf massive Kritik
Wie Bloomberg unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher berichtet, nimmt sich der Konzern die Rückmeldungen zu Herzen. Dieser stellte klar: "Wir respektieren die Wahlfreiheit der Verbraucher und werden Schritte unternehmen, damit Nutzer das Shortcut-Icon löschen können, wenn sie dies wünschen." Das Unternehmen reagiert damit direkt auf den Vorwurf, Werbung und Partner-Dienste über die Nutzererfahrung zu stellen.Dabei legte LG Wert auf eine technische Unterscheidung, die auch gegenüber The Verge kommuniziert wurde. Bei der Integration handelt es sich laut Herstellerangaben nicht um eine native, im Fernseher eingebettete Applikation. Vielmehr fungiert das Icon als reine Webverknüpfung, die eine Browser-Session startet, um auf die KI zuzugreifen. Das erklärt, warum LG die Funktion so schnell und breitflächig auf verschiedene Modellreihen ausrollen konnte, ohne tiefgreifende Firmware-Änderungen vornehmen zu müssen.
Strategiewechsel hin zu Services
Der Vorfall ist kein Einzelfall, sondern Symptom einer größeren Strategie. LG wandelt sich nach eigenen Angaben schrittweise von einem reinen Hardware-Produzenten zu einer "Smart Life Solution Company". Das Geschäft mit Werbeanzeigen und Nutzerdaten auf der WebOS-Plattform gilt als extrem lukrativ und soll künftig Milliarden in die Kassen spülen. Das aggressive Platzieren von Partner-Diensten wie Copilot ist Teil dieser Neuausrichtung.Das Thema Datenschutz war ein weiterer Treiber der Protestwelle. Nutzer befürchteten, Copilot könne ungefragt auf die im Fernseher verbauten Mikrofone zugreifen, um Gespräche im Wohnzimmer zu analysieren. LG versichert jedoch, dass Funktionen wie die Spracheingabe nur nach expliziter Zustimmung des Kunden aktiviert werden.
Obwohl die Ankündigung zur Besserung steht, müssen sich Besitzer betroffener Smart-TVs noch gedulden. Einen konkreten Zeitplan für das Update, welches die Löschfunktion nachreicht, nannte LG bislang nicht.
Haltet ihr die Reaktion von LG für ausreichend oder kommt die Einsicht zu spät? Wir sind gespannt auf eure Perspektiven zur zunehmenden Integration von Werbe- und Partner-Inhalten auf Smart TVs. Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
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Zusammenfassung
- LG ermöglicht nach massiver Nutzerkritik das Löschen des Copilot-Icons
- Unerwünschte Platzierung auf dem Homescreen sorgte für Empörung im Netz
- Das Icon fungiert als Webverknüpfung und nicht als native Anwendung
- Über 36000 Upvotes sammelte ein kritischer Thread auf der Plattform Reddit
- LG wandelt sich strategisch von einem reinen Hardwarehersteller zur Lösungsfirma
- Nutzer befürchteten unbefugten Mikrofonzugriff durch die KI-Anwendung
- Der Zeitpunkt für das Update mit der Löschfunktion steht bislang nicht fest
Siehe auch:
- LG-Fernseher bekommen Microsofts KI-Copilot - keine Löschung möglich
- Microsoft Copilot down: KI-Assistent aktuell in Europa massiv gestört
- WhatsApp: Meta verbannt KI-Konkurrenten wie ChatGPT und Copilot
- Microsoft integriert Copilot Chat gratis in Word, Excel und PowerPoint
- Copilot ist ein Flop: Jetzt sollen Influencer Microsofts KI-Chatbot pushen
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