AMD schockt PC-Bauer: Sämtliche Ryzen-CPUs werden wohl teurer
Nach Berichten über teurere Radeon-Grafikkarten zieht AMD jetzt wohl auch bei seinen Ryzen-Prozessoren nach. Die Preisanpassungen sollen angeblich nicht nur aktuelle Modelle, sondern das gesamte Portfolio betreffen.
Besonders bitter ist der Umfang der Anpassung. So sollen nicht nur die neuesten High-End-Modelle der Ryzen-9000-Serie auf Basis der Zen-5-Architektur betroffen sein, sondern auch ältere Generationen. Dazu zählen die Ryzen-7000-Chips sowie die weiterhin populären Ryzen-5000-Modelle für den langlebigen AM4-Sockel. Diese breite Streuung deutet darauf hin, dass es sich um eine fundamentale Anpassung in der Kalkulation des Herstellers handelt.
Die Informationen zu AMDs Plänen liefert das Hardware-Magazin Overclock3D. Unter Berufung auf Industriequellen berichtet die Seite, dass AMD seine Partner bereits über die neuen Konditionen informiert hat. Die Änderungen sollen unmittelbar in Kraft getreten sein und betreffen zunächst die Einkaufspreise für Distributoren.
Branchenbeobachter vermuten die Gründe tiefer in der Lieferkette. Die Fertigung moderner Prozessoren ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. AMD lässt seine Chiplets beim taiwanischen Auftragsfertiger TSMC produzieren. Die Kosten für Wafer sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Insbesondere die fortschrittlichen Fertigungsverfahren wie 5 Nanometer und 4 Nanometer, die für Zen 4 und Zen 5 zum Einsatz kommen, sind in der Herstellung vergleichsweise kostenintensiv.
Zusätzlich konkurriert AMD um die begrenzten Fertigungskapazitäten bei TSMC. Da der taiwanische Hersteller auch die lukrativen KI-Beschleuniger für diverse Tech-Giganten fertigt, könnte eine Priorisierung dieser Produkte dazu führen, dass die Preise für Kapazitäten im klassischen Consumer-Bereich steigen.
Was haltet ihr von dieser vermeintlichen Preisentwicklung bei AMD? Plant ihr jetzt noch schnell ein CPU-Upgrade oder habt ihr momentan ohnehin keinen Bedarf? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Preisanstieg nach Cyber Monday
Wer zum Black Friday und Cyber Monday nicht zugeschlagen und eine neue CPU gekauft hat, muss sich eventuell auf eine unangenehme Überraschung einstellen. Denn nach vermeintlichen Plänen zur Erhöhung der Grafikkartenpreise hat AMD offenbar beschlossen, auch die Preise für seine Desktop-Prozessoren flächendeckend anzuheben. Diese Maßnahme trifft den Markt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da PC-Selbstbauer bereits mit steigenden Kosten für Komponenten zu kämpfen haben.Besonders bitter ist der Umfang der Anpassung. So sollen nicht nur die neuesten High-End-Modelle der Ryzen-9000-Serie auf Basis der Zen-5-Architektur betroffen sein, sondern auch ältere Generationen. Dazu zählen die Ryzen-7000-Chips sowie die weiterhin populären Ryzen-5000-Modelle für den langlebigen AM4-Sockel. Diese breite Streuung deutet darauf hin, dass es sich um eine fundamentale Anpassung in der Kalkulation des Herstellers handelt.
Die Informationen zu AMDs Plänen liefert das Hardware-Magazin Overclock3D. Unter Berufung auf Industriequellen berichtet die Seite, dass AMD seine Partner bereits über die neuen Konditionen informiert hat. Die Änderungen sollen unmittelbar in Kraft getreten sein und betreffen zunächst die Einkaufspreise für Distributoren.
Hintergrund der Preiserhöhungen
Während bei den Radeon-Grafikkarten oft der teure GDDR6-Videospeicher und die hohe Nachfrage aus dem KI-Sektor für Preiserhöhungen von rund zehn Prozent verantwortlich sind, ist die CPU-Sparte nicht direkt von den volatilen DRAM-Preisen abhängig, da Prozessoren keinen aufgelöteten Arbeitsspeicher in vergleichbaren Mengen besitzen. Die Ursachen für den Preisanstieg bei den CPUs sind daher wohl struktureller Natur und nicht direkt mit der aktuellen Knappheit am Speichermarkt verknüpft.Branchenbeobachter vermuten die Gründe tiefer in der Lieferkette. Die Fertigung moderner Prozessoren ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. AMD lässt seine Chiplets beim taiwanischen Auftragsfertiger TSMC produzieren. Die Kosten für Wafer sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Insbesondere die fortschrittlichen Fertigungsverfahren wie 5 Nanometer und 4 Nanometer, die für Zen 4 und Zen 5 zum Einsatz kommen, sind in der Herstellung vergleichsweise kostenintensiv.
Zusätzlich konkurriert AMD um die begrenzten Fertigungskapazitäten bei TSMC. Da der taiwanische Hersteller auch die lukrativen KI-Beschleuniger für diverse Tech-Giganten fertigt, könnte eine Priorisierung dieser Produkte dazu führen, dass die Preise für Kapazitäten im klassischen Consumer-Bereich steigen.
Folgen für Endkunden
Die Preisanpassung erfolgt zunächst auf Ebene der Großhändler. Das bedeutet für den Endkunden, dass die Preise nicht zwangsläufig bei jedem Anbieter sofort steigen müssen. Lagerbestände, die noch zu alten Konditionen eingekauft wurden, könnten vorerst noch günstiger angeboten werden. Das dürfte jedoch nur eine Momentaufnahme sein. Sobald die Händler ihre Lager wieder auffüllen müssen, werden die erhöhten Einkaufspreise wahrscheinlich an die Kunden weitergegeben.Was haltet ihr von dieser vermeintlichen Preisentwicklung bei AMD? Plant ihr jetzt noch schnell ein CPU-Upgrade oder habt ihr momentan ohnehin keinen Bedarf? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- AMD erhöht angeblich die Preise für sein gesamtes Ryzen-CPU-Portfolio
- Preisanpassung soll sowohl Ryzen-9000-Serie als auch ältere Modelle betreffen
- Einkaufspreise für Distributoren wurden wohl bereits angepasst
- Preissteigerung könnte mit gestiegenen Waferkosten zusammenhängen
- TSMC priorisiert möglicherweise lukrativere KI-Beschleuniger
- Vorhandene Lagerbestände könnten vorübergehend noch günstiger sein
- Zeitpunkt ungünstig, da Speicherkrise PC-Komponenten bereits teurer macht
Siehe auch:
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- KI-Speicherkrise zwingt AMD wohl zu Preiserhöhung bei Grafikkarten
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