Microsoft aktiviert AppX Deployment Service in Windows standardmäßig
Hohe CPU-Last, geflutete Logs und gesperrte Dienste: Windows Server 2025 macht Administratoren nach dem jüngsten Update das Leben schwer. Schuld ist eine Änderung am AppXSVC, die sich nur über umständliche Umwege rückgängig machen lässt.
Doch parallel zur Geschwindigkeitssteigerung aktiviert Microsoft standardmäßig einen ressourcenintensiven Systemdienst, der bei einer Reihe von Nutzern für Probleme sorgt. Der Dienst führt auf vielen Systemen zu instabilen Zuständen, da dieser unnötig CPU- und Speicherressourcen beansprucht.
Der Dienst verwaltet Store-Apps und beendet sich bei Inaktivität normalerweise selbst. Durch die neue Konfiguration interpretiert der Service Control Manager diesen Zustand jedoch als Fehler und startet den Dienst ständig neu - eine Endlosschleife, die Monitoring-Systeme wie Zabbix belastet. Microsoft hat die Änderung inzwischen in den aktualisierten Release-Notes zu KB5072033 bestätigt (via Neowin).
Laut Microsoft empfiehlt sich folgender Ablauf:
Ein Neustart des Servers ist danach in der Regel nicht erforderlich.
Habt ihr die Reboot-Schleifen des AppXSVC in euren Logs bemerkt oder läuft Server 2025 bei euch stabil? Schreibt eure Erfahrungen mit dem Dezember-Update in die Kommentare.
Siehe auch:
Performance-Schub trifft Ressourcen-Hunger
Microsoft kündigt für Windows Server 2025 deutliche Leistungssteigerungen im Speicherbereich an. Eine neue native Funktion soll die Speichergeschwindigkeit und den Datendurchsatz um bis zu 80 Prozent erhöhen.Doch parallel zur Geschwindigkeitssteigerung aktiviert Microsoft standardmäßig einen ressourcenintensiven Systemdienst, der bei einer Reihe von Nutzern für Probleme sorgt. Der Dienst führt auf vielen Systemen zu instabilen Zuständen, da dieser unnötig CPU- und Speicherressourcen beansprucht.
Auslöser ist das kumulative Update KB5072033
Ursache ist das kumulative Update KB5072033 für Windows Server 2025 sowie Windows 11 (Versionen 24H2 und 25H2). Es ändert den Starttyp des "AppX Deployment Service" (AppXSVC) von "Manuell" auf "Automatisch".Der Dienst verwaltet Store-Apps und beendet sich bei Inaktivität normalerweise selbst. Durch die neue Konfiguration interpretiert der Service Control Manager diesen Zustand jedoch als Fehler und startet den Dienst ständig neu - eine Endlosschleife, die Monitoring-Systeme wie Zabbix belastet. Microsoft hat die Änderung inzwischen in den aktualisierten Release-Notes zu KB5072033 bestätigt (via Neowin).
Kniff via Registry-Eingriff
Um die CPU-Last und die Protokollflut zu beenden, ist laut Günter Born ein Eingriff in die Windows-Registrierung notwendig. Der Schlüssel `HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\AppXSVC` gehört nun dem "TrustedInstaller". Administratoren müssen ihn vorübergehend übernehmen, um Änderungen vorzunehmen.Laut Microsoft empfiehlt sich folgender Ablauf:
- Im Registrierungs-Editor den Besitzer des Schlüssels auf "Administratoren" ändern.
- Den Administratoren "Vollzugriff" gewähren.
- Den DWORD-Wert "Start" von 2 (Automatisch) auf 3 (Manuell) setzen.
- Den Besitzer wieder auf "NT SERVICE\TrustedInstaller" zurückstellen und die zusätzlichen Admin-Rechte entfernen.
Ein Neustart des Servers ist danach in der Regel nicht erforderlich.
Habt ihr die Reboot-Schleifen des AppXSVC in euren Logs bemerkt oder läuft Server 2025 bei euch stabil? Schreibt eure Erfahrungen mit dem Dezember-Update in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Windows Update KB5072033 ändert AppXSVC-Dienst von manuell auf automatisch
- Endlose Start-Stopp-Schleife verursacht hohe CPU-Last und flutende Logs
- Microsoft bestätigt die Änderung zur Verbesserung der Zuverlässigkeit
- Besonders Server 2025 betroffen, während ältere Versionen verschont bleiben
- Lösung erfordert komplexe Anpassungen der Registrierungsdatenbank
- Administratoren müssen vorübergehend Besitzrechte des TrustedInstaller ändern
- DWORD-Wert für Start muss von 2 auf 3 zurückgesetzt werden
Siehe auch:
- Windows 11: 'Kaputte' Datei-Vorschau ist kein Bug, sondern Feature
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- Windows Update: Microsoft erklärt Grund für doppelte Treiber-Updates
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