AMD korrigiert kontroverse GPU-Treiber-Entscheidung - gewissermaßen
AMD stellt nach großer Verwirrung durch sein jüngstes Adrenalin-Update klar: RDNA-1- und RDNA-2-Grafikkarten sollen auch weiterhin Spiele-Optimierungen erhalten - eventuell aber nur teilweise. Auch in anderen Punkten korrigiert man sich.
Diese Entscheidung sorgte für erheblichen Aufruhr in der Gaming-Community und Fachpresse, da sie auch etliche integrierte Grafikkarten in Laptops und Handhelds wie der Asus ROG Xbox Ally betroffen hätte. Die Kritik war besonders scharf, da viele der betroffenen Produkte noch relativ neu sind und weiterhin verkauft werden.
Nach der Kontroverse stellte AMD gegenüber Tom's Hardware jedoch klar, dass RDNA-1- und RDNA-2-GPUs auch weiterhin Spiele-Optimierungen erhalten sollen. "Neue Features, Fehlerkorrekturen und Spiele-Optimierungen werden weiterhin je nach Marktbedürfnis im Wartungsmodus-Zweig bereitgestellt", erklärte ein AMD-Sprecher. Diese Formulierung bleibt jedoch vage und lässt offen, welches konkrete "Marktbedürfnis" AMD dabei meint und wie es festgestellt wird.
Besonders fragwürdig wäre die ursprüngliche Entscheidung für aktuelle Produkte gewesen. Denn die neueste RDNA-2-basierte Grafikkarte, die RX 6750 GRE, kam erst 2023 auf den Markt. Der Asus ROG Xbox Ally mit seiner RDNA-2-basierten APU wurde ebenfalls erst kürzlich veröffentlicht. RDNA-2-GPUs sind zudem weiterhin in vielen Laptops und mobilen Geräten zu finden, die noch immer ausgeliefert werden.
Diese Korrekturen zeigen, dass AMD möglicherweise zu hastig kommuniziert hatte, ohne die Auswirkungen auf die Nutzerbasis vollständig zu durchdenken. Während neue Features wie spezielle Optimierungen für aktuelle AAA-Titel weiterhin den Radeon RX 7000- und RX 9000-Serien vorbehalten bleiben, sollen ältere Karten jetzt also zumindest grundlegende Funktionalität und wichtige Spiele-Updates erhalten.
Vergleichsweise kurze Unterstützungszyklen bei AMD könnten das Vertrauen der Kunden in die langfristige Investitionssicherheit bei Radeon-Produkten untergraben. Gerade im High-End-Segment, wo Grafikkarten mehrere hundert Euro kosten, erwarten Nutzer eine mehrjährige Unterstützung mit regelmäßigen Optimierungen für neue Spiele. Wie die vage Zusage zu bedarfsorientierten Updates für RDNA 1 und RDNA 2 in Zukunft in der Praxis aussieht, bleibt abzuwarten.
Was haltet ihr von AMDs Kurskorrektur? Reicht die Zusage zu bedarfsorientierten Updates oder sollte es klarere Garantien geben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Download Radeon Software Adrenalin - AMD-Treiber
Siehe auch:
AMD äußert sich zu umstrittener Treiber-Entscheidung
AMD sorgt gerade für reichlich Verwirrung. So hatte das Unternehmen im Rahmen der Veröffentlichung seiner neuen Adrenalin-Version 25.10.2 ursprünglich angekündigt, die Grafikkarten der Radeon RX 5000- und RX 6000-Serien (RDNA-1 und RDNA-2) in einen "Wartungsmodus" zu versetzen. In diesem sollten die GPUs nur noch kritische Sicherheits- und Fehlerkorrekturen erhalten, während neue Spiele-Optimierungen ausschließlich den neueren RDNA-3- und RDNA-4-Generationen vorbehalten bleiben sollten.Diese Entscheidung sorgte für erheblichen Aufruhr in der Gaming-Community und Fachpresse, da sie auch etliche integrierte Grafikkarten in Laptops und Handhelds wie der Asus ROG Xbox Ally betroffen hätte. Die Kritik war besonders scharf, da viele der betroffenen Produkte noch relativ neu sind und weiterhin verkauft werden.
Nach der Kontroverse stellte AMD gegenüber Tom's Hardware jedoch klar, dass RDNA-1- und RDNA-2-GPUs auch weiterhin Spiele-Optimierungen erhalten sollen. "Neue Features, Fehlerkorrekturen und Spiele-Optimierungen werden weiterhin je nach Marktbedürfnis im Wartungsmodus-Zweig bereitgestellt", erklärte ein AMD-Sprecher. Diese Formulierung bleibt jedoch vage und lässt offen, welches konkrete "Marktbedürfnis" AMD dabei meint und wie es festgestellt wird.
Betroffene Hardware noch weitverbreitet
Die ursprüngliche Entscheidung wäre besonders problematisch für Nutzer gewesen, deren Hardware noch relativ neu ist. Die Radeon RX 5700 XT und RX 5700, die im Juli 2019 erschienen, sind demnach erst sechs Jahre alt. Die Radeon 6000-Serie, inklusive beliebter Modelle wie der RX 6700 XT, taucht sogar noch immer prominent in der Steam Hardware-Umfrage auf und wird von Millionen von Spielern genutzt.Besonders fragwürdig wäre die ursprüngliche Entscheidung für aktuelle Produkte gewesen. Denn die neueste RDNA-2-basierte Grafikkarte, die RX 6750 GRE, kam erst 2023 auf den Markt. Der Asus ROG Xbox Ally mit seiner RDNA-2-basierten APU wurde ebenfalls erst kürzlich veröffentlicht. RDNA-2-GPUs sind zudem weiterhin in vielen Laptops und mobilen Geräten zu finden, die noch immer ausgeliefert werden.
Weitere Korrekturen bei USB-C und Windows 10
Neben der RDNA-Unterstützung korrigierte AMD auch andere umstrittene Ankündigungen. Die ursprünglich geplante Deaktivierung der USB-C-Stromversorgung für RX 7900-Karten erwies sich als Fehler in den Versionshinweisen und wird nicht umgesetzt.Die heute veröffentlichten Versionshinweise für AMD Software Adrenalin Edition 25.10.2 enthielten Fehlinformationen, die inzwischen korrigiert wurden. Es gibt keine Änderungen an der USB-C-Funktionalität der GPUs der RX 7900-Serie im Treiber 25.10.2. Die ursprünglich veröffentlichten Versionshinweise enthielten eine falsche Zeile, die entfernt wurde, und die Versionshinweise wurden aktualisiert.Auch das Ende des Windows-10-Supports ist kein Thema mehr. AMD wird seine Treiber weiterhin für Microsofts älteres Betriebssystem bereitstellen.
Diese Korrekturen zeigen, dass AMD möglicherweise zu hastig kommuniziert hatte, ohne die Auswirkungen auf die Nutzerbasis vollständig zu durchdenken. Während neue Features wie spezielle Optimierungen für aktuelle AAA-Titel weiterhin den Radeon RX 7000- und RX 9000-Serien vorbehalten bleiben, sollen ältere Karten jetzt also zumindest grundlegende Funktionalität und wichtige Spiele-Updates erhalten.
Konkurrenzvergleich zeigt AMD-Schwächen auf
Im Gegensatz zu AMD unterstützte Nvidia seine Maxwell- und Pascal-Serien fast zehn Jahre lang. Nvidia veröffentlicht immer noch regelmäßige Treiber-Updates für die RTX 2000-Serie, obwohl diese im gleichen Zeitraum wie RDNA 1 erschien.Vergleichsweise kurze Unterstützungszyklen bei AMD könnten das Vertrauen der Kunden in die langfristige Investitionssicherheit bei Radeon-Produkten untergraben. Gerade im High-End-Segment, wo Grafikkarten mehrere hundert Euro kosten, erwarten Nutzer eine mehrjährige Unterstützung mit regelmäßigen Optimierungen für neue Spiele. Wie die vage Zusage zu bedarfsorientierten Updates für RDNA 1 und RDNA 2 in Zukunft in der Praxis aussieht, bleibt abzuwarten.
Was haltet ihr von AMDs Kurskorrektur? Reicht die Zusage zu bedarfsorientierten Updates oder sollte es klarere Garantien geben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
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Zusammenfassung
- AMD nimmt Einschränkung des Supports für RDNA 1 und RDNA 2 teilweise zurück
- Ältere Grafikkarten sollen weiterhin Spiele-Optimierungen nach Marktbedarf erhalten
- Ursprüngliche Ankündigung sorgte für massive Kritik in der Gaming-Community
- Viele betroffene Produkte wie RX 6000-Serie und Asus ROG Ally sind relativ neu
- AMD korrigierte auch falsche Angaben zu USB-C-Funktionalität bei RX-7900-Karten
- Auch Windows 10 soll weiterhin unterstützt werden
- Kritiker verweisen auf längere Supportzyklen bei Konkurrent Nvidia
Siehe auch:
- AMD Radeon: Ältere GPUs verlieren vollen Support, aus für Windows 10
- Ryzen 9 9950X3D2: AMD soll Monster-CPU mit Dual-X3D-Cache planen
- BIOS-Update wirkungslos: ASRock-Boards killen weiterhin AMD-CPUs
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