Google bestraft Akkufresser:
Der Play Store wird demnächst strenger

Google verschärft die Qualitätskriterien für Android-Apps: Ab März des nächsten Jahres werden Apps mit exzessivem Akku-Verbrauch durch sogenannte Wake Locks im Play Store benachteiligt und mit Warnhinweisen versehen.
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Play Store wird strenger bei Akku-Killern

Google will neue Maßstäbe für die Akku-Effizienz von Android-Apps setzen: Der kalifornische Konzern führt eine neue Qualitätsmetrik ein, die Apps mit exzessiver Nutzung von Wake Locks identifiziert und entsprechend sanktioniert. Das neue Bewertungssystem soll ab dem 1. März 2026 in Kraft treten und Apps betreffen, die übermäßig viel Akkuleistung verbrauchen.

Wake Locks sind Systemfunktionen, die Apps erlauben, das Gerät wach zu halten und am Einschlafen zu hindern. Sie können die CPU und den Kernel wieder aufwecken oder das Display am Laufen halten. Während diese Funktionen für bestimmte Anwendungen notwendig sind, führt ihr Missbrauch zu erheblichen Akkuproblemen bei Android-Geräten.

Laut dem Android Developers Blog wurde die Metrik in enger Zusammenarbeit mit Samsung entwickelt, wobei deren praktische Erfahrungen mit dem Nutzerverhalten bei der Akkuverwendung einflossen.

Konkrete Auswirkungen für Entwickler

Das neue Bewertungssystem basiert auf einer präzisen Definition: Eine Nutzersitzung gilt als exzessiv, wenn sie mehr als zwei kumulative Stunden an nicht-ausgenommenen Wake Locks in einem 24-Stunden-Zeitraum hält. Als ausgenommen gelten systemseitige Wake Locks, die klaren Nutzervorteilen dienen und nicht weiter optimiert werden können, wie Audiowiedergabe oder nutzerinitiierte Datenübertragungen.


Die Konsequenzen für betroffene Apps sind weitreichend. Der Schwellenwert für schlechtes Verhalten wird überschritten, wenn fünf Prozent der App-Nutzersitzungen in den letzten 28 Tagen als exzessiv eingestuft werden. Apps, die diese Grenze überschreiten, werden ab dem 1. März 2026 möglicherweise von prominenten Entdeckungsoberflächen wie Empfehlungen ausgeschlossen. Zusätzlich können Warnhinweise auf der Store-Seite erscheinen, die Nutzer über potenzielle Akkuprobleme informieren.

Technische Hintergründe

Android-Geräte begeben sich normalerweise in den Deep-Sleep-Modus, nachdem das Display ausgeschaltet wird, wobei die CPU-Taktrate auf ein Minimum heruntergefahren wird, um Strom zu sparen. Das System wurde ursprünglich entwickelt, um die Akkulaufzeit zu maximieren, während gleichzeitig wichtige Hintergrundprozesse weiterhin funktionieren können.

Wake Locks dienen zum Aufwecken der CPU aus dem Ruhemodus, damit Apps oder Dienste etwa Daten synchronisieren, E-Mails abrufen oder den Standort aktualisieren können. Problematisch wird es, wenn Apps diese Funktion übermäßig nutzen oder vergessen, die Wake Locks wieder freizugeben. Das führt dazu, dass das Gerät nicht in den Energiesparmodus wechseln kann und der Akku schneller entleert wird.

Weitere geplante Metriken

Das neue System für exzessive partielle Wake Locks ist erst der Anfang einer Serie neuer Metriken. Google plant weitere Bewertungskriterien, die tiefere Einblicke in die Ressourcennutzung von Apps bieten sollen. Das Ziel ist eine Verbesserung der Nutzererfahrung im gesamten Android-Ökosystem durch energieeffizientere Anwendungen.

Was denkt ihr über Googles neue Qualitätskriterien? Werden dadurch wirklich weniger akkuhungrige Apps im Play Store landen? Teilt eure Erfahrungen mit problematischen Apps in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Google führt ab dem 1. März 2026 neue Qualitätsmetriken für Android-Apps ein
  • Wake-Lock-Missbrauch wird sanktioniert, um exzessiven Akku-Verbrauch zu reduzieren
  • Eine Nutzersitzung gilt als exzessiv bei über zwei Stunden Wake Lock pro Tag
  • Apps mit 5 Prozent exzessiven Nutzersitzungen werden im Play Store benachteiligt
  • Das Bewertungssystem wurde in Zusammenarbeit mit Samsung entwickelt
  • Warnhinweise auf Store-Seiten sollen Nutzer über potenzielle Akkuprobleme informieren
  • Weitere Metriken zur besseren Bewertung der Ressourcennutzung von Apps sind geplant

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