Schnell eigene Chips: Musk will Intels 1,4-nm-Fertigung für TeraFab
Intel hat einen ersten großen Lizenzkunden für seine "Intel 14A" genannte Fertigungstechnologie für Chips mit einem Strukturbreitenäquivalent von 1,4 Nanometern gefunden. Elon Musks Firma SpaceX will die Technologie für den Bau eigener Chips im Rahmen der sogenannten TeraFab nutzen.
Man werde Intels 14A-Prozess nutzen, welcher der neueste Stand der Technik und aktuell noch nicht einsatzbereit sei, verkündete Musk während eines Investorengesprächs laut Reuters. Zum Zeitpunkt des Aufbaus großer Kapazitäten im Rahmen des TeraFab-Projekts werde Intel 14A wahrscheinlich weitestgehend ausgereift und voll nutzbar sein.
Denkbar wäre neben einer Lizenzierung der Intel-Technologie auch, dass der US-Chipgigant als eine Art Partner an TeraFab beteiligt werden soll. Detaillierte Angaben zu der Kooperation mit Intel machte Musk nicht, er erklärte aber, dass man ein gutes Verhältnis zu dem Unternehmen habe und viel Respekt gegenüber dem neuen CEO Lip-Bu Tan, dessen Technologiechef und dem "neuen Team".
Musk zufolge will er dafür sorgen, dass seine Elektroauto-Firma Tesla zunächst eine Pilot-Linie für die Chipfertigung mit Intel 14A aufbauen und betreiben, bevor später SpaceX die Massenfertigung vornehmen soll. Tesla übernimmt offenbar die Vorbereitungen, während SpaceX den Aufbau großer Kapazitäten realisieren wird.
Tesla soll für das TeraFab-Projekt zunächst rund drei Milliarden Dollar in den Aufbau einer Testfertigung investieren, bei der "einige Tausend Wafer monatlich" vom Band laufen sollen. Dabei wolle man neue Ideen ausprobieren und herausfinden, welche Verbesserungen sich langfristig in der Massenfertigung einsetzen lassen.
Für Intel würde die Kooperation mit Musk, Tesla und SpaceX vor allem bedeuten, dass das Unternehmen relativ kurzfristig große Summen einnimmt. Der reichste Mensch der Welt profitiert mit seinen Firmen hingegen davon, dass man schnell und ohne großen eigenen Aufwand an hochmoderne Fertigungstechnologie kommt.
Normalerweise dauert es rund ein Jahrzehnt, um eine Prozesstechnologie für die Chipfertigung von Grund auf neu zu entwickeln. Es ist alles andere als ungewöhnlich, dass ein Chiphersteller die Fertigungstechnologie eines anderen Anbieters lizenziert. Allerdings bleibt abzuwarten, ob Musks hochtrabende Pläne tatsächlich in dieser Form realisiert werden können.
Siehe auch:
Musk will Intel 14A in großem Stil adaptieren
Elon Musk hat große Pläne für sein eigenes Projekt für Chipfertigung, das er unter dem Namen TeraFab angekündigt hat. Im Zuge des Aufbaus einer großangelegten Chipfertigung für Rechenzentren, Elektroautos und Robotiksysteme will Musk auf Intel 14A setzen. Offenbar will Musk die Technologie von Intel lizenzieren, um sie in eigenen Werken einzusetzen.Man werde Intels 14A-Prozess nutzen, welcher der neueste Stand der Technik und aktuell noch nicht einsatzbereit sei, verkündete Musk während eines Investorengesprächs laut Reuters. Zum Zeitpunkt des Aufbaus großer Kapazitäten im Rahmen des TeraFab-Projekts werde Intel 14A wahrscheinlich weitestgehend ausgereift und voll nutzbar sein.
Denkbar wäre neben einer Lizenzierung der Intel-Technologie auch, dass der US-Chipgigant als eine Art Partner an TeraFab beteiligt werden soll. Detaillierte Angaben zu der Kooperation mit Intel machte Musk nicht, er erklärte aber, dass man ein gutes Verhältnis zu dem Unternehmen habe und viel Respekt gegenüber dem neuen CEO Lip-Bu Tan, dessen Technologiechef und dem "neuen Team".
Musk zufolge will er dafür sorgen, dass seine Elektroauto-Firma Tesla zunächst eine Pilot-Linie für die Chipfertigung mit Intel 14A aufbauen und betreiben, bevor später SpaceX die Massenfertigung vornehmen soll. Tesla übernimmt offenbar die Vorbereitungen, während SpaceX den Aufbau großer Kapazitäten realisieren wird.
Tesla soll für das TeraFab-Projekt zunächst rund drei Milliarden Dollar in den Aufbau einer Testfertigung investieren, bei der "einige Tausend Wafer monatlich" vom Band laufen sollen. Dabei wolle man neue Ideen ausprobieren und herausfinden, welche Verbesserungen sich langfristig in der Massenfertigung einsetzen lassen.
Für Intel würde die Kooperation mit Musk, Tesla und SpaceX vor allem bedeuten, dass das Unternehmen relativ kurzfristig große Summen einnimmt. Der reichste Mensch der Welt profitiert mit seinen Firmen hingegen davon, dass man schnell und ohne großen eigenen Aufwand an hochmoderne Fertigungstechnologie kommt.
Normalerweise dauert es rund ein Jahrzehnt, um eine Prozesstechnologie für die Chipfertigung von Grund auf neu zu entwickeln. Es ist alles andere als ungewöhnlich, dass ein Chiphersteller die Fertigungstechnologie eines anderen Anbieters lizenziert. Allerdings bleibt abzuwarten, ob Musks hochtrabende Pläne tatsächlich in dieser Form realisiert werden können.
Zusammenfassung
- SpaceX will Intels 14A-Technologie für Musks TeraFab-Projekt lizenzieren
- Intel gewinnt damit einen ersten großen Kunden für 1,4-nm-Äquivalente
- Tesla plant zunächst eine Pilotlinie mit einigen Tausend Wafern monatlich
- SpaceX soll später die Massenfertigung und den Kapazitätsausbau stemmen
- Musk nennt Intels Prozess modern, aber aktuell noch nicht einsatzbereit
- Für Intel brächte der Deal kurzfristige Einnahmen in großer Höhe
- Ob Musks ambitionierte Pläne voll aufgehen, bleibt derzeit offen
Siehe auch:
Intels Aktienkurs in Euro
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