Mega-Ausfall bei Web-Diensten:
Amazon verweist auf DNS-Problem
Amazon hat nach dem weitreichenden Ausfall diverser Web-Dienste und Apps, die über seine Cloud-Plattform Amazon Web Services (AWS) betrieben werden, erste Angaben zu den Gründen genannt. Der Ausfall war offenbar auf DNS-Probleme zurückzuführen.
Amazon meldete um ca. 10:50 Uhr deutscher Zeit, dass man unter Hochdruck daran arbeite, die Probleme in den Griff zu bekommen und die Ursachen ausfindig zu machen. Knapp zwei Stunden später meldete man dann, dass man "deutliche Zeichen" sehe, dass die Probleme beseitigt werden konnten. Tatsächlich sind die meisten Services und Apps wieder in praktisch vollem Umfang verfügbar.
Mittlerweile konnten angeblich die meisten Instanzen bei AWS in der Region US-EAST-1 neugestartet werden, weshalb die von den Kunden angebotenen Dienste größtenteils wieder verfügbar sind. Dass ein DNS-Problem in einer Cloud-Region von Amazon im Nordosten der USA zu massiven Problemen bei Diensten führt, die auch außerhalb des Landes genutzt werden, macht unterdessen deutlich, wie wenig ausfallsicher die mutmaßlich ja so flexible "Cloud" heute ist.
Vor allem in Deutschland und Europa dürften die Auswirkungen des Ausfalls bei AWS heute zu spüren gewesen sein, da bei uns der Arbeitstag bereits begonnen hatte, während es in den USA noch lange Nacht war. Verschiedene Stimmen fordern jetzt logischerweise, dass Dienste wie der Messenger Signal verstärkt auf europäische Infrastrukturlösungen zurückgreifen sollten.
Problematisch wurde der Ausfall vor allem deshalb, weil extrem viele Firmen und Diensteanbieter die Rechenzentren der AWS-Cloud im Nordosten der USA nutzen, um ihre Produkte und Webangebote für ein breites Publikum auch in Europa zugänglich zu machen. Die Auswirkungen des Ausfalls waren deshalb auch hier so deutlich zu spüren, zumal Schätzungen davon ausgehen, dass fast ein Drittel des gesamten Web-Verkehrs über AWS-Server abgewickelt wird.
Siehe auch:
Dienste weitestgehend wieder verfügbar
Nach dem Ausfall der Verfügbarkeit der im Norden des US-Bundesstaats Virginia angesiedelten Cloud-Rechenzentren US-EAST-1 von Amazon, gab es am heutigen Vormittag Probleme mit diversen Online-Diensten, die teilweise noch immer nicht wieder vollständig verfügbar sind. Unter anderem waren auch Amazons eigener Sprachassistent Alexa, Fortnite und andere Spiele von Epic Games und die Online-Spielnetzwerke von Nintendo und Sony von dem Ausfall betroffen.Amazon meldete um ca. 10:50 Uhr deutscher Zeit, dass man unter Hochdruck daran arbeite, die Probleme in den Griff zu bekommen und die Ursachen ausfindig zu machen. Knapp zwei Stunden später meldete man dann, dass man "deutliche Zeichen" sehe, dass die Probleme beseitigt werden konnten. Tatsächlich sind die meisten Services und Apps wieder in praktisch vollem Umfang verfügbar.
Interne Netzwerkprobleme bei Amazon Web Services
Bei Amazon selbst gibt es durchaus weiterhin Probleme. Man habe festgestellt, dass es zu einem Problem bei der DNS-Auflösung am DynamoDB-API-Endpunkt in der Region US-EAST-1 kam, das dann in einem großen Ausmaß auch Auswirkungen auf den Betrieb in anderen Regionen hatte. Mittlerweile steht laut der Status-Seite für AWS-Dienste fest, dass es Netzwerkverbindungsprobleme im internen EC2-Netzwerk gebe, die nun behoben werden sollen.Mittlerweile konnten angeblich die meisten Instanzen bei AWS in der Region US-EAST-1 neugestartet werden, weshalb die von den Kunden angebotenen Dienste größtenteils wieder verfügbar sind. Dass ein DNS-Problem in einer Cloud-Region von Amazon im Nordosten der USA zu massiven Problemen bei Diensten führt, die auch außerhalb des Landes genutzt werden, macht unterdessen deutlich, wie wenig ausfallsicher die mutmaßlich ja so flexible "Cloud" heute ist.
Vor allem in Deutschland und Europa dürften die Auswirkungen des Ausfalls bei AWS heute zu spüren gewesen sein, da bei uns der Arbeitstag bereits begonnen hatte, während es in den USA noch lange Nacht war. Verschiedene Stimmen fordern jetzt logischerweise, dass Dienste wie der Messenger Signal verstärkt auf europäische Infrastrukturlösungen zurückgreifen sollten.
Problematisch wurde der Ausfall vor allem deshalb, weil extrem viele Firmen und Diensteanbieter die Rechenzentren der AWS-Cloud im Nordosten der USA nutzen, um ihre Produkte und Webangebote für ein breites Publikum auch in Europa zugänglich zu machen. Die Auswirkungen des Ausfalls waren deshalb auch hier so deutlich zu spüren, zumal Schätzungen davon ausgehen, dass fast ein Drittel des gesamten Web-Verkehrs über AWS-Server abgewickelt wird.
Zusammenfassung
- AWS-Ausfall durch DNS-Probleme im US-EAST-1 Rechenzentrum verursacht
- Zahlreiche Dienste wie Alexa, Fortnite und Spielnetzwerke betroffen
- Amazon meldete am 20. Oktober gegen 10:50 Uhr deutscher Zeit den Ausfall
- Netzwerkverbindungsprobleme im internen EC2-Netzwerk identifiziert
- Die meisten Services nach etwa zwei Stunden wieder größtenteils verfügbar
- Der Ausfall verdeutlicht die Abhängigkeit von zentralisierten Cloud-Diensten
- Fast ein Drittel des Web-Verkehrs wird über AWS-Server abgewickelt
Siehe auch:
- Mega-Attacke schuld? Ausfall bei Steam, Probleme bei anderen Diensten
- SSD-Ausfall: Phison-Untersuchung entlastet Windows-Update komplett
- Nvidia-GPUs: Zertifikatsfehler könnte 2026 für Ausfall von PCs sorgen
- Office-Ausfall: Microsoft 365-Dienste von Störung betroffen (Update)
- Cluster-Ausfall: Microsoft fixt kritischen Windows Server-Fehler
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