Screenshots vom laufenden Programm:
Große TV-Hersteller angeklagt
Mehrere große Fernseher-Hersteller müssen sich jetzt vor Gericht verantworten, weil sie ohne Zustimmung ihrer Kunden in deren Privatsphäre eingriffen: Sie fertigten Screenshots vom laufenden Programm an und schickten diese zur Auswertung nach Hause.
Nach Darstellung der texanischen Justizbehörden ist diese Technik in der Lage, in sehr kurzen Abständen, teils alle 500 Millisekunden, Bildschirmfotos zu erstellen. Auf diese Weise könne nahezu in Echtzeit nachvollzogen werden, welche Inhalte auf einem Smart-TV angesehen werden. Die Informationen sollen anschließend an Server der Hersteller übertragen worden sein, ohne dass Nutzer darüber ausreichend informiert worden seien oder ihre Zustimmung gegeben hätten.
Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton sprach von einem massiven Eingriff in die Privatsphäre. ACR sei ein unsichtbarer digitaler Eindringling, der sich unbemerkt Zugang zu den Wohnzimmern der Menschen verschaffe. Besonders kritisch sieht Paxtons Büro die Beteiligung der beiden chinesischen Unternehmen. Diese unterlägen Chinas nationalem Sicherheitsgesetz, das staatlichen Stellen weitreichende Zugriffsrechte auf Unternehmensdaten einräume. Daraus ergäben sich ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Daten US-amerikanischer Verbraucher.
Der Fall erinnert an frühere Auseinandersetzungen: Bereits 2017 zahlte der Smart-TV-Hersteller Vizio, der zu Walmart gehört, 2,2 Millionen Dollar, um Vorwürfe von US-Behörden beizulegen. Auch damals ging es um das heimliche Sammeln von Fernsehdaten von Millionen Nutzern, teils ergänzt um demografische Angaben, die anschließend für gezielte Werbung verkauft wurden.
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Siehe auch:
ACR-Technologie in der Kritik
Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Texas hat mehrere große Anbieter angeklagt. Betroffen sind die Konzerne Sony, Samsung und LG sowie die chinesischen Anbieter Hisense und TCL Technology Group. Im Mittelpunkt der Klagen steht die sogenannte Automated Content Recognition (ACR)-Technologie.Nach Darstellung der texanischen Justizbehörden ist diese Technik in der Lage, in sehr kurzen Abständen, teils alle 500 Millisekunden, Bildschirmfotos zu erstellen. Auf diese Weise könne nahezu in Echtzeit nachvollzogen werden, welche Inhalte auf einem Smart-TV angesehen werden. Die Informationen sollen anschließend an Server der Hersteller übertragen worden sein, ohne dass Nutzer darüber ausreichend informiert worden seien oder ihre Zustimmung gegeben hätten.
Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton sprach von einem massiven Eingriff in die Privatsphäre. ACR sei ein unsichtbarer digitaler Eindringling, der sich unbemerkt Zugang zu den Wohnzimmern der Menschen verschaffe. Besonders kritisch sieht Paxtons Büro die Beteiligung der beiden chinesischen Unternehmen. Diese unterlägen Chinas nationalem Sicherheitsgesetz, das staatlichen Stellen weitreichende Zugriffsrechte auf Unternehmensdaten einräume. Daraus ergäben sich ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Daten US-amerikanischer Verbraucher.
Sensible Daten nach China
Paxton betonte, niemand müsse beim Kauf eines Fernsehgeräts damit rechnen, persönliche Informationen preiszugeben. Das Vorgehen der Hersteller sei irreführend und rechtswidrig. Unternehmen, insbesondere solche mit möglichen Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas, hätten kein Recht, Geräte in privaten Haushalten auszuspionieren. Stellungnahmen der betroffenen Firmen lagen zunächst nicht vor. Vertreter von Sony, Samsung, Hisense und TCL äußerten sich auf Anfrage nicht. LG erklärte lediglich, man kommentiere laufende Gerichtsverfahren grundsätzlich nicht.Der Fall erinnert an frühere Auseinandersetzungen: Bereits 2017 zahlte der Smart-TV-Hersteller Vizio, der zu Walmart gehört, 2,2 Millionen Dollar, um Vorwürfe von US-Behörden beizulegen. Auch damals ging es um das heimliche Sammeln von Fernsehdaten von Millionen Nutzern, teils ergänzt um demografische Angaben, die anschließend für gezielte Werbung verkauft wurden.
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Zusammenfassung
- Große TV-Hersteller wie Sony, Samsung und LG wegen Screenshots angeklagt
- Automated Content Recognition macht alle 500 Millisekunden Bildschirmfotos
- Daten wurden ohne ausreichende Information der Nutzer an Server übertragen
- Generalstaatsanwalt Ken Paxton kritisiert massiven Eingriff in Privatsphäre
- Besondere Bedenken wegen chinesischer Unternehmen und deren Datensicherheit
- Unternehmen hätten kein Recht, Geräte in privaten Haushalten auszuspionieren
- Ähnlicher Fall: TV-Hersteller Vizio zahlte 2017 bereits 2,2 Millionen Dollar
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