Druck der EU: Google will Suchergebnisse von Dritten parallel anzeigen
Google will in Kürze angeblich mit der Erprobung einer überarbeiteten Anzeige für bestimmte Suchergebnisse beginnen. Dabei sollen Resultate von konkurrierenden Produktsuchmaschinen neben Googles eigenen Ergebnissen erscheinen.
Um einer drohenden Strafe wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act (DMA) der EU vorzubeugen, hat Google bereits eine ganze Reihe von Vorschlägen gemacht, um die Forderungen der Behörden zu befriedigen. Im Rahmen dieser Bemühungen will Google angeblich Änderungen an bestimmten Bereichen seiner Suchmaschine erproben.
Hotels, Fluglinien, Restaurants und Transport-Services mit Echtzeitdaten aus verschiedenen Feeds sollen entweder unter oder über einer Liste von "Vertical Search Engines" präsentiert werden, heißt es. Anfangs will Google die so modifizierten Suchergebnisseiten für Unterbringungsangebote einführen, bevor später Flüge und andere Services folgen werden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die geänderten Suchseiten sollen in Kürze europaweit eingeführt werden, wobei es sich anfangs angeblich nur um eine Testphase handelt. Vonseiten der EU soll es zu dem Thema bisher noch keine Stellungnahme gegeben haben. Sollte Google von der EU-Kommission mit einer weiteren Strafe belegt werden, könnte es sich erneut um eine Milliardensumme handeln.
Offiziell können DMA-Verstöße in einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes enden. In den Jahren seit 2017 hat Google allein in Europa im Zuge einer ganzen Reihe verschiedener Verfahren Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 9,71 Milliarden Euro auferlegt bekommen.
Das Verfahren der EU im Rahmen des DMA geht auf Beschwerden von einer Vielzahl von in Europa aktiven Anbietern von Suchmaschinen für Flüge, Hotels und andere spezielle Inhalte zurück. Diese hatten bereits 2020 eine Beschwerde eingereicht, laut der Google bei der Ausgabe von Suchergebnissen zu diesen Themen seine eigenen Inhalte hervorgehoben darstellt. Zu den Beschwerdeführern gehörten damals unter anderem Trip Advisor und Expedia.
Siehe auch:
Google droht DMA-Geldstrafe
Google versucht derzeit Wege zu finden, wie man dem Druck der europäischen Regulierungsbehörden entgehen kann, der durch das nach Beschwerden von hiesigen Konkurrenten eingeleitete Verfahren gegen den US-Internetkonzern wegen der Ausnutzung seiner Vormachtstellung im Markt zur Unterdrückung des freien Wettbewerbs entstanden ist.Um einer drohenden Strafe wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act (DMA) der EU vorzubeugen, hat Google bereits eine ganze Reihe von Vorschlägen gemacht, um die Forderungen der Behörden zu befriedigen. Im Rahmen dieser Bemühungen will Google angeblich Änderungen an bestimmten Bereichen seiner Suchmaschine erproben.
VSS-Resultate landen auf Googles Ergebnisseiten
Konkret ist geplant, in Googles Bereichen für die Suche nach Flügen, Hotels oder auch Restaurants künftig in Europa nicht nur die Google-eigenen Ergebnisse anzuzeigen. Zusätzlich sollen die Ergebnisseiten auch Resultate von sogenannten Vertical Search Services (VSS) liefern. Die Ergebnisse von Flug- oder Hotelsuchmaschinen sollen demnach parallel zu den Google-Resultaten zu sehen sein.Hotels, Fluglinien, Restaurants und Transport-Services mit Echtzeitdaten aus verschiedenen Feeds sollen entweder unter oder über einer Liste von "Vertical Search Engines" präsentiert werden, heißt es. Anfangs will Google die so modifizierten Suchergebnisseiten für Unterbringungsangebote einführen, bevor später Flüge und andere Services folgen werden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die geänderten Suchseiten sollen in Kürze europaweit eingeführt werden, wobei es sich anfangs angeblich nur um eine Testphase handelt. Vonseiten der EU soll es zu dem Thema bisher noch keine Stellungnahme gegeben haben. Sollte Google von der EU-Kommission mit einer weiteren Strafe belegt werden, könnte es sich erneut um eine Milliardensumme handeln.
Offiziell können DMA-Verstöße in einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes enden. In den Jahren seit 2017 hat Google allein in Europa im Zuge einer ganzen Reihe verschiedener Verfahren Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 9,71 Milliarden Euro auferlegt bekommen.
Das Verfahren der EU im Rahmen des DMA geht auf Beschwerden von einer Vielzahl von in Europa aktiven Anbietern von Suchmaschinen für Flüge, Hotels und andere spezielle Inhalte zurück. Diese hatten bereits 2020 eine Beschwerde eingereicht, laut der Google bei der Ausgabe von Suchergebnissen zu diesen Themen seine eigenen Inhalte hervorgehoben darstellt. Zu den Beschwerdeführern gehörten damals unter anderem Trip Advisor und Expedia.
Zusammenfassung
- Google plant parallele Anzeige von Drittanbieter-Suchergebnissen
- Konkurrierende Produktsuchmaschinen sollen neben Google erscheinen
- EU erhöht Druck wegen möglicher Verstöße gegen den Digital Markets Act
- Flüge, Hotels und Restaurants sind von den Änderungen betroffen
- Die Testphase soll in Kürze europaweit für Unterkünfte starten
- Bei DMA-Verstößen drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des Umsatzes
- Seit 2017 zahlte Google in Europa bereits 9,71 Milliarden Euro Strafe
Siehe auch:
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