Windows 11 erhält neues Vorschau-Update:
Daran arbeitet Microsoft
Microsoft veröffentlicht mit Build 26220.7344 eine umfangreiche Vorschau für Windows 11. Neben einer tieferen Integration von KI-Agenten steht eine zentrale Verwaltung für App-Updates im Fokus. Allerdings führt die Version auch wieder einige neue Probleme ein.
Das Aktualisierung, die derzeit im Dev- und Beta-Kanal des Insider-Programms verteilt wird, implementiert erstmals eine native Unterstützung für das Model Context Protocol (MCP). Dieser offene Standard ermöglicht es KI-Agenten, über eine gesicherte On-Device-Registry (ODR) direkt mit Anwendungen und Systemwerkzeugen zu kommunizieren, ohne dass Daten zwingend in die Cloud gesendet werden müssen.
Konkret bedeutet das für Nutzer von modernen Copilot+ PCs, dass digitale Agenten nach entsprechender Freigabe tiefgreifender mit dem System interagieren können. Sie sind in der Lage, den Datei-Explorer zu durchsuchen oder Systemeinstellungen per natürlicher Spracheingabe zu ändern. Ein Anwendungsbeispiel ist das Auffinden von Dateien anhand komplexer Bildinhalte oder das direkte Steuern von Hardware-Settings wie Audio-Eingängen. Durch die lokale Verarbeitung in der ODR soll dabei der Datenschutz gewahrt bleiben, während die Latenz bei der Ausführung von Befehlen sinkt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Aktualisierung liegt auf der administrativen Ebene. Im Bereich "Einstellungen" > "Apps" findet sich nun der neue Reiter "App-Updates". Dieser basiert auf der Unified Update Orchestration Platform (UOP). Ziel dieser Schnittstelle ist es, die Fragmentierung von Aktualisierungsmechanismen unter Windows zu beenden. Bislang nutzen viele Programme eigene Updater-Dienste, die permanent im Hintergrund laufen und Ressourcen verbrauchen. Anwendungen, die die neue API nutzen, können Updates basierend auf der Nutzeraktivität im Hintergrund laden und installieren, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen. Aktuell ist diese Liste aber noch leer, da Entwickler ihre Software erst anpassen müssen.
Zusätzlich wurde die Funktion "Quick Machine Recovery" (QMR) für Windows 11 Pro angepasst. Auf Geräten, die keiner Domäne angehören, ist diese Wiederherstellungsoption ab sofort standardmäßig aktiviert. Das Tool ermöglicht es Administratoren und versierten Nutzern, das System bei schwerwiegenden Boot-Problemen über die Wiederherstellungsumgebung einfacher zurückzusetzen, ohne dabei persönliche Daten zu verlieren. Auch das "Öffnen mit"-Menü wurde logisch erweitert. Findet das System keine lokal installierte Anwendung für einen Dateityp, schlägt es jetzt direkt passende Apps aus dem Microsoft Store vor.
Trotz dieser Korrekturen ist die Installation auf Rechnern für den täglichen Gebrauch mit Vorsicht zu genießen, da die Insider-Version noch Instabilitäten aufweist. Zu den bekannten Problemen gehört, dass sich das Startmenü sowie das Benachrichtigungscenter bei Mausklicks eventuell nicht öffnen lassen. Auch der Datei-Explorer neigt in dieser Version zu Fehlern. So berichten Tester von Abstürzen der "explorer.exe", wenn das Kontextmenü aufgerufen wird. Zudem kann es vorkommen, dass verbundene Bluetooth-Geräte ihren Batteriestand nicht korrekt an das System übermitteln, was eine rechtzeitige Warnung vor leeren Akkus verhindert.
Was haltet ihr von den neuen zentral gesteuerten App-Updates? Seht ihr darin einen Vorteil oder befürchtet ihr eher Bevormundung? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren.
Siehe auch:
KI-Integration per Registry
Während Microsoft Windows 11 25H2 für alle Nutzer per Knopfdruck verfügbar macht, sorgen einige Updates für das Betriebssystem erneut für Probleme. So erleben Nutzer etwa nach der Installation des Vorschau-Updates KB5070311 im dunklen Modus einen unangenehm grellen Schreckmoment. Deutlich ältere Updates lassen zudem bei einigen Nutzern den Passwort-Button auf dem Login-Bildschirm verschwinden. Und die Liste geht noch weiter. Zuletzt hatte es daher viel Kritik in Richtung Redmond gegeben. Etliche Nutzer sind überzeugt, das Unternehmen solle sich lieber auf Fehlerbehebungen konzentrieren, anstatt die KI-Integration weiter auszubauen. Mit der jetzigen Veröffentlichung des Vorschau-Updates KB5070316 (Build 26220.7344) treibt man den Einbau intelligenter Assistenten jedoch weiter voran.Das Aktualisierung, die derzeit im Dev- und Beta-Kanal des Insider-Programms verteilt wird, implementiert erstmals eine native Unterstützung für das Model Context Protocol (MCP). Dieser offene Standard ermöglicht es KI-Agenten, über eine gesicherte On-Device-Registry (ODR) direkt mit Anwendungen und Systemwerkzeugen zu kommunizieren, ohne dass Daten zwingend in die Cloud gesendet werden müssen.
Konkret bedeutet das für Nutzer von modernen Copilot+ PCs, dass digitale Agenten nach entsprechender Freigabe tiefgreifender mit dem System interagieren können. Sie sind in der Lage, den Datei-Explorer zu durchsuchen oder Systemeinstellungen per natürlicher Spracheingabe zu ändern. Ein Anwendungsbeispiel ist das Auffinden von Dateien anhand komplexer Bildinhalte oder das direkte Steuern von Hardware-Settings wie Audio-Eingängen. Durch die lokale Verarbeitung in der ODR soll dabei der Datenschutz gewahrt bleiben, während die Latenz bei der Ausführung von Befehlen sinkt.
Microsoft modernisiert Multimedia
Wie Microsoft im Blogbeitrag zu diesem Build ausführt, markiert das Update auch den Startschuss für die neuen Windows MIDI Services. Für Anwender im kreativen Umfeld ist das eine signifikante Änderung, da der bisherige Stack teilweise noch auf Technologien der neunziger Jahre basierte. Der neue Dienst bietet volle Unterstützung für MIDI 1.0 und den modernen MIDI-2.0-Standard. Letzterer erlaubt eine bidirektionale Kommunikation zwischen Computer und Instrument sowie eine deutlich höhere Auflösung der Steuerdaten. Zudem wurde die Multi-Client-Fähigkeit eingeführt, sodass mehrere Anwendungen gleichzeitig auf denselben MIDI-Port zugreifen können, was bisher oft Drittanbieter-Treiber erforderte.Ein weiterer Schwerpunkt der Aktualisierung liegt auf der administrativen Ebene. Im Bereich "Einstellungen" > "Apps" findet sich nun der neue Reiter "App-Updates". Dieser basiert auf der Unified Update Orchestration Platform (UOP). Ziel dieser Schnittstelle ist es, die Fragmentierung von Aktualisierungsmechanismen unter Windows zu beenden. Bislang nutzen viele Programme eigene Updater-Dienste, die permanent im Hintergrund laufen und Ressourcen verbrauchen. Anwendungen, die die neue API nutzen, können Updates basierend auf der Nutzeraktivität im Hintergrund laden und installieren, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen. Aktuell ist diese Liste aber noch leer, da Entwickler ihre Software erst anpassen müssen.
Zusätzlich wurde die Funktion "Quick Machine Recovery" (QMR) für Windows 11 Pro angepasst. Auf Geräten, die keiner Domäne angehören, ist diese Wiederherstellungsoption ab sofort standardmäßig aktiviert. Das Tool ermöglicht es Administratoren und versierten Nutzern, das System bei schwerwiegenden Boot-Problemen über die Wiederherstellungsumgebung einfacher zurückzusetzen, ohne dabei persönliche Daten zu verlieren. Auch das "Öffnen mit"-Menü wurde logisch erweitert. Findet das System keine lokal installierte Anwendung für einen Dateityp, schlägt es jetzt direkt passende Apps aus dem Microsoft Store vor.
Fehlerkorrekturen und offene Probleme
Das Update adressiert zudem mehrere spezifische Fehler, die den Arbeitsalltag beeinträchtigen konnten. So wurde ein Problem behoben, bei dem das Suchfenster isoliert und ohne Bezug zur Taskleiste auf dem Desktop schwebte. Auch die Fingerabdruckerkennung via Windows Hello, die in vorherigen Builds auf manchen Systemen nach dem Ruhezustand den Dienst verweigerte, soll nun wieder zuverlässig funktionieren. Ebenso korrigieren die Entwickler einen Fehler, der beim Drücken der Tastenkombination Windows + P das Einblenden des Projektions-Menüs für externe Monitore verhinderte.Trotz dieser Korrekturen ist die Installation auf Rechnern für den täglichen Gebrauch mit Vorsicht zu genießen, da die Insider-Version noch Instabilitäten aufweist. Zu den bekannten Problemen gehört, dass sich das Startmenü sowie das Benachrichtigungscenter bei Mausklicks eventuell nicht öffnen lassen. Auch der Datei-Explorer neigt in dieser Version zu Fehlern. So berichten Tester von Abstürzen der "explorer.exe", wenn das Kontextmenü aufgerufen wird. Zudem kann es vorkommen, dass verbundene Bluetooth-Geräte ihren Batteriestand nicht korrekt an das System übermitteln, was eine rechtzeitige Warnung vor leeren Akkus verhindert.
Was haltet ihr von den neuen zentral gesteuerten App-Updates? Seht ihr darin einen Vorteil oder befürchtet ihr eher Bevormundung? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Microsoft veröffentlicht Windows 11-Vorschau mit tieferer KI-Integration
- Neue MCP-Unterstützung ermöglicht direkte Interaktion von KI-Agenten
- Windows MIDI Services bringt volle Unterstützung für MIDI 1.0 und 2.0
- Neue zentrale Verwaltung für App-Updates soll Fragmentierung beenden
- Quick Machine Recovery für Windows 11 Pro standardmäßig aktiviert
- Update behebt mehrere Fehler, führt aber auch neue Probleme ein
- Insider-Version zeigt Instabilitäten bei Startmenü und Datei-Explorer
Siehe auch:
- Windows 11: Version 25H2 jetzt auf Knopfdruck für alle verfügbar
- Windows 11 bekommt per Update ein modernes Ausführen-Fenster
- Microsoft entschärft stillschweigend gravierende Windows-Lücke
- Windows 11: Microsoft will CPU-Liste vereinfachen, erreicht Gegenteil
- Linux-Vater Torvalds erklärt: Windows oft nicht schuld an Bluescreens
Thema:
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