Microsoft wehrt sich gegen Bericht über KI-Flaute und Absatzkrise
Microsoft hat jetzt einen Medienbericht energisch zurückgewiesen, wonach mehrere Geschäftsbereiche ihre Wachstumsziele für den Verkauf bestimmter KI-Produkte herabgesetzt hätten, weil das Interesse der Kunden abflaut.
Ein Unternehmenssprecher sprach gegenüber Reuters von einer "falschen Darstellung" und warf dem Medium vor, grundlegende Begriffe wie Wachstumsziele und individuelle Vertriebsquoten miteinander zu verwechseln. Die übergreifenden Vorgaben für den KI-Vertrieb seien "nicht gesenkt worden", betonte Microsoft. Der deutliche Widerspruch zeigte Wirkung: Nach anfänglichen Kursverlusten von fast drei Prozent machten die Aktien einen Teil der Einbußen wieder gut.
Der Bericht fällt in eine Zeit wachsender Unsicherheit rund um den KI-Boom. Während Tech-Konzerne Milliarden in Rechenzentren und neue Modellgenerationen investieren, bleibt die tatsächliche Nutzung durch Unternehmen laut Analysten häufig hinter den Erwartungen zurück. Eine MIT-Studie zeigte jüngst, dass nur rund fünf Prozent der KI-Projekte über Pilotphasen hinauskommen. Beispiele wie die Private-Equity-Firma Carlyle, die ihre Ausgaben für Microsofts Copilot Studio wegen technischer Schwierigkeiten verringert haben soll, verstärken diese Skepsis.
Auch im Azure-Vertrieb herrscht offenbar Druck: The Information berichtete, dass ein US-Sales-Team seine Kundenausgaben für das KI-Entwicklungstool Foundry um 50 Prozent steigern sollte - eine Marke, die weniger als ein Fünftel der Mitarbeiter erreichte. Im aktuellen Geschäftsjahr sollen die Ziele demnach auf rund 25 Prozent reduziert worden sein. Microsoft kommentierte diese Angaben nicht weiter.
Im Fall von Microsoft zahlt sich die bisherige Strategie bislang aber auch aus. Azure wuchs im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 40 Prozent und übertraf damit die Erwartungen. Der KI-Schub trug außerdem dazu bei, dass das Unternehmen in diesem Jahr nach Nvidia als zweiter Konzern die Marke von vier Billionen Dollar Börsenwert erreichte.
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Alles ganz anders?
Das Magazin The Information hatte unter Berufung auf nicht namentlich genannte Mitarbeitende berichtet, dass vor allem im Azure-Cloudgeschäft Zielvorgaben reduziert worden seien, nachdem zahlreiche Vertriebsmitarbeitende ihre Vorgaben im vergangenen Geschäftsjahr verfehlt hätten.Ein Unternehmenssprecher sprach gegenüber Reuters von einer "falschen Darstellung" und warf dem Medium vor, grundlegende Begriffe wie Wachstumsziele und individuelle Vertriebsquoten miteinander zu verwechseln. Die übergreifenden Vorgaben für den KI-Vertrieb seien "nicht gesenkt worden", betonte Microsoft. Der deutliche Widerspruch zeigte Wirkung: Nach anfänglichen Kursverlusten von fast drei Prozent machten die Aktien einen Teil der Einbußen wieder gut.
Der Bericht fällt in eine Zeit wachsender Unsicherheit rund um den KI-Boom. Während Tech-Konzerne Milliarden in Rechenzentren und neue Modellgenerationen investieren, bleibt die tatsächliche Nutzung durch Unternehmen laut Analysten häufig hinter den Erwartungen zurück. Eine MIT-Studie zeigte jüngst, dass nur rund fünf Prozent der KI-Projekte über Pilotphasen hinauskommen. Beispiele wie die Private-Equity-Firma Carlyle, die ihre Ausgaben für Microsofts Copilot Studio wegen technischer Schwierigkeiten verringert haben soll, verstärken diese Skepsis.
Auch im Azure-Vertrieb herrscht offenbar Druck: The Information berichtete, dass ein US-Sales-Team seine Kundenausgaben für das KI-Entwicklungstool Foundry um 50 Prozent steigern sollte - eine Marke, die weniger als ein Fünftel der Mitarbeiter erreichte. Im aktuellen Geschäftsjahr sollen die Ziele demnach auf rund 25 Prozent reduziert worden sein. Microsoft kommentierte diese Angaben nicht weiter.
Enorme Investitionen
Finanzanalysten sehen die Unternehmen aber ohnehin erst am Anfang eines längeren Transformationsprozesses. Zwar gehe die Einführung von KI oft langsamer voran als erhofft, das Potenzial für Produktivitätsgewinne bleibe aber groß. Zugleich steigt der Druck der Investoren: Die US-Techriesen müssen zeigen, dass ihre enormen Ausgaben - allein Microsoft investierte zuletzt fast 35 Milliarden Dollar in einem Quartal - konkrete Rendite bringen.Im Fall von Microsoft zahlt sich die bisherige Strategie bislang aber auch aus. Azure wuchs im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 40 Prozent und übertraf damit die Erwartungen. Der KI-Schub trug außerdem dazu bei, dass das Unternehmen in diesem Jahr nach Nvidia als zweiter Konzern die Marke von vier Billionen Dollar Börsenwert erreichte.
Zusammenfassung
- Microsoft weist Bericht über reduzierte KI-Verkaufsziele entschieden zurück
- Unternehmenssprecher bezeichnet Darstellung im Magazin The Information als falsch
- Microsoft betont, dass übergreifende Vorgaben für KI-Vertrieb nicht gesenkt wurden
- Trotz Milliarden-Investitionen bleibt die tatsächliche KI-Nutzung oft hinter Erwartungen
- Laut MIT-Studie kommen nur etwa fünf Prozent der KI-Projekte über Pilotphasen hinaus
- Azure-Cloudgeschäft wuchs im ersten Quartal dennoch um beachtliche 40 Prozent
- Microsoft erreichte 2024 als zweites Unternehmen vier Billionen Dollar Börsenwert
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