Erste Starts 2027: Google plant solargetriebene Datenzentren im All
Google bereitet aktuell einen weiteren technologischen Vorstoß vor: Das Unternehmen will Datenzentren in die Erdumlaufbahn befördern und dort mit Solarenergiebetreiben. Das Projekt trägt den Namen Suncatcher.
In einem Gespräch mit dem US-Sender Fox News erläuterte Google-Chef Sundar Pichai, dass die Energieversorgung zu einem der größten Engpässe der modernen Datenverarbeitung geworden sei, insbesondere im Zuge des rasanten Wachstums künstlicher Intelligenz.
Die serverintensiven Anwendungen verschlingen enorme Mengen Strom, was nicht nur Energiekosten in die Höhe treibt, sondern auch regionale Stromnetze an ihre Grenzen bringt. Ein Bericht des Lawrence Berkeley National Laboratory aus dem vergangenen Jahr schätzt, dass Rechenzentren in den USA bereits mehr als vier Prozent des nationalen Stromverbrauchs ausmachen. Bis 2028 könnte dieser Anteil auf zwölf Prozent steigen.
Project Suncatcher soll hier gegensteuern: Google will kleine Server-Racks in den Orbit schicken, die an Bord zweier Testsatelliten erstmals ihre Arbeit aufnehmen. Die Zusammenarbeit mit dem Satellitenunternehmen Planet bildet dabei den technischen Rahmen. Statt Glasfaser kommen für die Datenübertragung Laserstrecken zum Einsatz, über die die Systeme miteinander kommunizieren. Herzstück der Anlagen sind Googles Tensor Processing Units (TPUs), die für KI-Modelle optimiert sind.
Nachhaltig ist dieser Ansatz allerdings kaum. Denn Satelliten haben nur eine begrenzte Lebensdauer und fallen irgendwann in Richtung Erde zurück, wo sie dann weitgehend beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen. Dies sorgt bereits bei den jetzigen Satellitenflotten für eine spürbare Verschmutzung der oberen Atmosphärenschichten.
Siehe auch:
Stromversorgung auslagern
Rechenzentren sollen zukünftig im Weltraum betrieben und ausschließlich mit Sonnenenergie versorgt werden. Erste Testeinheiten sollen bereits 2027 in eine Umlaufbahn gebracht werden. Davon erhofft man sich, eines der Kernprobleme in der heutigen IT-Infrastruktur zumindest abzumildern.In einem Gespräch mit dem US-Sender Fox News erläuterte Google-Chef Sundar Pichai, dass die Energieversorgung zu einem der größten Engpässe der modernen Datenverarbeitung geworden sei, insbesondere im Zuge des rasanten Wachstums künstlicher Intelligenz.
Die serverintensiven Anwendungen verschlingen enorme Mengen Strom, was nicht nur Energiekosten in die Höhe treibt, sondern auch regionale Stromnetze an ihre Grenzen bringt. Ein Bericht des Lawrence Berkeley National Laboratory aus dem vergangenen Jahr schätzt, dass Rechenzentren in den USA bereits mehr als vier Prozent des nationalen Stromverbrauchs ausmachen. Bis 2028 könnte dieser Anteil auf zwölf Prozent steigen.
Project Suncatcher soll hier gegensteuern: Google will kleine Server-Racks in den Orbit schicken, die an Bord zweier Testsatelliten erstmals ihre Arbeit aufnehmen. Die Zusammenarbeit mit dem Satellitenunternehmen Planet bildet dabei den technischen Rahmen. Statt Glasfaser kommen für die Datenübertragung Laserstrecken zum Einsatz, über die die Systeme miteinander kommunizieren. Herzstück der Anlagen sind Googles Tensor Processing Units (TPUs), die für KI-Modelle optimiert sind.
Nicht so nachhaltig
Langfristig stellt sich der Konzern eine ganze Flotte vernetzter Solarsatelliten vor, die zu einem verteilten Hochleistungsrechenzentrum verschmelzen. Pichai geht davon aus, dass solche Anlagen innerhalb des kommenden Jahrzehnts zum Normalfall werden könnten. Rechenzentren im Gigawatt-Maßstab seien perspektivisch denkbar und könnten die steigende Nachfrage der KI-Industrie nach Rechenleistung nachhaltig decken, so zumindest die Vorstellung im Google-Vorstand.Nachhaltig ist dieser Ansatz allerdings kaum. Denn Satelliten haben nur eine begrenzte Lebensdauer und fallen irgendwann in Richtung Erde zurück, wo sie dann weitgehend beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen. Dies sorgt bereits bei den jetzigen Satellitenflotten für eine spürbare Verschmutzung der oberen Atmosphärenschichten.
Zusammenfassung
- Google plant Datenzentren im Orbit unter dem Projektnamen Suncatcher
- Erste Testsatelliten für solargetriebene Rechenzentren sollen 2027 starten
- Steigende Energiekosten und KI-Bedarf motivieren das Weltraumprojekt
- Stromverbrauch von Rechenzentren könnte bis 2028 auf 12 Prozent ansteigen
- Die Satelliten sollen mittels Lasertechnik statt Glasfaser kommunizieren
- Google plant langfristig eine Flotte vernetzter Solarsatelliten im Gigawatt-Maßstab
- Kritik an mangelnder Nachhaltigkeit wegen begrenzter Satellitenlebensdauer
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